Folge 68: Krisenfest? Warum Bevölkerungsschutz Jugendpolitik ist
Shownotes
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Instagram Dr. Anna Grebe: @medien.politik.partizipation
Instagram Jendrik Peters: @airjendrik
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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu Folge sixty- acht des Podcasts Berufsjugendlich.
00:00:08: Wir sind Anna Gräbe und Jendrik Peters, wir berichten alle zwei Wochen über das was Jugendpolitisch in Deutschland los ist und wie man eine starke Verbündete oder ein starker Verbündeter für die Interessen von Kindern und Jugendlichen werden kann.
00:00:21: In der heutigen Folge geht es um ein Thema, das vielleicht erst auf den zweiten Blick jugendpolitisch ist.
00:00:27: Nämlich um Zivil- und Bevölkerungsschutz oder auch Civic Preparedness angesichts von Krisenkatastrophen.
00:00:33: Wir blicken noch mal kurz zurück auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin Und wir haben im jungenpolitischen Ticker wieder zusammengefasst was in den vergangenen vierzehn Tagen seit unserer letzten Folge so in Sachen Jugendpolitik in Deutschland los war unter anderem in Bezug auf die Social Media Altersgrenze oder auch in Bezug auf einen neuen Jugendminister in Bayern und einiges mehr.
00:00:58: Apropos viel los seit der letzten Folge, was hat dich Jendrik in den vergangenen zwei Wochen so am meisten beschäftigt?
00:01:04: Ja wir nehmen jetzt an einem Sonntag auf um fünfzehn Uhr und ich bin vor einer Stunde von unserer Delegiertenversammlung wiedergekommen.
00:01:10: Von unserem Heimat- oder meinem Heimatverband dem CVM Westbund und wir haben echt coole Beschlüsse getroffen sodass bei zukünftigen Delegatenversammlungen immer U-Siebendzwanzigjährige unter sieben zwanzigjährigen junge Menschen in der Mehrheit sind, was unsere Abstimmung angeht.
00:01:24: Und das ist für einen großen Verband wie uns, der ja sehr schon auch durch ältere Menschen geprägt ist, die da viel erreicht haben und viel gemacht haben.
00:01:31: Das ist schon echt ein großer Schritt.
00:01:33: Haben eine echt coole Diskussion geführt Was Wahlsysteme angeht und mit Losen von Personen, die nicht siebenzwanzig sind.
00:01:41: Organ unabhängig usw.. Das ist schon spannend!
00:01:44: Ich bin ein bisschen stolz darauf was wir geschafft haben in den letzten zweieinhalb drei Tagen auch was jetzt einfach Beteiligung angeht Und dass so viele junge Menschen da waren Einfach diese Anträge gestellt haben, die sich beteiligt haben.
00:01:54: Also das war eine tolle, tolle Stimmung Tolle Abschluss von letzten zwei Wochen wo Hauptausschuss vom Landesjugend ringen war, wo wir jungenpolitischen Ausschuss hatten.
00:02:02: Also es waren einfach intensive Wochen... Der Hausleiter von uns hat mich gestern gefragt in wieviel Betten hast du jetzt eigentlich geschlafen diese Woche?
00:02:09: Fand ich immer irgendwie witzig.
00:02:11: Waren einige aber das macht total Spaß!
00:02:13: Wir haben viel erreicht und bei aller Müdigkeit bin ich sehr beseelt.
00:02:17: gerade Wie ist das bei
00:02:18: dir?!
00:02:19: Ja, bei aller Müdigkeit beseelt.
00:02:20: Ich glaube das trifft es ganz gut obwohl ich ja nicht nur in einer Bildungsstätte unterwegs bin sondern in ganz vielen.
00:02:26: Ich hatte wieder so tolle Begegnungen und Veranstaltungen auch wie dann unterschiedlichen Rollen ob Moderation oder Keynotes oder auch nur im Publikum sitzen.
00:02:35: das ist ja auch total schön und vor allem ich habe das Hochfest der Demokratie gefeiert mit den Wahlen in Berlin.
00:02:42: da war ich nämlich Wahlbehälferin und hab einen Briefwahl lokal ausgezählt.
00:02:47: das heißt hier In so einem Oberstufenzentrum, bei mir in der Nähe treffen dann mittags um fünfzehn Uhr des Wahltags hunderte von Wahlhelferinnen ein.
00:02:56: Es werden immer zwei Wahllokale in einem Klassenzimmer ausgezählt und das ist wirklich ganz verrückt!
00:03:03: Und ich war Mitglied Der bunten Wahlvorstand.
00:03:08: unter anderem war da und das fand ich sehr berührend eine Frau aus Syrien, die erst kürzlich eingebürgert wurde.
