Folge 69: Queer, jung, weggekürzt?
Shownotes
An dieser Stelle findet ihr interessante und hilfreiche Links zur aktuellen Folge:
Gesammelte Links bei Google Docs: https://tinyurl.com/berufsjugendlich
Instagram Dr. Anna Grebe: @medien.politik.partizipation
Instagram Jendrik Peters: @airjendrik
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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu Folge neunundsechzig des Podcasts Berufs Jugendlich.
00:00:08: Wir sind Anna Grebe und Jendrik Peters, und wir berichten alle zwei Wochen über das was jucktpolitisch in Deutschland gerade so los ist – und wie man eine starke Verbündete oder ein starker Verbündeter für die Interessen von Kindern und Jugendlichen werden kann!
00:00:20: In der heutigen Folge schauen wir in unserer Rubrik, sechzehnmal Jugendpolitik nach Niedersachsen und widmen uns da an einem Thema das über den Sommer hohe Wellen geschlagen hat nur leider nicht so wie wir uns das wünschen würden.
00:00:32: Es geht um queere Jugendarbeit und die Zukunft des Queeren-Jugend-Netzwerks Lambda demnach Bundesjugendministerium die Strukturförderung zum Ende des Jahres gestrichen hat.
00:00:42: Zu Gast im Interview ist Lambda Vorstandsmitli Theodor und wir sprechen darüber wie ihr Lambda unterstützen kann.
00:00:48: Außerdem werfen wir noch so einen ganz raschen Blick auf die SGB VIII-Reform, die vorige Woche Achtung für ganze zwanzig Minuten im Bundestag debattiert wurde und das so rund um Mitternacht.
00:00:58: Yeah!
00:00:59: Und wir hören rein in die Jugendbeteiligungspammel in Baden-Württemberg direkt mit meinem wunderschönen Heimatdialekt auszudrücken.
00:01:08: Jendrik wie sieht's bei dir aus?
00:01:09: Zwei Wochen sind vergangen
00:01:10: Ja war wieder einiges los.
00:01:12: Das wird sich jetzt auch nicht erst mal ändern, aber wir haben den Kirchentag in Düsseldorf vorbereitet zwei Tage im Projektleitungsteam.
00:01:18: Das macht Spaß!
00:01:18: Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung schon.
00:01:20: Wir hatten.
00:01:21: Handlungsfeldgesprächssexuelle Bildung was auch ein spannender Punkt ist das wir neu als AJNW seit ein paar Jahren dabei haben Hat einen Vorstands-Sitz im Geschäft für eine Konferenz, Vorbereitung für Gremien und haben den Hausleiter unserer Bildungsstätte Bundeshöhe nach twentyfünf Jahren verabschiedet mit einem großen Fest.
00:01:38: Das war wirklich cool sehr wertschätzend auch viele alte Kollegen getroffen von früher die dann mal erzählt haben wie das der Jugendpolitisch eigentlich früher im CVM.
00:01:46: also das war wirklich ein schöner Abend und ich war natürlich auf dem Backstreet Boys Konzert Und Anna, ich weiß ja, dass du auch da warst.
00:01:54: Deswegen vielleicht jetzt erst mal die Frage an dich wie hast Du es denn empfunden?
00:01:57: und dann würde ich mal Mainz dazulegen?
00:01:59: Jetzt bin ich ja wundervolle zehn Jahre älter als du!
00:02:02: Du hast in der letzten Folge gesagt, das ist eher so eine Neunzig-Apartie.
00:02:05: Ich dachte Jendrik meine Jugend war eine Neunsig-Anne.
00:02:08: Das war keine Neunziger-Party, das war einfach ne Party, wie wir das genannt haben für alten Menschen.
00:02:15: Genau, es war toll... Aber es war toll, noch mal so reinzutauchen auch in diese Hits und dieses Gefühl.
00:02:23: Ich fand das total witzig!
00:02:25: Eine Zehntausende Menschen alle in Weiß, auch vorher schon in der Düsseldorfer Innenstadt unterwegs.
00:02:30: Es gab ja ein Dresscode für die Konzerte der Backstreet Boys in DüsselDorf.
00:02:35: Und ich fand das einfach witziger.
00:02:37: Also ich hatte wirklich unglaublich viel Spaß.
00:02:39: Muss aber schon auch sagen, also zum einen wir hatten nicht so wahnsinnig gute Plätze weil das auch eine finanzielle Frage einfach ist.
00:02:45: Die Tickets waren super teuer!
00:02:48: Das ist das Eine und das Andere.
00:02:49: ich fand den Sound nicht so gut.
00:02:52: Also ich war eher ein bisschen enttäuscht davon.
00:02:54: auch so insgesamt.
00:02:55: Ja die haben getanzt und ja es gab diese mittelgroße LED Wand Aber ich dachte dass wäre viel mehr wie deren Residency Show in Las Vegas, die wirklich krass war Und das war so... Also es war schön.
00:03:08: für die Nostalgie Habe ich total, ich habe getanzt.
00:03:10: Ich hab gesungen.
00:03:11: Es war total cool!
00:03:12: Ich habe so ein Fanbecher alles Tutti.
00:03:15: aber ich würde sagen einmalige Angelegenheit.
00:03:17: wegen mir müssen sie keine zweite Reunion Tour machen.
00:03:20: Ja, würd' ich auch sagen.
00:03:21: Ich habe auch überlegt wenn jetzt jemand sagt, ey ich hab noch einen Ticket über wird's nochmal mitkommen würde ich glaube ich nicht machen.
00:03:26: So bei den Bengern war es cool aber ich habe echt massiv unterschätzt wieviel Balladen Sie dann doch?
00:03:30: haben.
00:03:31: Also wieviel schnutzige Balladen da waren.
00:03:33: und das hat mich jetzt irgendwie nicht ganz so abgeholt, der Ton war krass ich bin eh relativ höher empfindlich aber nach den ersten zwei drei Litern haben rund um uns herum die Leute sich Taschentücher in die Ohren gesteckt weil der Sound einfach auch sehr laut war am Anfang trotzdem die Show mit den Surfbrettern und wieder reingeflohen sind oder so.
00:03:51: das hatte irgendwie was.
00:03:52: Das war cool dabei gewesen zu sein aber das war es dann auch.
00:03:56: Das war aber zum Glück nicht das Einzige, was du in den letzten zwei Wochen gemacht hast.
00:04:00: Du hast viel Filme geschaut, hab ich gesehen?
00:04:02: Ja, ich war in der Jury beim Schlingel.
00:04:05: Der Schlingl ist das Kinder- und Jugendfilmfestival in Chemnitz in Sachsen.
00:04:10: Hat dieses Jahr zum einund dreißigsten Mal stattgefunden.
00:04:12: also einfach auch so'n Urgestein auch irgendwie des Kinderkinos, des Jugendkinos in Deutschland wird auch sagen weltweit sind auch Teil von unserem weltweiten Netzwerk genau.
00:04:22: Und ich habe glaube ich fünfundzwanzig Filme geguckt Und wir hatten gestern Abend, wir nehmen heute einen Sonntag auf.
00:04:29: Gestern Abend Samstagabend war die Award Show sozusagen in Chemnitz und wir haben tolle Filme ausgezeichnet.
00:04:38: Der Preis der ökumenischen Jury, in der ich Mitglied war ging an I Matter ein Film aus Rumänien über eine junge Frau, die in einem Heim aufwächst, deren Vater im Gefängnis ist sie Romney, also kommt aus einer Roma-Community.
00:04:59: Das ist ein ganz starker Film mit einer wahnsinnig tollen Hauptdarstellerin und ich meine das sind ja auch Themen insgesamt bei den Filmen die ich gesehen habe Jendrik!
00:05:07: Ich fand es so krass weil wenn man auf Kinderfilme guckt denkt man so einen Disney an Toy Story dass wo gehen die Leute ins Kino?
00:05:14: Aber was ich da gesehen hab war einfach Auch so eine ganz große Genrebandbreite, kulturelle Bandbreite.
00:05:21: Filme aus Mexiko, aus der Kashmir-Region in Indien... ...aus Iran!
00:05:27: So ein Detektivfilm aus Kroatien den ich total sweet fand.
00:05:31: also das sind eben auch Filme die langsam erzählen teilweise und um mich rum war im Kino ganz schön was los, weil das für Kinder und Jugendliche gar nicht so einfach war auch auszahlt.
00:05:41: Dass da nicht alle paar Sekunden so ein richtiger Banger kommt sondern eben auch manchmal die Bilder eher langsam sind und man es auch aushalten muss.
00:05:49: also ich denke gerade viel wieder über so Kinobildung und Filmbildung nach aber insgesamt ich hatte einfach einen mega Film Festival und tolle Leute kennengelernt aus aller Welt.
00:05:58: und genau wer von mir eine Filmempfehlungsliste haben möchte schreibt mir auf Instagram.
00:06:03: Ich habe schon eine angelegt.
00:06:05: kann mein Letterbox Account geben.
00:06:08: Gebe gerne gute Empfehlungen
00:06:09: ab.".
00:06:10: Und es gibt ein neues Jugendwort des Jahres, habe ich gesehen?
00:06:13: Ja auch!
00:06:14: Aber Susanne Daubner noch gar nicht.
00:06:15: Ich hab den Clip doch gar nicht gesehen du?
00:06:17: Nee, hab' ich bis jetzt noch nicht und ich musste auch nochmal sehr genau nachgucken was das eigentlich genau heißt.
00:06:21: also ich wusste so grob aber die offizielle Definition fand ich da spannend.
00:06:28: Sagen Sie es sich so, als Ragebait ist das jungen Wort des Jahres.
00:06:32: Ich habe mich gefragt ob wir manchmal Rage-Bait machen?
00:06:35: Also im Sinne von weil wir uns... Na also Rage Bait ist sowas wie ein Bootköder.
00:06:40: Also in dem Sinne von dass du's gepostest, also gerade im Social Media Bereichen post oder irgendwie so einen Cliffhanger was ihr jetzt hört wird euch total auf die Palme bringen und denkst so sind wir manchmal so Jendrik?
00:06:53: Sind wir Ragebait?
00:06:56: Was sie euch nicht erzählen, Punkt oder so.
00:06:58: Das ist auch krass!
00:06:59: Nein wir sind ganz zahm.
00:07:02: Wir sind ganz Zahm aber es ist ein cooles Jugendwort des Jahres finde ich weil ich finde da steckt ja auch so ein bisschen dahinter wenn junge Menschen das verwenden und ich habe das schon von jungen Menschen gehört also eher so jugendliche junge Erwachsene denke ich mir so ah die verstehen gerade was da passiert.
00:07:17: Also es ist nicht so dass die sagen achja klar über voll krass sondern auch sagen okay Da wird auch gerade mit meinen Gefühlen gespielt, da wird grade drauf abgezielt.
00:07:27: Mit dem Storytelling das ich mich aufrege... Aber lustig finde ich junge Menschen nutzen das nicht nur in Bezug auf Social Media sondern die benutzen es auch ganz normal in der Alltagssprache.
00:07:38: also wenn sich jemand irgendwie aufregt oder er ist voll Rage späht und ich denke so okay das aber gar kein Wutköder sondern da ist jemand einfach gerade wirklich ein bisschen wütend.
00:07:46: Es ist auch spannend wie diese Worte dann so unterschiedlich eingesetzt werden.
00:07:51: Da sage ich nur an einer Rede.
00:08:01: Niedersachsen, das ist Nordseekliste Heidehards und viel Land dazwischen.
00:08:07: es ist Hannover-Braunschweig und Osnabrück aber auch das Dorf in dem nach dem Training kein Bus mehr fährt.
00:08:13: Und wer hier über Jugendpolitik spricht, muss deshalb zwei Fragen zusammendenken.
00:08:17: Welche Freiräume haben junge Menschen und können sie diese überhaupt erreichen?
00:08:22: Sechzehnmal-Jugendpolitik heute geht es um genau dieses Bundesland und wir fangen wie immer an mit dem Land und politischen Rahmenbedingungen.
00:08:29: und zum Ende des Jahres für den Jahr zwanzig lebt in Niedersachsen rund acht Millionen Menschen.
00:08:34: genau gesagt, acht Millionen, achthundert sechsundzwanzig.
00:08:38: Und hinter dieser Zahl stehen sehr unterschiedliche Lebensbedingungen.
00:08:42: eine Jugendgruppe in der Großstadt kann auf andere Wege Räume und Angebote zurückgreifen als eine Gruppe auf einer Insel die aus frisischen Inseln gehören ja zum Beispiel auch dazu oder im dünnen besiedelten Landkreis und für ein jung gerechtes Land reicht es deshalb nicht Angebote nur auf der Landkarte zu zählen.