00:03:16: Hier hergeflogen ist nach Deutschland-Zweißensechzehn Und die Tränen in den Augen hatte als sie berichtete wie besonders diese Wahlen für Sie sind dass sie hier auch dass sie wählen darf Dass sie auszählen darf, dass sie auch Mitglied eines Wahlvorstands ist.
00:03:31: Also das hat mich total berührt und einfach auch gezeigt Also was das für ein ganz besonderer Tag ist und nicht nur weil diese Partei gewinnt oder diese Partie verliert, links rechts dies.
00:03:43: Ja, das ist auch alles wichtig aber... Was das für eine einzelne Person bedeutet mitbestimmen zu dürfen?
00:03:50: Ich glaube, dass es einen Wert den können wir nicht genug feiern!
00:03:54: Und mit dem Thema Wahlen fangen wir jetzt auch direkt an.
00:04:04: Was haben junge Menschen bei den Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Niedersachsen gewählt?
00:04:08: Und wer darauf jetzt eine Antwort für die Jugend in großen Einführungszeichen sucht, der bekommt drei ziemlich unterschiedliche Geschichten.
00:04:17: MV war bei den sechzehn bis zwanzigjährigen die AfD mit sechsunddreißig Prozent vorn in Berlin.
00:04:22: In Berlin lag in derselben Altersgruppe, die Linke mit dreinvierzig Prozent an der Spitze.
00:04:27: und für den niedersächsischen Kommunalwahn gibt es bislang noch keine belastbaren landesweite Ergebnisse nach altersgruppen.
00:04:33: Und wir wissen ja kommunal waren sind auch stark personabhängig.
00:04:36: aber schon die Unterschiede an sich sind eine Wahrnehmung vor oder ne Warnung vor der Schlagzeile Junge Menschen würden nun geschlossen nach rechts oder links rücken, hat mir wieder oft gehört und oft gelesen.
00:04:47: Und schauen wir jetzt mal nach Mecklenburg-Vorpommern!
00:04:50: Dort wurde die AfD bei der Landtagswahl mit thirty- acht Prozent der Zweitstimmen stärkste Kraft vor der SPD mit thirty fünf.
00:04:58: Bei den sechzehn bis zwanzig Jährigen erreicht sie eben diese sechzen dreißig Prozent.
00:05:02: Das ist ein erstes Ergebnis, gerade für alle die in der Jugendpolitik arbeiten.
00:05:08: Bedeutet aber auch fast zwei Dritte dieser jungen Wählerinnen und Wähler haben ihr Kreuz nicht ausrufezeichen bei der AfD gemacht.
00:05:14: Und beides gehört jetzt irgendwie zur Einordnung.
00:05:17: Interessant ist auch der Vergleich mit der U-Sechzenwahl kurz vorher.
00:05:20: dort hat die AfD dreiundreißig Komma Drei Prozent Die Linke fünfundzwanzig Kommar Drei und die SPD vierzehn Komma Zwei Prozent bekommen.
00:05:28: Und die Linke war bei den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen also deutlich stärker als bei der regulären Landtagswahl insgesamt, wo sie auf sechs Komma fünf Prozent kamen.
00:05:37: Und zugleich dürfen wir jetzt aus der U-Sechzen war auf keine Hochrechnung machen.
00:05:40: in Mecklenburg-Vorpommern haben tausendfünfhundertvier junge Menschen teilgenommen.
00:05:44: diese Wahl ist nicht repräsentativ.
00:05:46: Sie ist ein Angebot politischer Bildung und Beteiligung und das Ergebnis verdient auf jeden Fall sehr viel Aufmerksamkeit.
00:05:52: aber es beschreibt auf keinen fall die gesamte junge Generation.
00:05:56: Ja Berlin erzählt da eine andere Geschichte.
00:05:59: Hier gewann die Linke, die Abgeordnetenhauswahl mit twenty-fünfundzwanzig Komma sieben Prozent der Zweitstimmen unter den Sechzig bis sechzig.
00:06:07: Pah!
00:06:08: Unter den Sechszehn bis Vierundzwansjährigen lag sie sogar bei drei und vierts Prozent.
00:06:14: Bei der Berliner U-Sechzehn-Wahl erreichte sie zweiunddreißig Kommaa acht Prozent Gefolge von den Grünen mit zwanzig Kommaa neun Prozent.
00:06:20: Die AfD wiederum kam dort auf fünf Kommaa acht prozent.
00:06:25: Auch hier sind U-VI Wahl und reguläre Wahl, unterschiedliche Abstimmungen natürlich mit unterschiedlichen Teilnehmenden.
00:06:31: Die Richtung ist aber schon ziemlich aufschlussreich.
00:06:33: Wer pauschal behauptet junge Menschen seien vor allem für rechte Parteien erreichbar muss sich Berlin erklären!
00:06:39: Aber ich glaube das darf man nicht vergessen... Ich habe es in der letzten Folge versucht deutlich zu machen.
00:06:45: Es gibt auch innerhalb Berlins Bezirke bei denen die AfD die stärkste Kraft war zum Beispiel im Marzahn Hellersdorf.
00:06:52: Eine mögliche Erklärung liegt in den Themen.
00:06:54: Für junge Menschen in Berlin ist bezahlbarer Wohnraum keine ferne Zukunftsfrage, sondern was passiert?
00:07:00: Das kann ich auch sagen und ich komme aus einer sehr privilegierten Position.
00:07:03: das betrifft hier alle.
00:07:05: Alle reden darüber!
00:07:06: Und es betrifgt doch alle wie hier Wohnraum für wen Wohnraum zur Verfügung steht.
00:07:11: Und Wohnraum entscheidet eben auch darüber, ob junge Menschen ausziehen können.
00:07:17: Eine Ausbildung beginnen können oder in ihrer Stadt bleiben können.
00:07:20: Der Landesjugendring in Berlin verweist genau auf diese schwierige Lage junger Menschen am Wohnungsmarkt.
00:07:27: In Mecklenburg-Vorpommern wiederum beschreibt der Landesjugending wie die AfD junge Menschen mit ihrer Sprache und ihrer Inszenierung als Stimme ostdeutscher Jugend erreicht.
00:07:36: Das erklärt Wahlentscheidungen nicht vollständig und wir machen ja hier auch nur so einen groben Überblick.
00:07:40: Es zeigt aber, warum so ein Appell das junge Menschen doch vernünftiger wählen müssten politisch viel zu kurz greift?
00:07:48: Und das ist auch was, was mir schon seit ein paar Jahren immer wieder durch den Kopf geht!
00:07:52: Warum erwarten erwachsene Menschen dass jüngere Menschen Erstwähler ihnen vernünftiger Wählen als Erwachsene.
00:08:00: Also was ist das, moralisch auch für ein Anspruch an eine junge Generation?
00:08:07: Gleichzeitig dürfen junge Menschen ganz andere Sachen nicht weil sie noch nicht reif genug sind.
00:08:11: also irgendwas ist da für mich auch irgendwie schief würde ich sagen.
00:08:16: Wir werfen auch einen Blick nach Niedersachsen, wo es am thirzehnten September Kommunalwahlen waren.
00:08:22: Also da ging's zum Kommunalvertretung also um Politik vor Ort und auf Kreisebene jetzt mal die zusammengefassten Ergebnisse von Kreistagswahlen.
00:08:30: mit der Regionsversammlung Hannover und entsprechenden Wahlen in den kreisfreien Städten hat die CDU landesweit mit sieben zwanzig Komma zwei Prozent als stärkste Kraft gewonnen vor der SPD mit vierundzwanzig Komma sechs.
00:08:41: Die AfD hat fünfzehn Komma neun Prozent erreicht und hat zugewonnen gegenüber dem Jahr.
00:08:47: Und auch die Linke hat zu gelegt und sechzehnjährige durften mitwählen bei diesen Kommunalwahlen, wie genau sie abgestimmt haben lässt sich aus dem Gesamt Ergebnis jetzt gerade nicht herauslesen.
00:08:57: wer aber jetzt aus dem AfD Zuwachs ableitet?
00:08:59: Die Sechzehennährigen hätten ihn verursacht.
00:09:01: der behauptet schon mehr als die folgenden Zahlen gerade auch hergeben.
00:09:05: Und gerade bei den Kommunalwahlen kommt ja auch hinzu, dass kandidierende örtliche Konflikte und Weller in Gruppen eine viel größere Rolle spielen.
00:09:11: Spannend ist der Niedersachsen aber auch eine Sache – es werden Sitze im kommunalen Räten unbesetzt bleiben weil die AfD zu kurzer Kandidatin-Listen aufgestellt hat, aber zu viele Stimmen gewonnen hat und rechtlich gesehen nun niemanden nachnominieren darf!
00:09:26: Das wird dann nochmal ganz bestimmt Auswirkungen auf jungpolitische Diskurse haben.
00:09:33: gesprochen.
00:09:33: Oft in großen Gegensätzen, hier irgendwie der Rechtsrück der Jugend dort die Hoffnung auf eine neue linke Generation.
00:09:40: auch die Frage nach Social Media steht dann wieder schnell im Raum und die Debatte greift reale Probleme auf aber sie macht junge Menschen leicht zu einem einzigen politischen Block Und die Ergebnisse aus Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sprechen gerade genau dagegen.