00:08:59: Regiert wird Niedersachsen von SPD und Grünen.
00:09:01: Ministerpräsident ist seit Mai twenty-fünfundzwanzig Olaf Lies Und für Jugendpolitik ist das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung unter Andreas Philippi zuständig.
00:09:12: Die Schulpolitik liegt bei Kultusministerin Julia Willi.
00:09:15: Hamburg Schon diese Verteilung zeigt auch wer das Aufwachsen verbessern will muss Jugendhilfe und Schule miteinander ins Gespräch bringen.
00:09:23: Vor kurzem am thirzehnten September, zwei Jahrzehnundsechsundzwanzig fand ein Kommunal-Wahlen statt.
00:09:27: Junge Menschen konnten ab sechzehn Jahren überrähte Kreistage und weitere kommunale Vertretungen mitentscheiden.
00:09:33: So fähren sie die übrigen Wahlvoraussetzungen erfüllten.
00:09:36: Für Landtagswahlen gilt weiterhin das Mindestheit der Achtzehn.
00:09:39: Kommunal mitbestimmen und auf Landesebene noch ausgeschlossen sein – genau diese unterschiedliche Behandlung bleibt auch eine jungpolitische Frage!
00:09:47: Herabgesetzt wurde aber wohl das Mindestalter für Hauptherwaltungsbeamte auf Achtzehn.
00:09:51: Das heißt, junge Menschen können jetzt auch als Bürgermeister oder Bürgemeisterin mit Achtzin kandidieren.
00:09:57: Dazu gab es bisher viel Kritik, dass man erste Erfahrung braucht um solche Ämter auszuüben.
00:10:01: Nee!
00:10:01: Jetzt geht das auch mit Aachzehn.
00:10:04: Wir haben eben schon gesagt dieser Sechsen ist ein Flächenland Mit einer eigenständigen kommunalen Ebene Landkreise Städte und gemeinen prägenen Alltag vor Ort.
00:10:13: Das Land setzt Förderbedingungen und unterstützt überregionale Strukturen.
00:10:17: Ob die Gruppe ein Raum bekommt, der Jugendtreff verlässt sich öffnet oder eine Ferienfreiheit bezahlbar bleibt entscheidet sich deshalb an mehreren Stellen.
00:10:25: Jugendpolitik braucht die Landesebene ebenso wie die kommunalen Haushalte.
00:10:30: Ja, und dann wie immer.
00:10:31: schauen wir erst mal so auf die Rahmenbedingungen des Aufwachstens von Kindern und Jugendlichen.
00:10:36: Und blicken dabei auf den Kinderrechteindex, der wird herausgegeben vom Deutschen Kinderhilfswerk.
00:10:43: Wenn man sich diesen Kinderrechterindex anguckt, dann gehört Niedersachsen zur durchschnittlichen Ländergruppe.
00:10:48: Es ist auch ein bisschen gemein zu sagen eigentlich dass es ein Bundesland durchschnittlich ist.
00:10:52: das wollen wir damit gar nicht gesagt haben.
00:10:54: Beim Recht auf Freizeitspiel, Erholung, kulturelle Teilhabe zählt das Land vergleichsweise zu den stärkeren Ländern.
00:11:01: Das ist ein guter Hinweis auf vorhande Stärkung aber eben auch kein Beleg dafür dass alle jungen Menschen gleichermaßen Zugang zu ihnen haben.
00:11:07: Wie ungleich die Möglichkeiten sind zeigt die Armutsgefährdung wiederum.
00:11:11: nach den ersten Ergebnissen des Mikrozensus waren zwanzig fünfundzwanzig in Niedersachsen einundzwantzig Prozent der unter achtzehnjährigen und vierundzwanzig Komma sieben Prozent der achtzehnt bis fünfund zwanzigerjährigen armuts gefährdet.
00:11:24: Die Berechnung bezieht sich dabei auf die niedersächsische Einkommensschwelle.
00:11:28: Und das hat erst mal nichts mit dem Bürgergeldbezug zu tun, aber Jantrik, wir sprechen da ja immer wieder drum wie viele Kinder und Jugendliche aufwachsen in Haushalten, die Grundsicherung bekommen vorhin noch Bürgergeld, die Unterstützung brauchen... und dass ja auch ganz viel mit Scham verbunden ist.
00:11:47: Und das wiederum eine Zufolge hat, dass Kinder- und Jugendliche nicht die Teilhabe leben können wie sie eigentlich sollten und was auch ihr Recht ist.
00:11:56: im Übler übrigen Ja Jendrik du hast es gerade gesagt Niedersachsen ist ein sehr großes Bundesland Das heißt da gibt's richtig viele junge Leute Die in der jungen Verbandsarbeit engagiert sind nämlich etwa eine halbe Million Mitglieder in den Jugendverbänden im Landesjugendring, die der Sachsen organisiert sind.
00:12:16: Das ist richtig vielfindig, das macht auch den Landesjugendringen Niedersachsen zu einem der wichtigsten Akteure.
00:12:22: Sagen wir natürlich auch deshalb weil wir selber aus dem Jugendverband kommen.
00:12:25: aber es ist eben auch tatsächlich die gesetzliche Struktur.
00:12:28: Vorsitzende sind Nils Lücking vom BDKJ und Ann-Marie Reimann von der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jungen in Nieder Sachsen.
00:12:35: Sie sind die Vorstandssprecherinnen, Landesjugendrenger haben daher auch sehr unterschiedliche Vorstandsmodelle Und die hören uns glaube ich auch.
00:12:42: Deshalb liebe liebe Grüße.
00:12:44: Der Landesjugendrimm betreibt unter anderem, und das finde ich sehr spannend.
00:12:48: Den Jugendserver Niedersachsen begleitet die Juleiker und stellt Informationen für die Praxis bereit.
00:12:53: Und insgesamt ist Nieder Sachsen schon immer innerhalb der Jugendverbandslandschaft würde ich sagen Vorreiterin im Internet gewesen.
00:13:07: Also der Jugendserver ist das eine, aber wenn ich mir auch überlege die Referentinnen dort, Sonja zum Beispiel, die uns auch zuhört... Das sind Leute, die haben sich schon sehr früh mit dem Thema digitale Jugendverbandsarbeit beschäftigt.
00:13:20: also nicht nur einen Server aufzustellen, sondern zu überlegen wie verändert die Digitalisierung?
00:13:26: Wie verändert das Internet-Jugendverbands Arbeit und da war Niedersachsen absolute Piumieren.
00:13:32: Und ich weiß es deshalb so genau, weil ich habe ein Artikel geschrieben zusammen mit Ike Rösch der im Handbuch Jugendverbandsarbeit erscheinen wird.
00:13:41: Das wird nächstes Jahr veröffentlicht und hab mich da noch mal in diese ganzen Sachen eingelesen und war so krass.
00:13:47: jeder Landesjugendring hat nochmal so'n eigenes Profil und deshalb stellen wir gar nicht alle Themen vor!
00:13:52: Landesjugndringe machen viele Themen aber da fand ich's nochmal wichtig drauf hinzuweisen auf das mit dem Internet.
00:13:58: Dann gibt es die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder und Jugendarbeit in Niedersachsen.
00:14:02: Sie vernetzt Einrichtungen, Projekte und Fachpersonen.
00:14:05: Und ihre Forderung zum Beispiel zu Kommunal war sechsundzwanzig richtet den Blick auf bedarfsgerechte Finanzierungen, sehr bestimmte Räume und auch eine Jugendpolitik, die Mobilität, Armut- und Klimagerechtigkeit berücksichtigt.
00:14:16: Bei der LRG liegt außerdem die Fachstelle Kinder & Jugendbeteiligung in Niederachsen.
00:14:20: Die arbeitet im Auftrag des Sozialministeriums und unterstützt Fachkräfte-, Politikverwaltung sowie junge Menschen auch selbst und zu ihren Aufgaben gehören Beratung, Qualifizierung und auch die Begleitung von Beteiligungsverfahren.
00:14:34: Mit dem niedersächsischen Dachverband der Kinder- und Jugendbeteiligungskrimmeln arbeitet sie mit einer selbstorganisierten Interessensvertretung zusammen.
00:14:43: Ein weiterer wichtiger Akteur ist das paritätische Jugendwerke Niedersachsen und nach eigener Darstellung verbindet das über hundertzwanzig Initiativen für eine und Organisationen.
00:14:54: Die Mitglieder arbeiten unter anderem in der offenen Jugendarbeit, aus der schulischen Bildung, Jugendkultur, Beratung und Jugendsozialarbeit.
00:15:00: Und dadurch kommen im jugendpolitischen Gespräch auch Einrichtungen und Initiativen zu Wort, deren Alltag sich von klassischen Verbandsgruppen doch unterscheidet.
00:15:09: Und die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Niedersachsen vertritt die kulturelle Kinder- und Jugendbildung.
00:15:15: Und wie konkret Entscheidungsmachter nach aussehen kann, zeigt die LKJ mit ihrem Programm Kubisch.
00:15:20: Dort wählt nämlich eine Jugendjury-Projekte zur Förderung aus und junge Menschen werden damit an dieser Stelle ganz konkret einen Entscheidung über Geld beteiligt.
00:15:28: Solche Verfahren machen also Beteiligungen erfahrbar sofern dann aber auch verständlich bleibt welche Mittel zur Verfügung stehen und welche Entscheidung die Jury selbst treffen kann.
00:15:37: Apropos Mittel, die zur Verfügung stehen.
00:15:40: Ich würde gerne noch mal einen Blick darauf werfen, welche aktuellen jugendpolitischen Themen gerade in Niedersachsen oben aufliegen.
00:15:47: Neben all dem was sowieso zum Beispiel durch die Kommunalwahl, die jetzt im September stattgefunden hat irgendwie angeschwemmt wurde.
00:15:53: und ich würde da gerne über die Reform des Jugendförderungsgesetzes sprechen.
00:15:58: Das finde ich sehr spannend weil es geht darum die gesetzlichen Grundlagen zur Förderung überörtlicher Träger- und Strukturen der Jugendarbeit also sich das mal genauer anzuschauen.
00:16:07: Ist es noch aktuell, kann das noch so funktionieren?
00:16:10: Und da ist gerade viel Bewegung drin.
00:16:12: Die Landesregierung Niedersachsen hat in ihrer Kabinettssitzung am achten September diesen Jahres dem Entwurf des, Achtung jetzt wird es lang, niedersächsischen Gesetzes zur Verbesserung der Förderungen der Jugendarbeit kurz Jugendförderungsgesetz zugestimmt und gleichzeitig erfolgt dann damit eben auch um sich den parlamentarischen Prozess mal vor Augen zu führen die Unterrichtung des Landtages.
00:16:33: Das heißt dieser Prozess ist jetzt angestoß, das geht um die parlamentarische Beratung.
00:16:38: Kabinettsbeschluss bedeutet an der Stelle aber noch nicht, dass diese neuen Förderregeln bereits gelten.
00:16:43: Das ist jetzt nochmal ein Stück auf dem Weg, auf den wir uns bewegen.
00:16:46: Aber am ersten Oktober hat die Landesregierung das Gesetz dann in den Landtag eingebracht.
00:16:50: es geht ihnen den Sozialausschuss und geht dann die weiteren Schritte.
00:16:54: Warum braucht
00:16:54: es solche Reformen, kann man fragen?
00:16:57: Man kann schnell sagen wir brauchen einfach mehr Geld.
00:16:59: Das ist ja ein Lieblingssatz von mir in der Jugendverbandsarbeit.
00:17:04: Wenn Reformen angekündigt werden in der Jugendförderung geht auch ganz schnell die Angst um das sich hinter dem Begriff Reform eigentlich aber Kürzungen verstecken und ich würde sagen wer auf die Bundespolitik schaut der findet das äußerst bestätigt.
00:17:18: In gleicher Maße und das sagen wir ja auch hier immer wieder im Podcast, müssen Förderstrukturen sehr wohl daraufhin überprüft werden ob die Angebote der Jugendarbeit noch die Bedarfe der Zielgruppe treffen.
00:17:28: Und gleichzeitig aber auch bestimmten Qualitätsstandards entsprechen.
00:17:32: Wir haben es erwähnt Niedersachsen ist ein großes Bundesland dadurch auch sehr ländlich geprägt durch große Distanzen.
00:17:39: Damit ergibt sich auch die Frage, welche Bedingungen ein Verband oder einen Träger der Jugendarbeit erfüllen muss um Landesförderung zu erhalten.
00:17:47: Wie viele Mitglieder braucht sie?
00:17:48: Viele junge Menschen müssen boh und wie in der Fläche erreicht werden damit es sich eben nachher nicht um eine kommunale Aufgabe handelt oder eine Aufgabe der kommunalen Ebene.