00:09:56: Sie zeigen unterschiedliche Lebenslagen, politische Angebote regionale Erfahrung.
00:10:02: Über den Erfolg der AfD müssen wir klar sprechen, definitiv aber zugleich sollten wir junge Wählerinnen nach ihren Gründen fragen statt ihnen jetzt aus dem Wahlergebnis heraus eine gemeinsame Persönlichkeit zuzuschreiben.
00:10:14: Das war dann auch ein Thema.
00:10:15: sogar muss man ja sagen bei Markus Lanz am vierundzwartigsten September in der Runde über die Lage der Union und die Veränderung des Parteiensystems war die Bildungsforscherin Nina Kollek zu Gast Die auch Co-Autorin der Studie Jugend in Deutschland, und Mitglied im Bundesjugend Kuratorium ist, die über das Wahlverhalten junger Menschen gesprochen hat.
00:10:38: Und für unsere Wahlnachlese ist daran vor allem die Frage spannend wie wir dieses Wahlverheiten diskutieren?
00:10:44: Als Anlass junge Menschen besser zu verstehen oder als weiteres Argument in einer Debatte, in der vorwiegend Erwachsene über sie spricht!
00:10:52: Das ist auf jeden Fall eine komplexe Angelegenheit, selbst für uns als Jugendpolitik-Profis.
00:10:57: Aber man könnte jugendpolitisch mindestens zwei Dinge sagen.
00:11:02: Also erstens das Wahlalter XVI hat jungen Menschen in Berlin und in Mecklenburg Vorpommern tatsächlich formal ne Stimme gegeben.
00:11:09: Und auch wenn es demografisch vielleicht nicht ins Gewicht fällt der Blick auf junge Menschen als Wählerinnen ist dann entscheidend.
00:11:17: Und ob jetzt jede dieser Wahlentscheidung gefällt darf kein Maßstab dafür sein, ob sie wählen dürfen.
00:11:24: Und zweitens Parteien und Regierungen müssen an den Fragen arbeiten die junge Menschen unmittelbar betreffen Wohnen Mobilität Zukunftschancen und das Gefühl mit den eigenen Erfahrungen politisch vorzukommen.
00:11:36: Jugendverbände Jugendarbeit Kinder- und Jugendhilfe kann da für die Räume schaffen in denen junge Menschen Streiten Positionen entwickeln und Einfluss nehmen.
00:11:44: Die U-Sechzehnwahlen zeigen auch, dass junge Menschen Interesse haben sich zu beteiligen und eine Perspektive auf Politik zu entwickeln.
00:11:54: Aber natürlich ersetzen solche Projekte nicht die Stimme bei einer regulären Wahl!
00:12:00: Und ersetzen natürlich auch nicht wie Beziehungen gestaltet werden – und wer mit jungen Menschen tatsächlich darüber spricht was ihre Themen sind?
00:12:09: ist da auch das Argument so problematisch, dass halt einfach nur rechts und links sehr stark auf TikTok waren.
00:12:16: Und dass junge Menschen deshalb alle so gewählt haben, weil sie halt zu viel auf TikTok rumhängen.
00:12:21: Das haben wir hier immer wieder gesagt – ich will es noch mal betonen!
00:12:23: Es verkürzt die Debatte und andersrum, und das fand ich sehr spannend.
00:12:27: Ich war ja auch bei der Buchvorstellung von Quentin Gärtner dem ehemaligen Vorsitzende der Bundesschülerkonferenz.
00:12:33: Und ich glaube, es war Ricarda Lang, die dazu gass, war unser ganz spannender Take gebracht hat.
00:12:39: Ja, es kann ja auch nicht sein dass an uns andere Parteien immer der Anspruch gestellt wird das wir unsere Inhalte einfach nur besser auf TikTok verpacken und dass dadurch junge Menschen uns wählen.
00:12:48: Dass unsere Social Media Schwäche auch sozusagen der Pferdefuß ist.
00:12:53: warum junge Menschen nicht mehr rot-schwarz oder grün wählen?
00:12:56: weil das auch gleichzeitig den Ball an junge Menschen zurückspielt, dass sie zu ... Entschuldigung ich sag's sehr deutlich.
00:13:02: Zu doof sind irgendwo außerhalb von TikTok sich mit Parteien zu beschäftigen und das ist immer nur um die schöne Verpackung geht und nicht um die Inhalte.
00:13:11: Ich fand es sehr clever was Riccarda da gesagt hat.
00:13:14: über das Buch können wir an anderer Stelle noch mal sprechen wo ich auch so dachte Da is ja so ne Friktion in der Debatte.