00:17:58: Es geht doch darum, welche Infrastruktur?
00:17:59: welches Personal braucht eine Landesgeschäftsstelle zum Beispiel von einem Jugendverband Das jetzt anzufassen in einer Zeit der knapper werdenden Ressourcen?
00:18:08: und gleichzeitig muss man auch sagen, der sinkt mit Mitgliederzahlen des sich auflösenden Ortsgruppen oder regionalen Strukturen.
00:18:14: Das ist nicht ganz einfach – das ist mit Emotionen verbunden gerade bei kleineren Organisationen oder Verbänden die ihre eigene überregionale Relevanz Ehrlich gesagt gar nicht mehr garantieren können oder eben jetzt auch offenlegen müssten, wen sie in Wirklichkeit und wie wirksam erreichen.
00:18:30: Oder was ist mit denen die gerade neu dazugekommen sind?
00:18:33: Die wachsen und deshalb so ein Stück vom Jugendförderungskuchen einfordern!
00:18:37: Warum erzählen wir
00:18:38: das?!
00:18:39: Weil die Vorbereitung der Reform sehr interessant ist, weil sie eben nicht einfach nur aus dem zuständigen Ministerium herausentwickelt wurde.
00:18:46: Was definitiv konfliktfreier gewesen wäre soviel kann man sagen sondern als partiziver Prozess aufgesetzt wurde soweit das eben möglich ist.
00:18:54: von April zwijffundzwanzig bis September zweitunzwanziger wurden an wissenschaftlich rechtliches Gutachten und eine Jugendbefragung mit anschließender Diskussion der Ergebnisse Erarbeitet, beteiligt daran waren die Universität Hildesheim, Zogglis – es ist ein wissenschaftliches Institut und Rambäu-Nagentur.
00:19:12: Es gab eine Projektgruppe in der auch Vertreter in der Jugendarbeit dabei waren, es gab externe Expertisen, Beteiligungsworkshops und Interviews und außerdem wurden die Überlegungen zur Reform der Jugendförderung auch mit interessierten Jugendverbandsmenschen aus anderen Bundesländern diskutiert um da deren Learnings mit in die Reform Einfließen zu lassen.
00:19:30: Und das Ministerium stellte die Ergebnisse dann im September zweiundzwanzig der Fachöffentlichkeit vor?
00:19:36: Ja, ich erinnere mich dran.
00:19:37: Das war so etwa von einem Jahr.
00:19:38: Ich habe diese Vorstellung moderiert und fand es sehr spannend weil... Ich hab's gerade gesagt, dass ist ein sensibles Thema.
00:19:46: Die Staatssekretärin war da.
00:19:48: Diese Studien wurden vorgestellt.
00:19:51: Es gab eine hohe Einigkeit, so ganz grundsätzlich über die Annahmen mit denen man operiert.
00:19:55: Was sind die Zugänge?
00:19:56: Wie sollen die Zugänge junger Menschen zur Jugendarbeit sein und so weiter.
00:19:59: was brauchen junge Menschen?
00:20:01: aber es wurde eben auch deutlich dass an vielen Stellen die Förderverpflichtung auf kommunaler Ebene schon nicht funktioniert und dadurch eben Landesstrukturen ganz schnell in die Situation kommen das Ausgleichen zu wollen und deshalb stärker beansprucht werden.
00:20:14: wenn aber gleichzeitig in der Fläche eben auch Ortsgruppen wegfallen dann Es ist schwierig auch gleichzeitig zu beweisen, dass man trotzdem Landesstrukturen braucht.
00:20:24: Das ist gar nicht so einfach.
00:20:26: aber ohne da jetzt tief in die Details zu gehen das Modell, das vorgestellt wurde und jetzt auch abgestimmt wird Da geht es darum, so ein Fördermodell zu schaffen.
00:20:34: Das eben erlaubt verschiedene Förderstränge miteinander zu verbinden und je nach Größe Verbreitung und Profil unterschiedliche Bedarfe der Träger berücksichtigt.
00:20:43: zum Beispiel wenn man Bildungshäuser betreibt das ist ja noch mal was anderes.
00:20:47: also wer Liebenschaften hat oder Immobilien der braucht nochmal eine andere Forderung eine andere Unterstützung.
00:20:54: Dieser Entwurf, der nun beraten wird im Landtag in Hannover löst sich von einer Förderlogik bei der vor allem Teilnehmerinnen Tage darüber entscheiden wie gut ein Verband strukturell gefördert wird.
00:21:06: Weil das ist ja auch.
00:21:07: also wir kennen alle die Listen, die da
00:21:10: ausgefüllt
00:21:11: werden mit den Teilnehmern Tagen und sind eierlich!
00:21:13: Wir können das alle, wie man diffrisiert.
00:21:19: auch in den Ministerien kein Geheimnis.
00:21:21: Das ist so ein Spiel auf das man sich dann einlässt, aber ist es fair?
00:21:25: Wenn wir uns der Gegenseitige die Tasche lügen... Ich glaube nicht!
00:21:28: Ich finde dieses Modell spannend weil's da jetzt eher bei den Berechnungen um die Begleitung von Ehrenamtlichen gehen soll, die Gewinnung von Nachwuchs, die Gremienarbeit.
00:21:37: also ich glaube damals ein paar andere Parameter anzusetzen, dass wird ruckeln, aber ich finde das richtig richtig spannend.
00:21:43: Neu ist dabei auch eine Anschubförderung für neue Verbände, damit eben auch z.B.
00:21:47: postmigrantische Selbstorganisationen und queere Strukturen dauerhaft Teil der Verbandslandschaft werden können.
00:21:53: Und jungpolitisch bleibt die Frage welche Erfahrungen jünger Menschen sich am Ende in den Förderbedingungen wiederfinden?
00:21:59: Und ob kleinere oder neu entstehende Gruppen dadurch wirklich bessere Chancen bekommen und nicht zuletzt, ob wir in gewachsenen Strukturen loslassen müssen!
00:22:08: Ja und wir haben es schon mal erwähnt hier im Podcast.
00:22:10: Wir sehen uns ja so etwa in einem Jahr auch in Niedersachsen, denn in Niederachsen wird vom bis neunten September, der fünfte Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit stattfinden.
00:22:24: Nämlich in Hannover, in der Landeshauptstadt Hannover.
00:22:27: Der Call for Papers, Call For Participation läuft übrigens noch, wurde jetzt glaube ich auch nochmal verlängert wenn nicht das richtig weiß?
00:22:33: Also auf jeden Fall ihr habt noch Zeit bis Ende Oktober euch zu bewerben und es solltet ihr dringend machen denn wir sind da auch... Yes!
00:22:44: Wir sind da Bolle, nicht nur euch da alle zu sehen jetzt schon mit so ein bisschen Vorlauf sondern auch weil wir das Abendprogramm an einem Abend gestalten werden.
00:22:56: Mit einer Live-Podcast Aufnahme habe gehört vermutlich aus einem Zirkuzzelt.
00:23:01: Das
00:23:01: wäre der Knaller, wirklich?
00:23:02: Ja!
00:23:02: Das
00:23:02: wär der Knaler wenn das klappt.
00:23:04: Live-Podcast Aufnahme berufsjugendlich beim Bundeskongress Kinder und Jugendarbeit aus einem zirkuzZelt.
00:23:10: Jendrik bringt die Gitarre mit wir singen und schunkeln auf der Bühne.
00:23:13: natürlich geht es um Jugendbeteiligung, um Jugendpolitik, um Jugendarbeit.
00:23:17: aber ihr solltet unbedingt alle kommen weil Jendrick ist ja ein Profi in Sachen offener Bühnen und Kultur Und ich füge mich da so'n bisschen ein und wir machen uns dann richtig schönen Abend draus
00:23:27: Und ich sehe jetzt schon die ganzen Wortspiele zwischen Zirkus, Jugendverband, SGB VIII und so weiter.
00:23:32: Oh da kann man viel hinlegen!
00:23:34: Es wird ein großer Spaß.
00:23:35: Ein großer Spaß.
00:23:36: deshalb auf jeden Fall beim Käuferparticipation mitmachen und wenn nicht trotzdem auf jeden fall anmelden und kommen.
00:23:41: das wird lustig.
00:23:43: Was kann man jetzt für einen Fahrzeug ziehen?
00:23:44: nach dem was wir gehört haben?
00:23:46: Ich würde sagen Niedersachsen hat eine ganz breite Landschaft aus Jugendverbänden, offenen Einrichtungen kultureller Bildung auch von Jugendsozialarbeit.
00:23:53: Die Reform der Jugendförderung bietet gerade die Chance, Strukturen verlässlicher und zugänglicher zu finanzieren.
00:23:59: Fachstellen und Ombudschaft unterstützen Beteiligung und die Durchsetzung von Rechten.
00:24:03: Und gleichzeitig zeigen Armutsgefährdungen weite Wege und auch der Druck auf Bildungsstätten wie ungleich die Voraussetzungen bleiben.
00:24:10: Ein junggerechtes Niedersachsen braucht Angebote, die junge Menschen erreichen und vor allem selbst mitgestalten können.
00:24:16: Dazu gehören bezahlbare Wege nutzbarer Räume.
00:24:19: verlässlich unterstütze Ehrenamtliche.
00:24:21: Ob die aktuellen Reform helfen, zeigt sich dann daran was ich im Alltag verändert.
00:24:25: Im Dorf auf der Insel – Borkum ist ja auch Niedersachsen – im Jugendzentrum und in der selbstorganisierten Gruppe.
00:24:41: Jendrik, im Sommer erreichte mich eine Nachricht, die mich ehrlich gesagt ganz schön umgehauen hat so aus jugendpolitischer Sicht.
00:24:49: Das Bundesministerium für Bildung, Familie, Seniorenfrauen und Jugend hat zum Ende des Jahres dem Jugendnetzwerk Lambda die Rahmenvereinbarungen im Bereich des Kinder- und Jugendplans das Bundes gekündigt.
00:25:01: Zum besseren Verständnis, so eine Rahmenvereinbarung ist wie ein Vertrag zwischen dem Bundesministerium und Trägern der Kinder- und Jugendpolitik.
00:25:09: Sie dient einer flexibleren Mittelbewirtschaftung.
00:25:12: Es geht darum, Verwaltungsverfahren auch zu entschlacken.
00:25:16: Und gibt zum Beispiel Jugendverbände auf Bundesebene einen höheren Maß an Autonomie, wenn es darum geht, wie die Mittel eingesetzt werden.
00:25:23: Zum Beispiel im Bereich Personal oder Projekte.
00:25:27: Jetzt aber noch mal zurück dazu, weil mich das schockiert hat!
00:25:30: Lambda ist also man denkt Jugendnetzwerk, das ist irgendwer.
00:25:34: Das ist aber Achtung ein Jugendverband.
00:25:37: Lambda ist ein Jugendverband mit der Kündigung der Bundesförderung.
00:25:41: durch diese Aufkündigung des Rahmen- und der Rahmenvereinbarungen wurde ein echter Präzedenzfall geschaffen, der die Jugendverbandsarbeit insgesamt angreift und das auf dem Rücken einer Menschengruppe, die derzeit einen enormen gesellschaftlichen Backlash erlebt
00:25:58: Denn Lampta ist eben nicht irgendein Verband.
00:26:00: Lampta steht seit der Jungsarbeit für Angebote, die sich an queere junge Menschen richten für Beratung, Freizeitgestaltung, für gesellschaftliche Teilhabe, Interessenvertretungen und politische Bildung.
00:26:12: Und dass sie sich speziell an quere junge Leute richten und das es quere Jugendarbeit braucht – darüber wollen wir heute sprechen!
00:26:19: Aus jugendpolitischer Perspektive gibt es für queere Jugendarbeit mehrere gute Argumente.
00:26:23: Queere Jugenderbeit ermöglicht Zugehörigkeit, queere Jugendverbandsarbeit wiederum, ermöglichen Selbstorganisation und beides zusammen schafft... ideale Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe.
00:26:34: Man könnte jetzt aber sagen, naja, es ist doch heutzutage total normal nicht heterosexuell oder nicht cisgeschlechtlich zu sein.
00:26:41: Jetzt Spahn und Alice Weidel sind angeblich immer gute Beispiele dafür, dass das ja ganz normal sei auch in konservativen bis rechtsextremen Parteien.
00:26:52: Aber das ist ganz schön gefährlich, denn beide sagen von sich eben nicht queer zu sein.
00:26:57: Sondern nur homosexuell.
00:26:59: oder sie sagen um selbst dieses Wort zu vermeiden dass sie mit einer Frau und einem Mann zusammenleben also auch da wieder so abzuspalten von der Selbstbezeichnung Queer.