00:13:20: Und das habe auch noch mal einen Nachtrag zur Wahl in Sachsen-Anhalt.
00:13:25: Dr.
00:13:25: Anna Lang von der Fernuniversität Hagen hat erneut im Auftrag des Kinder und Jugendringens eine Nachwahlbefragung zur U-Achzehn-Wahl gemacht, ihr erinnert euch?
00:13:34: Sachseneinheit darf man erst ab Achtzehn bei den Landtagswahlen wählen!
00:13:37: Diese nachwahl Befragungen wird Ende November dann offiziell vorgestellt.
00:13:41: aber ich durfte schon so ein allerersten Blick reinwerfen in die vorläufigen Ergebnisse und die finde ich sehr spannend.
00:13:49: gaben an, ziemlich oder sehr an Politik interessiert zu sein.
00:13:54: Vierzig Prozent immerhin etwas interessiert!
00:13:57: Zwei Drittel der befragten jungen Menschen halten Demokratie für die beste Regierungsform aber nur siebenundzwanzig Prozent sind mit der Demokratie aktuell zufrieden.
00:14:06: Nur zwanzig prozent sind mit ihrem Leben in Sachsen-Anhalt zufriede und über alle Parteipräferenzen hinweg sind Bildung, soziale Sicherheit und Zusammenleben die wichtigsten Themen.
00:14:16: Und Achtung... Einundsebzig Prozent der Befragten dieser Nachwahlbefragung stimmen der Aussage zu, dass auch Sechzehn- und Siebzehnjährige wählen gehen dürfen.
00:14:26: Das stützt also alles die These, das obwohl junge Menschen Interesse an Politik haben in einem Großteil der Parteien gar nicht die Aufmerksamkeit schenkt, wie sie sich wünschen!
00:14:35: Und DIE LINKE als auch die AfD auf ihre Art und Weise – da will ich jetzt An dieser Stelle nicht bewerten, das habe ich an anderer Stelle getan.
00:14:43: Die machen irgendwelche jugendpolitischen Angebote oder Angebote die als jugendpolitisch übersetzt oder wahrgenommen werden und Ich finde der Auftrag andere Parteien wird damit total klar.
00:14:53: aber alle reden gerade nur über den Tankrabatt.
00:15:05: Jendrik, ich war vorige Woche bei der Premiere eines Films auf den ich sehr, sehr neugierig war nachdem ich den ersten Trailer gesehen hatte.
00:15:13: Der Film heißt Morgen War Krieg und es ist der Debütlangfilm des Regisseurs Nikolas Ehrit.
00:15:21: Darin geht's um einen jungen Mann namens Jonas.
00:15:24: Er wird gespielt von Enno Trebs.
00:15:26: Kennt ihr vielleicht aus dem weißen Bann?
00:15:28: ganz toller Charakterschauspieler, der nach dem Tod seiner Eltern das Sorgerecht für seine elfjährige Halbschwester Leonie hat.
00:15:35: Die beiden leben in einer Stadt in einem Deutschland, dass politisch nach rechts gerückt ist und die EU zerbrochen ist – ein Deutschland, das kurz vor dem Ausbruch eines Kriegs steht.
00:15:47: Das liegt so in der Luft!
00:15:49: Jonas will nicht wie andere Männer von der Bundeswehr eingezogen werden.
00:15:52: Er hatte ursprünglich, wie viele gerade den Kriegsdienst verweigert.
00:15:56: Die Verweigerung ist aber dank dieser neuen rechten Regierung nicht bergültig und Jonas desettiert und flieht mit seiner Schwester aufs Land um mich eingezogen zu werden.
00:16:05: Und ich will nicht weiter Spoilern!
00:16:08: Ich empfehle diesen Film wirklich sehr sondern ich würde gerne über die erste Szene in diesem Film sprechen, die mich auch auf das Thema sprechen wollen eingestimmt hat.
00:16:19: Jonas kommt nach Hause mit einem Paket in der Hand, das sich als Lebensmittelration mit Konservendosen herausstellt die er für sich und Leonie besorgt hat denn Energie- und Lebensmittel sind so knapp geworden dass der Staat Rationen zuzuteilen scheint.
00:16:35: auf seine Frage an seine Schwester Leonie hin warum sie dann nicht in der Schule war oder warum sie früher zurückgekommen ist sagt sie dass heute eh nur den ganzen Tag so Katastrophenübungen in der schule gewesen sein.
00:16:46: Das mögen jetzt irgendwie nur kleine Details sein, die man überhören könnte.
00:16:50: Aber angesichts der globalen Lage sind sie halt mehr als eine Dystopie, sondern fühlen sich brutal real an!