00:27:11: Das sagt eben auch ganz viel darüber aus dass es notwendig ist, genau dann darauf zu schauen.
00:27:16: Und genau das ist der Punkt!
00:27:17: Das Aufwachsen für queere Jugendliche ist immer noch mit ganz besonderen Herausforderungen verbunden weil es eben noch nicht normalisiert ist und auch eine Weile nicht normalisiert werden wird.
00:27:29: Und Jungt ist eine Lebensphase in der sich junge Menschen mit ihrer Identität, ihrer Sexualität ihren Beziehung und ihre gesellschaftlichen Rolle auseinandersetzen.
00:27:38: Das gilt für alle Jugendlichen.
00:27:40: Queere Jugendliche erleben möglicherweise Ablehnung, Unsichtbarkeit, Diskriminierung oder den Druck ihrer sexueller Orientierungen und geschlechtlicher Identität zu verbergen.
00:27:50: Dabei ist entscheidend nicht das Queer sein Problem, sondern die gesellschaftlichen Bedingungen unter denen Queere-Jugendliche aufwachsen.
00:27:58: Und Queere Jung dabei kann diesen Belastung etwas entgegensetzen in dem sie Anerkennung, Verlässigkeit und unterstützende Beziehungen ermöglicht.
00:28:06: Und leider ist nämlich auch ein Teil der Wahrheit, dass auch wenn Jugendarbeit sich selbst als offen für alle beschreibt es an vielen Stellen gar nicht ist.
00:28:13: In Jugendzentren, Jugendverbänden oder Freizeitangeboten können heteronormative Vorstellungen, Stereotype geschlechterrollen oder diskriminierende Sprüche dazu führen das queerejugendliche sich zurückziehen oder ihre Identität auch verbergen und querejugendarbeit bietet deshalb ganz spezifische Räume in denen junge Menschen nicht ständig erklären oder auch rechtfertigen müssen wer sie sind.
00:28:35: Wichtig an dieser Stelle zu sagen, das hört man ja auch immer wieder.
00:28:38: Das ist keine Abkehr von inklusiver Jugendarbeit sondern eine notwendige Ergänzung und zugleich bleibt die gesamte Kinder- und Jugendarbeit verpflichtet ihre Angebote diskriminierungssensibel zu gestalten.
00:28:49: Und da gibt es auch definitiv noch einiges zu tun.
00:28:53: Wer erlebt dass die eigene Identität infrage gestellt oder geabgewertet wird der kann an selbstvertrauen und gesellschaftlicher Zugehörigkeit verlieren oder noch schlimmer deshalb Nun eine kurze Content Note zum Thema Suizid, springt mal eine Minute vor wenn das Thema was mit euch macht.
00:29:10: Es gibt eine Studie aus Großbritannien die sagt von April-Zw.A.
00:29:14: bis März-Werzehnundzwanzig war jede sechste verstorbene Person unter achtzehn Jahren die durch Suizide ums Leben kamen Teil der LGBTQI Plus Community.
00:29:25: Insgesamt starben sechshundert sieben und vierzig Kinder und Jugendliche davon befanden sich hundert Sieben in der LGBTIQ-Plus-Community, darunter fortyzeig Transkinder und Jugendliche.
00:29:36: Und diese Zahlen sind schockierend!
00:29:38: Aber sie machen auch eines deutlich – queere Jungen dabei kann zwar die grundsätzliche Scheußigkeit der Welt nicht ausgleichen aber in queeren Jugendgruppen können junge Menschen erleben dass ihre Erfahrungen ernst genommen werden das sie nicht allein sind und dass sie gemeinsam etwas verändern können.
00:29:54: Allerdings sollte queere Jugendarbeit, und ich finde das sehr wichtig in diesem Diskurs nicht allein auf ihre präventive oder therapeutische Wirkung reduziert werden.
00:30:03: Wie immer bei Jugendverbänden
00:30:05: –
00:30:05: der Wert von queerer Jugendarbeit aber auch von queerajugend Verbandsarbeit besteht auch unabhängig davon ob junge Menschen besondere Belastungen
00:30:14: erfahren!
00:30:15: Natürlich kommen wir hier auch noch mal direkt mit der SGB VIII-Käule um die Ecke, um das einfach nochmal in einen größeren Kontext zu setzen.
00:30:21: Weil es geht eben auch um rechtliche Grundlagen – das ist kein bisschen extra oder das Sahnehäubchen!
00:30:26: § I, SGV VIII beschreibt das Recht auf Förderung der Entwicklung und Erziehung zu einer selbstbestimmten eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit.
00:30:35: § IX Absatz III im SGB VI betont die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebenslagen und Abbau von Benachteiligungen ausdrücklich auch hinsichtlich geschlechtlicher Identität.
00:30:46: Paragraph elf sagt, dass Jugendarbeit an den Interessen junger Menschen anknüpfen von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden und zur Selbstbestimmung befähigen soll – da ist sie wieder!
00:30:55: Und in Bezug auf die Jugendverbandsarbeit und den ganz besonderen Wert der Selbsteorganisationen sagt unser Lieblingsparagraf Paragraf zwölf SGB VIII das die eigenverantwortliche Tätigkeit der Jugendverbände- und Jugendgruppenunterwahrung ihres satzungsgemäßes Eigenlebens gefordert werden muss.
00:31:12: Naja, und damit sind wir genau an dem Punkt.
00:31:14: Natürlich gilt es dann verlammter als Jugendverband ganz besonders!
00:31:20: Und jetzt ist es immer so ein bisschen... also Ich finde das so spannend, Jendrik.
00:31:25: Weil für uns ist queere Jugendarbeit, wir können uns da sofort was darunter vorstellen weil wir damit auch unterwegs sind.
00:31:30: trotzdem bleibt bei mir manchmal das Gefühl dass sich viele Verantwortlichen in Politik und Gesellschaft sogar nicht richtig vorstellen können was mit queerer Jugendarbeit überhaupt gemeint ist Und deshalb haben wir jetzt einfach mal ein paar Beispiele vor euch mitgebracht.
00:31:43: Genau, und unser erstes Beispiel kommt aus Hessen.
00:31:46: Dort gibt es nämlich seit dem Jahrzehnten beim hessischen Jugendring eine Landesfachstelle für queere Jugendarbeit.
00:31:52: Sie unterstützt Haupt- und Ehrenamtliche mit Beratungen Qualifizierung Vernetzung Und sie hilft Trägern dabei eigene Angebote zu entwickeln.
00:32:00: Wir stellen euch auch einen Link für weitere Informationen natürlich in die Show Notes.
00:32:04: Besonders interessant ist das Projekt Queere Jugendliche im ländlichen Raum Denn ein queerer Jugendtreff in der nächsten Großstadt hilft nur begrenzt, wenn man dafür ziemlich lange unterwegs sein muss und abends kein Bus mehr zurückfährt.
00:32:15: Und das Projekt unterstützt deshalb seit dem Jahr die Aufbau von Jugendfreizeitangeboten in ländlichen Regionen.
00:32:22: Dazu gehören beispielsweise Queer durch die Pampaglandusa-Titel übrigens ins Schwalmstadt Coming Proud in Schlüchtern oder der Queertreff in Erbach.
00:32:30: Die beteiligten Träger bekommen außerdem Fortbildung, Vernetzung und auch Beratung dazu wie die Arbeit langfristig weitergehen kann.
00:32:38: In der aktuellen Förderphase von April, bis März, geht zusätzlich darum bestehende Strukturen queersensibler zu gestalten.
00:32:47: Und dafür ist unter anderem die hessische Jugendfeuerwehr als Partner dabei!
00:32:51: Unser zweiter Blick geht nach Bayern.
00:32:53: Dort unterstützt Queerstart junge Menschen dabei, queere Jugendgruppen aufzubauen besonders in ländlichen und strukturschwachen Regionen.
00:33:00: Das Projekt gehört zum Jugendnetzwerk Lambda-Bayern.
00:33:04: Also es gibt ja auch Landesverbände.
00:33:06: das ist auch gleichzeitig ein Mitgliedsverband im Bayerischen Jugendring.
00:33:09: Auch bestehende Gruppen können Unterstützung bekommen.
00:33:11: die Beratung ist kostenlos vertraulich und unverbindlich.
00:33:15: Und übrigens der Geschäftsführer von Lambda-bayern kommt aus der evangelischen Jugend Patrick Wolff.
00:33:22: Liebe Grüße!
00:33:23: Die Idee dahinter hinter Queerstaat lässt sich an einer ganz einfachen Situation erklären, junge Menschen möchten vor Ort was starten wissen aber noch nicht wie sie an Räume kommen wie Sie mitstreitende finden oder ihr Angebot organisieren.
00:33:35: Queerstart bietet dafür Begleitung und Vernetzung.
00:33:37: das Interessante daran ist für uns die Unterstützung der Selbstorganisation.
00:33:41: Junge Menschen haben Ideen sie gestalten ihre Angebote selbst Kriegen aber durch dieses Projekt, durch das Programm auch den Rückhalt, den sie dafür brauchen und können sich einfach auch bei Fragen, bei Problemen an jemandem wenden der es sich damit auskennt.
00:33:54: Unser drittes Beispiel kommt aus Nordrhein-Westfalen.
00:33:56: die Fachstelle Quere Jungend NRW besteht seit Zweiterundvierzehn und wird vom QUEREN Netzwerk NRW getragen.
00:34:02: Sie unterstützt den Aufbau und die Weiterentwicklung Querer Jungdangebote qualifiziert Fachkräfte und Ehrenamtliche und berät beispielsweise zu Schutzkonzepten oder Beteiligungen.
00:34:13: Wer als Kommune oder Träger einen neuen Treff aufbauen möchte, kann sich dort auch zur Konzeption und Förderung beraten lassen.
00:34:19: Und bereits ein regelmäßiges Angebot innerhalb eines bestehenden Jugendzentrums kann ein sinnvoller Einstieg da zu sein.
00:34:26: Spannend ist an dieser Stelle auch die Verbindung mit dem Jugendnetzwerk Quere-Jugend NRW, dort vernetzen sich junge Ehrenamtliche bis dreißig Jahre.
00:34:33: Es gibt Vernetzungstreffen, Fortbildung und auch eine Quere Juleiker.
00:34:37: Außerdem wird jährlich ein Jugendbeirat gewählt der die Fachstelle begleitet und die Perspektive perspektiven junger ehrenamtlicher einbringt.
00:34:44: Und das ist für uns auch ein wichtiger Punkt.
00:34:46: Junge Queers gestalten die Entwicklung der Arbeit mit und vertreten ihre eigenen Anliegen.
00:34:55: Und jetzt wird es Zeit, über Lambda und vor allem Mitlampter zu sprechen.
00:34:58: Nämlich mit Theodor Marx!
00:35:00: Theodor ist seit im Vorstand von Lambda und wir freuen uns sehr dass Theodor heute bei uns zum Interview zu Gast ist denn in Theodos Ehrenamt ist gerade die Hölle los.
00:35:10: das kann man glaube ich ziemlich zurecht so sagen.
00:35:16: Herzlich Willkommen bei Berufsjugendlicht Theodor.
00:35:18: Hallo
00:35:20: Viele unserer Hörer in Kent-Lamptar ja spätestens seitdem bekannt wurde, dass das Bundesjugendministerium Euroförderung ab im Jahr und sieben zwanzig einstellen wird.
00:35:27: Aber bevor wir darauf jetzt genauer eingehen vielleicht erstmal grundsätzlich was ist eigentlich Lamptar?
00:35:31: Und was macht ihr als Jugendverband?
00:35:35: wie seid ihr vor allem aufgebaut?
00:35:37: Wir sind der größte Quere-Jugendverband in Deutschland und wurden nineteen neunzehnt neunzig gegründet von jungen Menschen.
00:35:48: Ja, das ist auch so das wichtigste Merkmal in unserem Aufbau.
00:35:52: Dass wir eine Selbstorganisation junger, queerer Menschen sind und es ist ganz relevant jetzt dass wir als Bundesverband vom Bundesjugendministerium gefördert wurden.
00:36:06: Es gibt noch die einzelnen Landesverbände mit denen wir in engen Kontakt stehen Und uns immer wieder abstimmen sehr viel eigenständig und über die Länder machen.
00:36:19: Und als Jugendverband sind wir eben einerseits in der Community-Arbeit unterwegs, dass wir für die Jungen Queers direkt da sind.
00:36:28: aber wir machen auch ganz viele politische Arbeit, schreiben Stellungnahmen, reden mit Politikerinnen und setzen uns dafür ein, dass junge kühle Menschen auch gehört werden.
00:36:42: Jeder hat ja so eine andere Geschichte, wie er sie zum Jugendverband kommt.
00:36:49: Also Jendrik bei dir war es Freizeit?