00:16:58: Wir leben in einer Zeit, in der die militärische Bedrohung durch Russland keine Fiktion oder Erinnerungen an den Kalten Krieg mehr ist.
00:17:06: In einer Zeit in der durch den Klimawandel starke Unwerteeignisse immer häufiger und wahrscheinlicher werden und in einerzeit in der terroristischen Attacken auf die Infrastruktur zum Beispiel die Strom- und Wasserversorgung wieder Teil unserer menschlichen Erfahrung werden.
00:17:21: Und hallo, die Corona-Panemie war genau so ein Katastrophenfall den wir vielleicht zu schnell wieder vergessen haben.
00:17:28: Die Eintrittswahrscheinlichkeit für Krisen und Katastrofensituation ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen und eine Umfrage der Matheser & Hugo von twentyfive hat ergeben dass seventy zwei Prozent der Bevölkerung eine gestiegene Bedrohung durch Kriege und Konflikte wahrnehmen.
00:17:45: Eine Kombination verschiedener mögliche Ereignisse setzt Politik und Gesellschaft unter Druck durch geopolitische Konflikte und Krieg, Cyberangriffe, Klimawandel- und Extremwetter-, Pandemie- und Epidemien, wirtschaftliche und soziale Krisen, Angriffe auf und Ausfälle von kritischer Infrastruktur und Energieversorgung, Desinformationen und politische Polarisierung.
00:18:10: Gleichzeitig zeigen eben diese Studien dass die Zivilbevölkerungen in Deutschland unzureichen vorbereitet ist.
00:18:16: Nur siebenzwanzig Prozent der Menschen haben Vorsorge für Stromausfälle getroffen.
00:18:21: Sechsundfünfzig Prozent sehen deutlichen Nachholbedarf bei der Krisenvorsorge.
00:18:25: und wenn dem so ist, wo bleiben da die Interessen und Bedürfnisse von Kindern und Jugendlicht?
00:18:31: In den nächsten zwanzig bis fünfundzwanzig Minuten dieser Folge sprechen wir über Katastrophen und Krieg.
00:18:36: Und wir sind uns ehrlich gesagt nicht sicher, ob wir hier eine Content-Note oder eine Triggerwarnung aussprechen sollten – eben weil beides die Realität darstellt und auch Auswirkungen auf das Leben von Kindern und Jugendlichen hat!
00:18:49: Folglich sind es auch jugendpolitische Themen und das hier ist ein jugend politischer Podcast.
00:18:54: Und wir wollen davor aus unterschiedlichen Gründen, auch in der Jugendarbeit nicht die Augen verschließen und dass wie das immer wieder vorkommt irgendwie an die helfenden Verbände oder Blaulichtverbände sowie THW-Jugend und Jugendrotkreuz und so verschieben.
00:19:10: ich glaube das passiert relativ häufig.
00:19:12: Wir wollen mit der heutigen Schwerpunktsetzung auf die jungenpolitischen Dimensionen von Zivil- und Bevölkerungsschutz mal einen Blick werfen, wie wir über Krisen und Katastrophen als junge Zivilgesellschaft sprechen können ohne gleich in Panik zu verfallen.
00:19:27: Denn eines ist total klar – Krisen & Katastrophe betreffen junge Menschen als vulnerable Gruppe, ganz besonders.
00:19:34: Und nur um's mal gesagt zu haben und es geht hier nicht um eine Positionierung in Bezug auf die milliardenschweren Ausgaben der Bundesregierung für Aufrüstung oder um die grundsätzliche Notwendigkeit von Zivil- und Bevölkerungsschutz dass wir uns alle derzeit Frieden in der Welt wünschen.
00:19:48: Ich meine eine Welt in der das alles nicht notwendig ist.
00:19:51: ich finde es ganz schön obvieles aber bis das erreicht ist ist alles Jugendpolitik und alles ne Beschäftigung wert für uns als Verbündete von Kindern und Jugendlichen.
00:20:02: Also beginnen wir doch mal mit einer einfachen Frage.
00:20:05: Was ist eigentlich Zivil- und Bevölkerungsschutz beziehungsweise Katastrophenschutz?
00:20:09: Und wir haben direkt mal jemand gefragt, der sich damit auskennt!
00:20:12: Fabian Carstens ist Landesleiter der THW JugendNRW, der Jugendorganisation des Technischen Hilfswerks – und er ist auch ein treuer Hörer dieses Podcasts hat auf dem DHT ein T-Shirt gewonnen übrigens.
00:20:23: Liebe Grüße!
00:20:24: Und Fabian was ist denn eigentlich?
00:20:26: nun
00:20:26: was?!
00:20:26: Zumnächst müssten wir uns da erstmal in zwei Begriffen anschauen.