00:36:52: Du warst bei der Freizei dabei?
00:36:54: Bei mir war's auch... Ich bin durch den Zeltlager in die Jugendverbandsarbeit gekommen!
00:36:57: Wie bist du denn zu lang da gekommen?
00:36:58: und wie kommen andere junge Menschen zu Lang
00:37:00: da?!
00:37:01: Bei mir wärs tatsächlich gar nicht mal so unähnlich über euch.
00:37:04: ich bin damals über eine Gruppenfahrt zum Thema Journalismus auf Lambda gestoßen und eben dann erst mal beim Vereinsmagazin hängen geblieben.
00:37:19: Und viele Leute kommen auch zu Lambda über unsere Veranstaltung tatsächlich, sowohl online als auch offline.
00:37:27: Und was mittlerweile ein sehr großer Punkt ist natürlich Social Media.
00:37:31: also unsere verschiedenen Social Media Kanäle sind ein ganz wichtiger erster Kontaktpunkt zu unserer Arbeit.
00:37:39: Ganz besonders ist aus unserer Sicht euer Lambda Space als Angebot von digitaler queerer Jugendarbeit.
00:37:45: Was ist das genau und wo setzt ihr da
00:37:48: an?
00:37:48: Lambda Space ist sozusagen ein digitales Jugendzentrum, es gibt ja gerade sehr viel Debatten über die Gefahren von Social Media für junge Menschen und diese sind eben aus unserer und eigentlich auch allgemeiner wissenschaftlicher Sicht vor allem dadurch getrieben.
00:38:04: Das ist diese ganzen kommerziellen Wünschen in kommerziellen Interessen hinter solchen Medienplattformen gibt.
00:38:12: Und Landerspace soll eben etwas dagegen setzen und als eine gemeinnützige Plattform, wo wir uns darauf ausrichten können was Jugendliche und in unserem Fall im Falle auch Quere-Jugendliche wirklich brauchen um sich digital zu vernetzen.
00:38:29: das ist natürlich sehr relevantes vor allem in ländlichen Regionen wo es zum Beispiel kein Jugendzentrum um die Ecke gibt.
00:38:36: Ja, ich finde es ist ein total tolles Angebot.
00:38:39: Wir sprechen ja hier im Podcast auch immer wieder darüber wie schwer sich auch manchmal Jugendverbandarbeit und Jugendarbeit mit digitalen Räumen tut und das so gegeneinander ausgespielt wird.
00:38:49: Andererseits gibt's auch tolle Angebote der digitalen Sozialarbeit dem Internet und also da passiert schon irgendwie was.
00:38:57: aber ich find' es mit den Spaces kommt so viel zusammen was ich richtig gut finde und ihr habt auch glaube ich schon mehrere tausend Mitglieder, habe ich das richtig gelesen?
00:39:06: oder Personen die das nutzen?
00:39:08: Genau.
00:39:08: Also es ist eine steigende Zahl, ziemlich kontinuierlich und genau.
00:39:14: wir sind jetzt auf jeden Fall über zweithausen zumindest so weit ich weiß und ja sind auch immer wieder daran um arbeiten unsere Reichweite natürlich zu erhöhen sollte Ja auch darauf aufmerksam zu machen dass diese Plattform immer noch zumindest gibt?
00:39:32: Ja genau, darüber sollten wir dann jetzt auch sprechen.
00:39:34: Das immer noch ist nämlich ganz schön entscheidend!
00:39:37: Wir haben es vorhin erwähnt.
00:39:39: Eure Rahmenvereinbarung mit dem BMB FSFJ wurde von deren Seite aus aufgekündigt und wir haben gerade schon ein bisschen im Podcast erklärt was ist eigentlich in der Rahmenvereinsbarung?
00:39:49: Was ist der Kinder- und Jugendplan des Bundes
00:39:51: usw.,
00:39:52: dass diese Rahmenvereinstellungen aufgekündig wurden?
00:39:55: Wurde im Sommer bekannt?
00:39:57: Ja, wie lief das dann ab?
00:39:58: Wie habt ihr davon erfahren und was ging dir denn dabei als Vorstandsmitglied durch den Kopf.
00:40:03: Das ist eine krasse Nachricht!
00:40:04: Äh
00:40:05: ja also wir haben das Ende Juni erfahren und dass es natürlich besonders geschickt auf eine gewisse Art meisterseits ganz direkt vor dem Ende der Frist wäre.
00:40:19: Das heißt, wir hatten uns alle nicht mehr erwartet, dass da noch irgendwas kommt.
00:40:22: Wir hatten das grundsätzlich nicht erwartet.
00:40:23: die Förderung Das war über dreißig Jahre lang schrabil gegeben.
00:40:32: Als ich das mitbekommen habe, habe ich es erst mal gar nicht richtig realisiert.
00:40:39: Es wurde angerufen von unserer Geschäftsstände und dann haben wir sehr schnell in einem Videokoll zusammengefunden.
00:40:51: Ich habe irgendwie auf einer Ebene mitbekommen, was gerade passiert.
00:40:54: Und es war auf der anderen Ebene ja okay.
00:40:56: Das kann doch gar nicht sein, weil wir so stark eben auch normalen Teil unseres Jahres sehen zu planen und mit dieser Förderung auch zu planern.
00:41:14: Es war erstmal einfach eine grundlegende Verunsicherung, die sich dann natürlich breit gemacht hat bei uns an.
00:41:20: Welche Auswirkungen hat das denn dann jetzt?
00:41:22: Also schließt eure Geschäftsstelle zum ein.
00:41:23: dreißigund zwölften werden Jugendorte geschlossen und Personal gekündigt.
00:41:27: Und vielleicht sogar die wichtigste Frage, welche Auswirkung hat das jetzt auf junge Menschen?
00:41:32: Zum Glück weil wir auch so viel Unterstützung bekommen haben und soviel Solidarität muss unsere Geschäftsstellen nicht direkt zum Ende des Jahres schließen.
00:41:44: aber es ist ungewiss wie lange wir weitermachen können.
00:41:48: Der allergrößte Teil unseres Personals, ja den mussten wir kündigen und die haben zum Glück auch schon größtenteils eben sich danach neu orientieren können.
00:42:02: Und das heißt aber halt auch dass ein großer Teil unsers Angebot zwar eben dann von denen getragen würde jetzt nicht mehr so weitergehen kann dass wir unsere Beratungsangebote einstellen müssen.
00:42:19: Dass wir nicht wissen, ob wir mit Landerspace weitermachen können und dass wir eben auch in den Jahr- und-Zwischen voraussichtlich keine Veranstaltungen anbieten können.
00:42:31: Und glücklicherweise sind die Jugendorte größtenteils von oder alle von den Landesverbänden getragen, häufig auch noch über unabhängige Förderungen verfügen, aber das gilt eben nicht für alle Landesverbände und könnte auf lange Sicht eben auch für diese schwierig werden.
00:42:53: Und es ist für junge Menschen natürlich eine ganz kritische Sache für junge, queere Menschen, vor allem sie an uns wenden würden normalerweise mit ihren Problemen die Beratung bekommen könnten oder die auch einfach Community zeigen, wie wir Joy erleben könnten und dass einfach dadurch nicht mehr haben diese Möglichkeiten nicht mehr.
00:43:19: Und eben das kritischste ist der Wegfall der Beratung weil das teilweise einfach Fälle sind die anderswo nicht aufgefallen werden können unbedingt weil die Expertise nicht so schnell aufgebaut werden kann und ja die im Server zu einfach ganz blöd ausgehen können.
00:43:38: Ich erinnere mich, als ich das gelesen habe auf Instagram habt ihr ein Video gemacht und davon berichtet dass euch dieser Rahmenvertrag erkündigt wurde.
00:43:49: Da war es ein bisschen nebulös von außen.
00:43:52: Was ist denn das Argument?
00:43:53: Wie kann einfach so eine Rahmenvereinbarung aufgekündigt werden und ihr habt dann aber erst vor ein paar Wochen bekanntgegeben, was das Argument der Kündigung seit des Ministeriums war.
00:44:03: Nämlich, ich zitiere da dass die belange geschlechtlicher und sexueller Vielfalt mittlerweile in der Breite der Jugendverbände verankert sein.
00:44:12: Der krieg' ich natürlich gleich so n bisschen Puls, weil ich so denke okay also... Das ist kein Argument, das ist das Einig.
00:44:19: erlauben wir hier mal eine Analyse oder eine Bewertung.
00:44:23: Weil also nur weil etwas egal was angeblich bei allen angekommen sei heißt es nicht dass Verbände nicht ein eigenes Profil haben dürfen.
00:44:31: ich finde das ist ja für andere Themen ganz genauso.
00:44:34: und wenn ich mir so überlege Also Ich komme aus einem Jugendverband die regelmäßigen Hörerinnen wissen das der katholisch ist, aber der ein sehr queerer katholischer Jugendverband ist.
00:44:46: Die Katholische Junge Gemeinde ist... Liebe Grüße an alle da draußen!
00:44:50: Ein sehr queerer Verband.
00:44:51: ich hatte meine eigene Queereidentität nicht entdeckt ohne das was ich dort erlebt habe und ich weiß aber trotzdem gleichzeitig dass es ganz viele Jugendverbände gibt bei denen nach außen von Offenheit gesprochen wird und davon dass es angeblich ganz tief bei ihnen verankert sei dann in der Praxis vor allen Dingen auch ganz anders aussieht.
00:45:13: Und Jendrik, bei dir ist es ja auch so ein schmaler Grad vor allem den konfessionellen Verbänden?
00:45:20: Ja, also die konfessionellen Verbände werden jetzt vielleicht nicht als erstes mit Query-Jugendarbeit verbunden.
00:45:25: Wir haben schon einige Angebote und da hat sich in den letzten Jahren auch echt eine Menge der positiv getan.
00:45:29: Das kommt wirklich darauf an, in welchen Ort Zoomst du rein?
00:45:33: Da gibt es Orte, die sind total aktiv und stehen mittlerweile auch dafür andere nicht.
00:45:36: im CVM ist das sicherlich an der einen oder anderen Stelle noch mal sehr abenteuerlich.
00:45:40: Da entwickeln wir uns langsam ein Weg.
00:45:44: aber auch da wenn nur ein Ort weitergeht kann schon wieder ganz anders sein angekommen an der Stelle sehen.
00:45:52: Ich wünschte es wäre
00:45:53: so.".
00:45:54: Ja, ich fand's ja total spannend hier, als ihr das bekannt gegeben habt, dass die Raumvereinbarung aufgekündigt wurde, hab' ich mein inneren Radar angestellt um zu gucken welche Jugendverbände reagieren denn da jetzt als erstes drauf?
00:46:07: Sind's die üblichen Verdächtigen, die Arbeiterinnen-Jugendverbände und so... Total überrascht positiv, wie schnell die helfenden Verbände da draufgegangen sind.
00:46:17: THW-Jugend, Feuerwehrjugend – weil in diesem ganzen jugendpolitischen Diskurs, in dem wir uns gerade befinden, ja diese auch häufig gegeneinander ausgespielt werden?
00:46:25: Das sind die einen, das sind die guten Verbände und da sind die nicht so guten Verbänden!
00:46:31: Ganz schön krasse für Solidarität unter Jugendverbänden, aber auch insgesamt sich da ergeben hat.
00:46:35: Wie nimmst du denn die Solidaritäts der anderen Jugendverbände in dieser Sache wahr?
00:46:39: Seid ihr da irgendwie im Austausch miteinander?
00:46:43: Ich nehme eine extrem große Solidarität war eben vor allem der anderen Jugendverbände und wir sind ja sehr viel in Kontakt über den deutschen Bundesjugendring Und es sind auch sehr viele der Verbände, die eben darin organisiert sind.
00:47:02: Die uns auch sehr aktiv unterstützen und das weiterverbreiten.
00:47:07: Ich kann mir auch vorstellen dass es einfach ist weil Lambda eben als queere Jugendverband nicht einfach ja ersetzbar wäre und austauschbar ist sondern weil wir eine recht eigene Position haben uns alle auch ganz toll zu sehen, dass wir da eben nicht alleine gelassen werden.
00:47:33: Sondern das oder irgendwie dann, dass irgendjemand denkt jetzt daraus irgendeiner Form von Kapital schlagen zu können, sondern dass wir ja alle zusammenstehen und zusammenhalten als Jugendverbände.
00:47:44: Aber was habt ihr denn so über dieses Argument?
00:47:46: Also das Argument klingt in meinen Ohren so absurd!
00:47:49: Wie habt ihr es denn diskutiert innerhalb des Vorstands?
00:47:54: Also für kann das auch nur Kopfschütteln auslösen.
00:47:58: Wir haben bis jetzt noch kein wirkliches Kriterium und sinnvolles Argument mitgeteilt bekommen, was uns irgendwie unsere Kündigung erklärt.
00:48:07: Und vor allem ist es ja kein wirklicher Argument weil zwar selbst wenn es eine breite Verankert wäre immer noch unserer spezialisierte Expertise bräuchte um eben zum Beispiel verwenden die sich wie dem CVJM die sich weiter öffnen wollen überhaupt die zur Verfügung zu stellen, auch unterstützen zu können und beides eben auch einen Unterschied macht.
00:48:33: Ob man jetzt in einem Sportverein ist und da ist es okay dass man queer ist und akzeptiert oder ob man wirklich in einem Verbandes, wo man ganz spezifisch eine Gemeinschaft finde von Leuten, die vielleicht wirklich ganz ähnliche Erfahrungen haben.
00:48:48: Und keiner sagt, wem haben wir mal selber?
00:48:51: Bin ich ein ganz, ganz wichtigen Punkt.
00:48:52: Dass es genau darauf ankommt auch diese Unterstützung entsprechend weiterzugeben.
00:48:56: Irgendwer muss das ja machen.
00:48:58: Ihr erfahrt vieles oder viel Solidarität im Internet und auch in einem Teil des politischen Spektrums im Bundestag.
00:49:05: jetzt gab's den schrecklichen Anschlag auf den CSD in Berlin in diesem Jahr.
00:49:08: der kam mitten in eure Kampagne zur Rettung von Lambda Und dann hat die Debatte um die Kürzung nochmal so eine besondere Dynamik gewonnen.
00:49:17: Die Frage wie wird denn jetzt eigentlich weitergehen?
00:49:19: Wie kann man euch vor allem unterstützen?
00:49:21: Ja, das war jetzt natürlich auch durch den Anschlag.
00:49:25: Er hat es einfach noch mal gezeigt wie ironisch dieses Argument eigentlich ist dass wir jetzt sagen jetzt ganz takativ gesagt ja gar kein Problem mehr in dem Bereich hätten.
00:49:37: und Es ist natürlich auch etwas wo wir hoffen dass das auch vielleicht nochmal Leute und auch von Abgeordneten dazu darüber nachzudenken Wie sinnvoll diese Kündigung ist weil auch in dem Fall tatsächlich noch nicht alles irgendwie verloren ist.
00:49:53: Es sind aktuell die Haushaltsverhandlungen und die Haushaltsausschüsse, die eben sich nochmal mit den Entwürfen beschäftigen.
00:50:04: Und es gibt noch die Möglichkeit, dass das Parlament die Kündigung einfach zurücknimmt, sich dagegen entscheidet, indem die Förderung verankert wird auf jeden Fall für das nächste Jahr.
00:50:20: Und da ist es jetzt natürlich wichtig, dass auch die Abgeordneten darauf hingewiesen werden, dass das ein Thema ist vor allem natürlich, die in diesen spezifischen Ausschüssen sitzen aber allgemein auch wenn irgendwelche sagen so die zum Beispiel die lokalen Abgeordneten hat, die auch alle nochmal Verbindungen haben einfach grundsätzlich die auch auf den Themen aufmerksam zu machen, da eben die anzuschreiben oder anzusprechen wenn es irgendwelche Spechtstanden gibt und ja allgemein noch dafür mitzukämpfen dass die Rahmenvereinbarung zurückkommt.
00:51:04: Und sonst gibt natürlich alles, was auch schon die gesamte Zeit während unserer Kampagne an Arbeit gehört.
00:51:09: Es hilft uns wenn Leute bei uns Mitglied oder sogar Fördermitglied werden, es hilft uns natürlich auch jede Form von Unterstützung, die uns hilft unabhängiger zu werden.
00:51:20: Wir haben eine Stiftung kürzlich gegründet eben um im Zukunft nicht mehr von solchen Sachen so stark abhängig zu sein.
00:51:28: und ja Grundsätzlich einfach Aufmerksamkeit weiterhin auf das Thema lenken ist natürlich wichtig für uns.
00:51:36: Ja, wir versuchen es auf jeden Fall mit dieser Folge und werden das auch weiterhin tun.
00:51:41: Liebe Hörerinnen ich bin fördermitlieb geworden bei Lambda ziemlich direkt danach weil das ist was man sich gut leisten kann und da geht's wirklich um Solidarität unter Jugendverbandlerinnen und Solidaritäten auch, finde ich.
00:51:54: Und erqueeren aber auch unternichtqueeren Menschen.
00:51:57: Das spricht diese ganze Angelegenheit, möchte ich ehrlich sagen das macht mich so sprachlos und wütend gemacht.
00:52:05: Ich bin richtig froh und ich find's richtig toll wie strategisch ihr da vorgeht.
00:52:09: Das ist wirklich bei mir nicht sicher, sorry an alle anderen, wir sind nicht sicher ob andere Jugendverbände das so gut, so strategisch und so gefasst mit so einem Witz hingekriegt hätten.
00:52:21: Also da habe ich... Ich hab ja viel auch selber noch mal von euch gelernt, das hat vielen Dank.
00:52:26: Danke dass ich bei euch förder Mitglied sein darf und ich lese die Out!
00:52:29: Das ist ein ganz tolles Magazin kann ich sowieso allen empfehlen.
00:52:32: Vielen dank Theodor, dass du hier im Interview warst und bis bald.
00:52:37: Vielen Dank, dass ich hier sein konnte.
00:52:41: Jendrik, ich bin Total froh, dass Theodor hier gerade zu Gast war bei uns im Interview.
00:52:47: Und ja wir gehen viele Dinge durch den Kopf!
00:52:49: Wir versuchen auch die Interviews nicht so lange werden zu lassen und wir wissen auch an der einen oder anderen Stelle müssen wir was weglassen.
00:52:55: aber... Was ging dir denn dabei durch den kopf?
00:52:58: Woran hast du so
00:52:58: gedacht?!
00:52:59: Ja, Theodor hat ja den CFLM zum Beispiel auch als Beispiel genommen.
00:53:02: Also wer berät denn eigentlich andere Verbände wenn sie sich in Bereich queerer Jugendarbeit etwas mehr öffnen wollen?
00:53:09: Da gibt es doch einige die auf dem Weg sind und meinen eigenen Verband.
00:53:12: Wer ist denn da, wenn solche Jugendverbände irgendwann keine Finanzierung mehr bekommen und dadurch Arbeit einstellen müssen oder durch Ressourcen verloren gehen?
00:53:19: Auch wenn Sie vielleicht nicht vollkommen verschwinden dann verlieren Sie ganz viel an Power!
00:53:24: Und wer ist dann da und berät diese Jugendverbinde?
00:53:26: was passiert damit der Arbeit?
00:53:28: dran hängen geblieben, ganz unabhängig davon.
00:53:30: Dass ich es einfach total spannend fand seine Sichtweise wie er das Ganze erlebt hat auch wie sie die Kürzungen mitbekommen haben, wie das auch kommuniziert oder wir fast schon sagen nichts gut kommuniziert wurde also eher nicht kommuniziert wurden und wie kämpferisch sich Lamptar und Tildor an dieser Stelle aber trotzdem zeigt und wie sachlich abgeklärt?
00:53:50: Ja ich fand's gerade noch mal so einen spannenden Punkt auch zu sagen naja also nur weil ein Jugendverband zum Beispiel queere Jugendarbeit oder einen queerpolitischen Schwerpunkt hat.
00:54:00: Das gibt es immer wieder, eine Meinverband ist so ein Strang der da mitgezogen wird heißt das ja noch lange nicht dass das ein Safer Space tatsächlich für queere junge Menschen ist.
00:54:13: also auch da glaube ich müssen wir selber in dieser ganze Struktur sehr realistisch und selbstkritisch sein.
00:54:19: übrigens gilt nicht nur für die jungen Verbandsarbeit das ist genauso bei Jugendzentren Türen, da braucht man sehr viel Sensibilität und auch ein gutes Konzept um das zu sicheren Orten für junge queere Menschen zu machen.
00:54:35: Und es bedeutet übrigens auch, also da gibt's auch das eine oder andere Beispiel, dass man einen Jugendtreff mal einen Nachmittag für nicht-queere junge Menschen schließt!
00:54:45: Und sagt, das ist jetzt hier gerade ein Ort.
00:54:47: Da geht es um eine besondere Gruppe.
00:54:49: Dann wird wieder das Geschrei groß mit Ausschluss diesdoss.
00:54:52: Aber ich glaube, dass ist wichtig, dass man sich da auch selbst als Träger und als Fachkraft kritisch drauf befragt.
00:54:59: Und da gibt's grade ganz aktuell eine Podcast-Folge von der Deutschen Fahrtfinderinenschaft St.
00:55:04: Georg, der DPSG.
00:55:06: Dieb Fadis kennt ja jeder haben wir schon mal dazu gesprochen.
00:55:09: Die haben jetzt eine Podcast-Folge gemacht bei Knoten im Ohr zum Thema Queer und Fahrtfinder in.
00:55:16: Wie passt das zusammen?
00:55:18: Weil es auch immer wieder die Frage ist, wie bestimmte Verbandsrealitäten oder Verbandsidentitäten... Also Zusammenpassen sage ich jetzt wirklich mache diese Anführungsstriche in die Luft gerade weil ich das immer schwierig finde.
00:55:32: aber das hat natürlich auch was damit zu tun, wie sich ein Verband selbst versteht.
00:55:35: aus dem konfessionellen Bereich würde ich sagen Ist das richtig schwierig.
00:55:39: Ja, an vielen Stellen.
00:55:41: Aber was ist mit der Jugendfeuerwehr?
00:55:44: THW-Jugend Blaulichtverwände wo ihr auch ein bestimmtes Männlichkeitsbild zum Beispiel vorherrscht.
00:55:48: Also ich glaube das muss man so ein bisschen mittenken und da haben wir alle noch sehr viel zu lernen.
00:55:55: aber Lambda ist eben nicht nur dazu da um uns etwas beizubringen Die haben auch das Recht einfach so zu existieren ohne dass sie uns was beibringen
00:56:02: Teil sehr viel davon und denkt dann immer wieder an den eigenen Verband.
00:56:06: Wir machen ganz viel zum Thema queere Jugendarbeit und viele Themen, aber wenn es dann darum geht wollen wir uns eigentlich beim CSD-Beteiligen mitgehen.
00:56:12: Ja da müssen wir nochmal gucken!
00:56:13: Da müssen wir noch mal überlegen ne?
00:56:15: An der Stelle also... Wir haben doch noch viel zu tun.
00:56:18: Ja das kann meinem Verband nicht passieren, er ist als allererstes vorne dabei, wenn es darum
00:56:22: geht
00:56:22: beim CSDD mitzulaufen.
00:56:24: Kommt
00:56:24: immer auf die Region auch wieder an ne?
00:56:25: Das wäre jetzt nicht pauschal alles.
00:56:26: Nein ich wollte... Aber ihr seht nach dem Bodenseinsooms genau
00:56:29: Ich wollte auch nicht die evangelische Jugend an den Pranger stellen.
00:56:32: Die KJG hat das einfach ... Da war ich gerade raus aus dem Ehrenamt, also vor zwölf, dreizehn Jahren fingen die Ahnen auf dem CSC in Stuttgart mit zu laufen und ich fand es total krass!
00:56:44: Sportjugend macht das ja auch in Teilen schon.
00:56:46: Also da passiert viel und trotzdem sind wir dann noch auf einem Weg.
00:56:50: Mich macht diese ganze Angelegenheit, ich habe es gerade schon im Interview gesagt wirklich sauer und sie schockiert mich auch ein Stück weit.
00:56:58: Und dann gehe ich wieder zurück auf eine analytische Ebene und frage warum sollte man so etwas tun?
00:57:06: Warum sollte ein Bundesministerium einem queeren Jugendverband die Rahmenvereinbarung sozusagen unter dem Hintern wegziehen?
00:57:17: Und jetzt haben wir seit des Ministeriums von Karin Prien übernommen wurde, ja schon mehrfach so.
00:57:24: Nachrichten gehört mit.
00:57:26: Genau es gibt kein Referat mehr irgendwie für Queeres und Gender.
00:57:31: und genauso die Fragen, die im Bundestag immer wieder auftauchen, mir darf die Regenbogenfahne gehisst werden oder nicht?
00:57:38: Also man erlebt das da schon sowas drinsteckt.
00:57:43: Und trotzdem denke ich mir, da muss man doch wenigstens der Argumentation bereithalten.
00:57:46: Mir Jentry ging es gerade so, dass ich dachte okay... Das ist ja diesen Satz den ich zitiert habe, der stammt aus dem Brief der Parlamentarischen Staatssekretärin.