00:20:31: Das ist zum einen zivilschutz und zum anderen der Katastrophe.
00:20:36: Der Zivilschutz liegt in der Aufgabe des Todes, und da geht es vor allem um die Beseitigungen von den Fahrern, welche durchliebliche Bedrohung entstehen bzw.
00:20:46: um die Prävention von genau diesen Gefahren.
00:20:49: Gleichzeitig liegt dabei ein starker Fokus aber eben auf persönlicher Resilienz also so gesehen der Widerstandsfähigkeit gegenüber Fliesen und wie diese gesteigt werden kann.
00:20:59: Wenn wir den Katastrophenschutz betrachten, so liegt er erst einmal in der Aufgabenbereiche der Länder.
00:21:05: Wir reden davon häufig lokal begrenzten Ereignissen zum Beispiel etwas wie ein Hochwasser wo Starkregen aber auch Stürme beides zusammen.
00:21:15: also Katastrofenschutz- und CW-Schutz nennt man dann Bevölkerungsschutz.
00:21:20: Fabian spricht hier von einer hybriden Bedrohungslage.
00:21:23: Hybride-Bedrohungen sind koordinierte Angriffe von staatlichen oder nichtstaatlichen Akteuren, die militärische und zivile Mittel kombinieren um Demokratien zu destabilisieren ohne die offizielle Schwelle eines Krieges zu überschreiten.
00:21:37: Dazu gehören zum Beispiel die am Latziger Flughafen gefundenen Drohen mutmaßlich russischer Herkunft, Cyberangriffe des Informationskampagnen zu wahlen usw.. Gleichzeitig geht es aber auch um das, was an bestimmten Orten oder in bestimmten Regionen durch Klima-Einflüsse passiert.
00:21:53: Wir denken an die verheerenden Unwetter im Ahrtal, die okanartigen Stürme im Juni-Vierundzwanzig in Berlin, Brandenburg, Sachsen, Niedersachsen, Bayern, Poln und Österreich, die unter anderem auch den Zeltplatz der Falken im Tegeler Forst zerstört haben.
00:22:07: Große Waldbrände mit Evakuierung, aber auch die Erdbeben in Venezuela und Kolumbien, den Tsunami in Japan, und so weiter... Diese Ereignisse beeinflussen das Leben von Kindern und Jugendlichen auf ganz unterschiedliche Arten und Weisen.
00:22:20: Entweder die sind selbst davon betroffen, ihre Familie oder Freundin, ihr sozialer Nahbereich ist vielleicht betroffen aber vielleicht auch Menschen, die nahestehen, die in einer von einer Naturkatastrophe betroffenen Region leben... ...oder aber sie erleben durch die mediale Berichterstattung, durch das was Sie hören oder lesen, was Sie an Stimmung mitbekommen, dass etwas passiert ist und dies Auswirkungen auf sie haben wird oder haben könnte.
00:22:45: Sei diese Gefahr auch noch so unwahrscheinlich und das Gefühl erst mal diffus.
00:22:50: Die Auswirkungen sind auf verschiedenen Ebenen anzusiedeln, die uns alle auch irgendwie an die Corona-Pandemie erinnern dürften.
00:22:56: Harald Carrots, Forscher und Experte im Bereich Notfallvorsorge und Kindheit und Jugend sagt ein Kind erlebt einen akuten Notfall nicht einfach wie ein Erwachsener mit weniger Lebenserfahrung, Entwicklungsstand begrenztes Wissen über Gefahren, Abhängigkeit von Erwachsenden und noch nicht vollständig entwickelte Bewältigung.
00:23:15: Strategien verändern da das gesamte Leben Nehme zum Beispiel das Thema Stromausfall wie im Januar in Berlin.
00:23:22: Ein Erwachsener kann einen Stromausfall im besten Falle kognitiv einordnen, ah!
00:23:27: Das Netz ist ausgefallen.
00:23:28: irgendwann kommt der Strom wieder.
00:23:30: Ein jungeres Kind erlebt zunächst schlicht – das Licht geht nicht mehr, das Telefon funktioniert nicht die Eltern wirken nervös es ist dunkel irgendwas stimmt nicht.
00:23:39: ob daraus vor allem Angst oder eine bewältigbare Ausnahmesituation wird das hängt wesentlich davon ab wie die Bezugspersonen reagieren.
00:23:47: Das heißt, Kinder orientieren sich stark an Erwachsenen.
00:23:50: Aber eben nicht nur an den Eltern sondern dann allen erwachsenen Bezugspersonen also auch an Fachkräften der Kinder und Jugendhilfe.