00:57:56: Wenn Theodor jetzt sagt, ne?
00:57:57: Da kam mit sonst auch nichts weiteres, denk' ich mir!
00:57:59: Das empfinde ich schon als ganz schön willkürlich.
00:58:02: also Willkür ist das eine.
00:58:05: Das andere ist- Ich hab die gesetzlichen Grundlagen grade genannt.
00:58:08: Also Entschuldigungen Es ist so obviel.
00:58:11: Dann auch die Sache, dass doch andere Jugendverbände schon queere Jugendarbeit machen.
00:58:15: Weil sie sagen Angelegenheit nicht verstanden?
00:58:17: Jetzt gehe ich aber noch mal aufs Strategische zurück!
00:58:20: Das ist gar nicht so dumm von seit des Ministeriums ausgerechnet Lambda als allererstem Jugendverband im Kinder- und Jugendplan das Bundes diese Förderung zu entziehen.
00:58:36: Ich halte es für ein Testballon.
00:58:38: Lambda ist ein relativ junger Verband.
00:58:40: Also, ne?
00:58:42: Das ist noch gar nicht so lange her.
00:58:44: Das ist das eine.
00:58:45: Kann man erst mal sagen naja die haben ja nicht so eine gewachsende Verbandstradition.
00:58:49: Zweitens, die haben nicht wie andere Verbände in der erwachsenen Struktur im Hintergrund also wie die helfenden Verbände, wie die konfessionellen Verbände.
00:58:57: Also da sind einfach nochmal...die sind dadurch vulnerabler, angreifbarer.
00:59:01: sicher auch was die Mitgliederzahl angeht.
00:59:03: aber die Mitgliedezahl ist nachher nicht das Entscheidende für die Rahmenvereinbarung.
00:59:08: und natürlich auch zu gucken, naja wer solidarisiert sich dann nachher mit einem queeren Jugendverband?
00:59:13: Und ich glaube das ist ein cleverer Testballon.
00:59:15: Ich will keine Bösartigkeit unterstellen.
00:59:17: Darum geht es mir nicht mehr.
00:59:18: Geht's darum zu überlegen wie kann man sowas diskursiv auch aufziehen?
00:59:21: Na ja!
00:59:22: Wer wird denn nachher aufstehen wenn wir diesem Verband sogenannte Minderheit, marginalisierte Menschengruppe und dann auch noch Queerness in Zeiten massiver Rollbacks.
00:59:35: Und Gewalt gegen queere Menschen wo man gerade noch hinguckt wer steht da auf?
00:59:40: Ich habe darauf gewartet Jendrik.
00:59:41: ich hab diesen Post gesehen und dachte okay wer meldet sich?
00:59:47: Es war wirklich krass.
00:59:49: es waren
00:59:50: durch
00:59:51: die Bank fast alle Jugendverbände und die von denen ich es ein wenig erwartet hatte eine Referenz zu unserer letzten Folge Die THW-Jugend, die Feuerwehrjugend.
01:00:01: Also wo ich gerade sagte da geht es auch um Männlichkeitsbilder und bestimmte Strukturen und Traditionen.
01:00:07: Die haben sich alle hoch solidarisch erklärt.
01:00:10: Mr.
01:00:10: Theodor ja auch gerade gesagt, da gibt's einen Austausch!
01:00:13: Und das ist fürs Ministerium dann wieder interessant zu gucken.
01:00:16: Aha wer solidarisiert sich?
01:00:18: Es gibt jetzt auch ein Brief grade, ich glaube da haben zweihundert Wissenschaftlerinnen unterschrieben und fordern dass diese Rahmenvereinbarung wieder aufgenommen wird.
01:00:26: Das ist für so ein Ministerium und auch für die politische Führung total interessant, da hinzugucken.
01:00:32: Wer spielt damit?
01:00:33: Wer solidarisiert sich?
01:00:34: Wer macht es nicht?
01:00:35: Weil ja immer wieder wir gegeneinander ausgespielt werden.
01:00:39: Jedes Mal wenn wir darüber reden wie unsere Förderungen gesprochen wird, wie die Förderung von Jugendarbeit gesprochen wird kann man locker irgendein Interview mit Karin Prien der Bundesjugendministerin zitieren und sie sagen naja diese sind aber die besseren und das sind die die vor Ort sind!
01:00:53: Sorry Lampta ist auch vor Ort.
01:00:56: Ich möchte nur an den CSD-Anschlag noch mal erinnern.
01:00:59: Hier, kurze Content Note!
01:01:01: Ich fand das wirklich ... ich war sauer.
01:01:05: Ich war total sauer als ich am Tag nach dem Anschlag bei der Gedenkfeier in der Marienkirche in der Spandauer Straße in Berlin war.
01:01:13: Da war der Innenminister Alexander Dobrindt, da war Karin Prinn als Bundesjugendministerin und da war der Bundeskanzler.
01:01:20: Und nach dieser Gedenkkfeier stellt er sich vorderhin.
01:01:23: Da waren heulende Menschen in Bern.
01:01:24: Ich habe geweint, mit mir macht das was!
01:01:27: Und dann sagt Friedrich Merz Ja wir stehen fest an der Seite der queeren Community Sie können sich auf uns verlassen.
01:01:36: und ich dachte ein paar Wochen vorher ist etwas ganz anderes passiert und jetzt im Oktober will niemand mehr was gehört haben von diesen Worten.
01:01:45: Also das ist wirklich, ich finde es hat eine Brutalität nicht nur für Kinder und Jugendliche.
01:01:49: Für die sogenannte queere Community weil über diesen Begriff kann man auch, finde ich noch mal sehr differenziert diskutieren.
01:01:55: Ich empfinde mich nicht als Teil einer großen Community.
01:01:59: Das sind verschiedene Ausprägungen je nachdem wo man lebt und wie man leibt.
01:02:03: aber ich finde Wirklich krass und ich hoffe, dass das was Theodor auch angekündigt hat.
01:02:10: Dass innerhalb der Haushaltsverhandlungen in den Ausschüssen durch den Druck, der da aufgebaut wird... Sorry, die letzte Messe gesungen ist!
01:02:20: Das wäre wirklich der Beginn davon wie der KJP Kinder- und Jugendplan des Bundes und vor allem die Verbandsförderung weiter ausgehöhlt werden wird.
01:02:30: Bin gespannt, wer der nächste Verband wäre, der dann dran wäre?
01:02:33: Auf Landesebene werden die Falken überall angeschossen – ich will nicht unken!
01:02:37: Aber im Zweifelsfall kommt aus dem Arbeiterinnenjugend und das können wir nicht
01:02:44: zulassen.".
01:02:45: Wir haben euch zu all dem, was wir jetzt so unserem Schwerpunkt-Thema heute gesagt haben und natürlich auch zu allen anderen Themen wieder ganz viele Links in die Show Notes gepackt.
01:02:52: Also schaut gerne drauf den Link findet ihr und dann kommt ihr zu den gesammelten Show Notes und könnt da nochmal Sachen im Detail nachlesen!
01:03:09: Wir kommen zu unserem jungenpolitischen Ticker und ihr habt uns in unseren WhatsApp Channel, den ihr auch noch mal in der Show Notes findet durchgegeben welche Themen euch im Ticker dieser Folge interessieren würden.
01:03:20: Und eine Rückmeldung und vielleicht weniger ein Themenwunsch ist, dass die neuen Förderrichtlinien für Demokratie leben bei diesem Hörer aus einer Partnerschaft für Demokraties für Erleichterungen gesorgt hat.
01:03:31: Er sagt, aus Vielfalt wird Pluralismus, Förderhöhe bleibt gleich, befürchtet wurde eine Verschlechterung.
01:03:36: Wir schulen euch auch noch eine exklusive Demokratie-Lebenfolge – wir wissen das!
01:03:39: Wir warten allerdings gerade auf die Ergebnisse der Interessenbekundungsrunde die in den kommenden Wochen zu erwarten ist und dann sicher auch einige von euch noch Rückmeldung dazu haben werden.
01:03:50: Und ein Wunsch war auch, dass wir uns mit dem neuen Jugendminister in Bayern beschäftigen.
01:03:55: Lieber Hörer das haben wir ja in den letzten Folgen schon!
01:03:57: Wir geben Manuel Knoll jetzt erstmal ein bisschen Zeit und schauen was dort dabei herumkommt.
01:04:02: aber an alle hört gerne mal in die letzten Folgenein.
01:04:13: Das SGB VIII.
01:04:14: Zufällig ist das auch der Wunsch eines Hörers, vor allem in Bezug auf ein ganz besonderes Detail dass die Jugendarbeit vor Ort tatsächlich auch schwächen könnte.
01:04:23: Wir hatten schon an anderen Stellen berichtet Die nächste große Strukturreform Der Kinder- und Jugendhilfe kommt ins Parlament.
01:04:29: Am achten Oktober hat der Bundestag In erster Lesung über das erste Kinder-und-Jugendhilfe-Struktureform gesetzt Beraten.
01:04:34: Und ich habe es zu Beginn schon mal gesagt Rund um Mitternacht für ganze zwanzig Minuten.
01:04:39: Also da war auch niemand.
01:04:40: Ich war dann nicht im Livestream.
01:04:41: sorry Meine Liebe zum Parlamentsfernsehen geht weit, aber so weit auch nicht.
01:04:46: Und jetzt am zwölften Oktober, also heute an dem Tag, an dem diese Podcast-Folge erscheint, gibt es dazu bereits eine öffentliche Anhörung im Familienausschuss dann aber tagsüber und mit Livestreamen.
01:04:56: Soweit wir das wissen, ihr könnt da auch tatsächlich euch reinschalten!
01:05:00: Das hat noch mal ein kurzer Rückgriff auf das Fokusthema der heutigen Folge.
01:05:04: Die AfD-Fraktion hat im Zuge dieser Debatte in Bundestag einen Antrag gestellt entsprechenden Gesetzentwurf vorgelegt.
01:05:17: Sie kritisiert darin den § neun des SGB VIII, den ich gerade schon genannt habe der Träger der Jugendhilfe seit dem Kinder- und Jugendstärkungsgesetz vom dritten Juni zwanzig einundzwanzig wirklich dazu verpflichtet die Lebenslagen von Transidenten nicht binären und intergeschlechtlichen jungen Menschen zu berücksichtigen.
01:05:34: Die AfD sagt diese Regelung stütze sich auf wird es zitiere ich wieder Eine wissenschaftlich nicht, ein wissenschaftlichen nicht hinreichend belegtes Konzept der Geschlechtsidentität.
01:05:44: Es greife in das älterliche Erziehungsrecht ein und öffnet – Zitat Tür und Tor für eine geschlechtsideologische Beeinflussung.
01:05:50: minderjähriger ist muss schon lachen wenn ich es vorlese, wenn's nicht so tragisch wäre durch öffentlich finanzierte Träger ohne dass dem eine hinreichende gesicherte medizinisch-wissenschaftliche Evidenzbasis zugrunde liegt, so heißt es im Entwurf der AfD.
01:06:03: Deshalb soll in § neun wieder die biologische Zweigeschlechtlichkeit festgelegt werden.
01:06:08: Ja, queerfeindliche Störfeuerbedieses öffnen auch aus unserer Sicht jedoch – ich bleibe bei der Begrifflichkeit Tür und Tor für Diskriminierung!
01:06:17: Und vor allen Dingen für Gewalt gegen Kinder- und Jugendliche, die sich selbst als Queer identifizieren?
01:06:23: Das leugnet die AfD
01:06:24: natürlich.".
01:06:25: Jetzt aber zurück zum Thema Reform.
01:06:27: Die Kinder- und Jugendhilfe soll inklusiver werden, und perspektivisch stärker für junge Menschen mit und ohne Behinderung aus einer Hand funktionieren.
01:06:35: Und vorgesehen sind unter anderem Bildungsassistenten an Kitas und Schulen der Verfahrenslohze für Familien und verschiedene Vereinfachungen auch für Jugendämter.
01:06:43: Und gleichzeitig steht hinter der Reform eine ziemlich grundsätzliche Frage, nämlich wie bleibt Kinder und Jugendhilfe handlungsfähig wenn Unterstützungsbedarfe steigen?
01:06:52: Gleichzeitig aber Personal- und finanzielle Ressourcen knapp sind.
01:06:56: Und aus Sicht der Jugendarbeit sollten wir ziemlich genau hinschauen denn wenn über eine Struktur der Kinder- und Jugendhöfe gesprochen wird dann darf Kinder und Junghilfen nicht irgendwann nur noch als Krisenintervention Einliederungshilfe Kita und Schulbegleitung verstanden werden.
01:07:10: Und das zeigt sich ganz besonders an einem Detail und Achtung, da wären wir jetzt etwas technisch!
01:07:16: Zum SGB VIII gehören genauso die Jugendarbeit nach Paragraph XI und die Jugendverbandsarbeit nach Paragupt XII also Orte, an denen junge Menschen freiwillig zusammenkommen, Verantwortung übernehmen, Demokratie lernen und ihre Interessen selbst organisieren.
01:07:31: Die Reform sieht aber nicht unmittelbar vor, Mittel aus der Jugendarbeit §.
01:07:35: XI SGB VIII in die Jugendsozialarbeit §.
01:07:38: III SGB VI umzuschichten – das geht auch gar nicht über den Bund und das SGB IX-, aber sie schafft einen neuen Vorrang bestimmter Angebote gegenüber individuellen Hilfen zur Erziehung.
01:07:48: Daraus können mittelbar Finanzierungskonkurrenzen entstehen gerade in Zeiten knapper kommunaler Kassen!
01:07:53: Der Regierungsentwurf sieht ein Vorranggebot für Infrastruktur- und Regelangebote sowie Maßnahmen der Jugendsozialarbeit, also §.
01:08:02: XIII vor.
01:08:03: Und diese sollen bei der Gewährung individueller Hilfen stärker berücksichtigt werden.
01:08:07: Die Bundesregierung verbindet damit ausdrücklich auch das Ziel den langfristigen Kostenanstieg in den Kommunen zu
01:08:13: dämpfen.".
01:08:14: Ja, ihr erinnert euch auch noch alle an dieses Papier das geliebt wurde aus dem Bundeskanzleramt, wo es darum ging die Kommunen zu entlasten.
01:08:21: Wir haben immer wieder darüber gesprochen aber schauen wir doch mal auf die Logik, die dahinter steckt.
01:08:26: wenn vorhandene niedrigschwellige oder sozialräumliche Angebote eben aus der Jugendsozialarbeit einen Unterstützungsbedarf angemessen decken können sollen nicht automatisch aufwendigere individuelle Hilfen eingesetzt werden.
01:08:38: Das kann sinnvoll sein, wenn dadurch junge Menschen früher und passgenauer Unterstützung erhalten.
01:08:43: Problematisch wird es aber, wenn Angebote zusätzliche Aufgaben übernehmen sollen ohne dafür zusätzliche finanzielle oder personelle Ressourcen zu erhalten – das alte Spiel würde ich sagen!
01:08:53: Wenn Kommunen die Jugendsozialarbeit nun aber erheblich ausweiten wollen um eben bisherige individuelle Hilfen teilweise zu ersetzen, um Kosten zu sparen dann müsste auch dieser Bereich personell und finanziell entsprechend gestärkt
01:09:07: werden.".
01:09:08: Gleichzeitig aber, wenn keine zusätzlichen Mittel dafür bereitgestellt werden oder die Finanzierung innerhalb bestehender kommunaler Jugendhilfebudgets gestemmt werden sollen – die wachsen in der Regel ja nicht von alleine -, dann könnte daraus ein Risiko für die Jugendarbeit entstehen.
01:09:23: Aber und das ist ganz wichtig, nicht weil Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit an sich miteinander in Konkurrenz gestellt werden.
01:09:30: Sondern weil die kommunale Haushaltspraxis den zusätzlichen Bedarf im Bereich Jugendsozialarbeit aus dem gleichen Topf wie Angebote der Jugendarbeit wie Ferienfreizeiten und Co.
01:09:39: finanzieren wollen würde – und dann wohl auch müsste wenn kein Geld kommt!
01:09:43: Rausfordern ist dann eben auch, dass nach § neunundsebzig Absatz zwei SGB VIII ein angemessener Teil der für die Jugendhilfe bereitgestellten Mittel für die Jugendarbeit verwendet werden muss.
01:09:55: Und jetzt kommt es aber und das wird von vielen bemängelt – Es gibt aber halt keinen bundesweit festgelegten Prozentsatz wie hoch das sein muss!
01:10:03: Das bedeutet in manchen Kommunen noch einfach, dass Jugendarbeit gar nicht finanziert wird weil angemessen ist ja ein offener Rechtsbegriff?
01:10:12: Also mal abgesehen, Thema Pflichtleistung, die ist das.
01:10:15: Aber
01:10:15: man kann sich dagegen auch wehren!
01:10:17: Wir verlinken euch einen Blog-Post von der LHG Jungdringe in den Show Notes wie man gegen sowas vorgehen kann.
01:10:23: Um jetzt den Nerdtalk, der ganz wichtig ist aber einmal zu beenden wir haben drei Fragen, die dringend gestellt werden müssen um das genannte Szenario zu verhindern.
01:10:31: Frage eins wäre woher kommen die Mittel für den Ausbau der Jungssozialarbeit?
01:10:37: werden Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit in der kommunalen Haushaltsplanung hinreichen, voneinander abgegrenzt.
01:10:43: Und wie wird die Jungthilfeplanung gestärkt um diese Abgrenzung vornehmen zu können?
01:10:49: Wie ihr seht das was da so abstrakt im Bund passiert kann wenn die Interessenverbände nicht angehört wären sehr konkrete Auswirkungen auf eure Angebote vor Ort haben.
01:10:57: Obwohl kann es eigentlich noch schlimmer werden.
01:11:00: gebt uns gerne mal Feedback dazu.
01:11:09: Neues aus The Land, früher auch bekannt als Ländle.
01:11:14: Ministerpräsident Cem Özdemir sucht zwanzig Jugendliche für einen brandneuen Jugendberaterkreis und ehrlich gesagt ich ärger mich ein bisschen also als hätte man das nicht gendern können.
01:11:24: Jungberatungskreis statt Jungberater Kreis oder Jungberator Innenkreis sorry!
01:11:28: Also sorry das ist doch eine Option bei der sich doch bei grün-schwarz niemanden zacken aus der Krone bricht da vor alle Geschlechter zu öffnen.
01:11:35: Sorry Das war Ragebait Das ist Ragebait!
01:11:38: Na ja, nicht ganz.
01:11:39: Aber trotzdem ihr wisst was ich meine... Also laut Medienberichten sollen mehr als fünftausend Jugendliche in Baden-Württemberg bald Post bekommen.
01:11:47: Mit ein bisschen Glück dürfen sie künftig den Ministerpräsidenten in politischen Fragen beraten.
01:11:52: für die Bildung dieses neuen Jugendberatungskreises.
01:11:54: Sorry, Ich kann einfach nicht Jugendberaterkreis sagen.
01:11:58: Für die Bildung dieses neuen Jugendberaterkreises hat das Staatsministerium den Auswahlprozess gestartet und nimmt zunächst Kontakt zu sechsundzwanzig zufällig ausgelosten Kommunen im Land auf.
01:12:08: Über deren Einwohner-Meldeämter wiederum werden mehr als fünftausend zufältig ausgewählte Jugendliche zwischen vierzehn und achtzehn Jahren angeschrieben.
01:12:17: Wiederum aus den Rückmeldungen der Jugendlichen werden die endgültigen Mitglieder dieses Beraterkreisses ausgelöst, sollen zwanzig Jugendliche dann insgesamt ausgelosst werden.
01:12:26: Das Ziel?
01:12:27: So sollen unterschiedliche Lebenswirklichkeiten und die Vielfalt junger Menschen im Land abgebildet werden.
01:12:31: Dieser Beratungskreis ... Sorry, Leute!
01:12:34: Das fällt mir wirklich ... Ich kann nicht Beraterkreis sagen so ideologisch vorgeprägt bin ich.
01:12:39: Der Beraterkreis soll zunächst für zwei Jahre einberufen werden.
01:12:43: Cem Özdemir sagt er wolle so die Sichtweisen und Bedürfnisse junger Mensch noch stärker in den Mittelpunkt seiner politischen Arbeit drücken.
01:12:49: das begrüßen wir natürlich ganz grundsätzlich.
01:12:52: Aber Jugendbeteiligung wird nicht besser oder wirksamer, je mehr Gremien man einführt und diese dann eben auch nicht sinnvoll miteinander verknüpft.
01:13:00: Denn was ist wenn der Dachverband der Jugendgemeineräte zum Beispiel?
01:13:05: Die Dinge anders sieht als dieser Jugendberaterkreis.
01:13:08: Was wenn der Landesjugendring und seine Mitgliedsverbände bei einem Thema des Jugendberatakreises eigentlich schon seit Jahren auf das Trömmelchen haut aber ignoriert wird... Aber sobald diese gelosten Jugendlichen das Gleiche fordern, wird als sei die Idee brandneu.
01:13:23: Was ist mit dem Landesjugendbeirat, der bislang diese Beratungsfunktion um wie eingenommen hat?
01:13:27: und soll dir jetzt dieser Jugendberaterkreis übernehmen?
01:13:31: Naja!
01:13:32: Und wie auch beim Jugendbeirate der Grünen Bundestagsfraktion angemerkt werden dafür genügend Ressourcen eingesetzt zum Beispiel für Begleitpersonal.
01:13:40: – wie immer wir bleiben dran und liebe Grüße in die Heimat.
01:13:52: Nach einer wieder mal sehr intensiven Folge biegen wir jetzt in die Schlusskurve ein und schauen auf die nächsten vierzehn Tage bis zur neuen Folge.
01:13:59: Und Anna, was liegt denn bei dir so an?
01:14:02: Na ich bin ja jetzt gerade erst aus Chemnitz zurückgekommen aber morgen geht es für mich schon nach Guben in Brandenburg beziehungsweise nach Kubin.
01:14:09: das liegt dann schon in Polen.
01:14:10: das ist eine Doppelstadt.
01:14:11: da darf ich eine deutsch-polnisch jugendbegegnung moderieren freue mich sehr drauf habe eine große polenliebe oder auch eine große brandenburgliebe.
01:14:18: da kommt irgendwie das Beste zusammen.
01:14:20: Dann hab ich noch ziemlich viele digitale Meetings zur Vorbereitung, dann wieder analoger Termine im heißen Jugendpolitischen Herbst.
01:14:27: Und dann mach' ich tatsächlich nochmal Urlaub!
01:14:30: Das war so richtig also ohne Filme gucken und ohne irgendwie noch nebenher was machen sondern so mit Yoga und so.
01:14:38: Und du?
01:14:38: Ich mache kein Yoga...
01:14:40: Das ist ja schade, es tut jedem Menschen
01:14:43: gut.
01:14:43: Ich hab teilweise mal zum Jahresstaat Yoga versucht hier mit Maddie Morrison so ein Januar-Staatsding aber hat mich irgendwie nicht abgeholt.
01:14:51: ich habe mich nicht alleine vor der Matte hier gesehen.
01:14:53: ehrlich gesagt das Leute die mich kennen sehen mich da auch nicht.
01:14:57: Ich freue mich besonders darauf als Gast in der Medienkommission der Landeshandschaft für Medien NRW zu sein darf den Landesjugendring daher in einer neuen Legislatur vertreten Und mir das mal anzuschauen jetzt im Oktober, da bin ich sehr gespannt drauf.
01:15:10: Und eine Woche Kombi-Kurs habe ich auch schon die letzten zwei Jahre hier erzählt einmal im Jahr mit jungen Menschen unterwegs zu sein.
01:15:16: Da werde ich bestimmt noch ein paar neue Jugendwörter lernen und mal gucken ob es wirklich so cringe ist wie ich mich ausdrücke oder nicht.
01:15:23: immer der schöne Standortbestimmung an dieser Stelle da unterwegs zu seien.
01:15:27: Das sind die beiden Highlights.
01:15:29: Und wir machen euch an dieser Stelle auch gerne noch mal darauf aufmerksam, dass wir das hier alles ehrenamtlich und ohne jegliches Sponsoring oder Werbung machen und von eurem Feedback zum Beispiel auf Instagram oder WhatsApp-Channel leben und von euren Bewertungen auf Spotify und Co.
01:15:43: Also schaut da gerne rein gebt uns Sterne an der Stelle und erzählt auch gerne wenn Leute fragen, wie viel verdienen sie damit wollen?
01:15:50: Jetzt ist unser Hobby!
01:15:52: Wir machen das am Sonntagabend sehr gerne weil es uns um die Sache geht.
01:15:56: Die nächste Folge erscheint am sechsohnzwanzigsten Oktober.
01:15:59: Das ist in vierzehn Tagen, bis dahin passt gut auf euch auf, bleibt gesund und bis zum nächsten Mal!
01:16:04: Tschüssi!
01:16:07: Berufsjugendlich
01:16:25: ist eine unabhängige Eigenproduktion und wir freuen uns über eure Abos- und Bewertungen auf Spotify, Apple, Podgy, Deezer – und überall dort wo es Podcast gibt.
01:16:36: Alle vierzehn Tage gibt's eine neue
01:16:46: Folge!
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