00:23:57: Und wir kennen das Beispielsweise ziemlich gut aus so typischen Jugendverbandszenarien Aus Zeltlagern die nach einem stark regnen Ereignis Drohnen abzusaufen.
00:24:08: Wie wir uns verhalten entscheidet darüber wie sicher sich unsere Teilnehmenden fühlen.
00:24:13: Jendrik kennst du eine Situation aus deiner eigenen Jugendverbandserfahrung?
00:24:17: Ich habe in der Vorbereitung auf die Folge auch länger darüber nachgedacht und glücklicherweise muss mir sagen, erinnere ich mich an keine Situation als Thema für Freizeiten wo wir fast abgesoffen werden oder wo wir in solche Situationen gekommen wären was ja auch schon bei den Masse an Freizeitern, die ich gemacht hab, ein Wunder ist.
00:24:35: Ich habe das aber als Teilnehmer erlebt und daran erinnere ich mich gut, dass die Team-Eins das damals einfach sehr gut gemacht haben.
00:24:40: Wir hatten auch fast einen ganzen Tag keinen Strom und die haben dann daraus eine Challenge gemacht und einfach mit uns darüber gesprochen was kann man eigentlich?
00:24:47: toll ist alles ohne Strom machen wie kann man sich vielleicht sogar Licht besorgen und ähnliches.
00:24:51: also es hatte schon fast so naturwissenschaftlichen Vibe Aber zu weit gehört.
00:24:56: auch wir waren damals auch relativ entspannt weil Handys und der Handykonsum und Co.
00:25:02: noch nicht die Rolle gespielt hat, wie das vielleicht heute ist.
00:25:05: Wir hatten jetzt kein WLAN oder sowieso kein Internet
00:25:07: usw.,
00:25:07: da war jetzt nicht das Thema in der Form... Im Hintergrund hat die Küche das weiß ich auch noch dann irgendwie Eishöfe gekauft aus den Supermärkten um irgendwie dass was wir kühlen mussten zu küheln.
00:25:19: aber sie haben einfach im Kern eine sichere Stimmung vermittelt und ich kann mich nicht erinnern mal irgendwie das Gefühl gehabt zu haben Das könnte jetzt kritisch werden.
00:25:27: Ich glaube, ich komme aus einer anderen Zeltlagertradition.
00:25:30: Bei uns hat in der Regel nur die Küche Strom über den Stromaggregat.
00:25:34: Die Zelte haben Öllampen oder Solarlampen.
00:25:38: Es gibt sowieso eigentlich nicht Steckdosen.
00:25:41: Deshalb spielte das da nicht so eine Rolle.
00:25:43: aber ich erinnere mich an mein allererstes Zeltlager wirklich mit neun Jahren wo wir nachts wegen Starkregen in die Schreune evakuiert wurden.
00:25:53: Also ich fand das total krass, weil also ich habe wirklich noch so Bilder vor Augen wie meine Zeltleiterin.
00:26:00: Wie die anderen Jugendleiterinnen da wirklich klatschnass und mit so Spaten bewaffnet irgendwie Gräben um die Zelte gezogen haben und dann so komplett kaputt in diese Scheune kamen wo wir auch alle ganz aufgeregt waren und trotzdem Wie du auch gerade sagtest, uns ein gutes Gefühl vermittelt haben.
00:26:19: Es gab irgendwie heißen Kaba, heißen Cacao und es war einfach so... naja das war irgendwie klar!
00:26:24: Es geht jetzt darum erstmal alle zu beruhigen und zu gucken dass man die Sachen trocknet.
00:26:28: und da wenn ich so darauf zurückblicke empfinde ich das auch als einen extrem hohen Grad von Professionalität und ich weiß auch selbst wie ich in Krisensituationen reagiert habe Bleibt da lustigerweise relativ entspannt bei meinen Kopf dann sofort in so ein Modus geht, dann geht das auch ganz gut dabei.
00:26:48: Wenn ich halt so überlege... was größeres wäre.
00:26:52: Also auch nicht nur ein kurzer Stromausfall oder einen starken Ereignis, das begrenzt ist, sondern es eben jeder... also wenn uns Fadi zuhören ihr wart alle jetzt in den vergangenen Jahren auf Jamborees die auch wegen irgendwas evakuiert werden mussten!
00:27:06: Das ist ja etwas, was Teil zu unserer Routine gehört.
00:27:10: aber wenn wir das mal als Teil von Zivil- und Bevölkerungsschutz und eben nicht nur als ...das muss man halt in der Jugendarbeit zu machen betrachten naja Also dann ist es halt das Zivil- und Bevölkerungsschutz eben nicht nur Aufgabe des Staates, sondern auch das was wir als Bevölkerung tun können um Resilienter zu werden.
00:27:31: Und dann ist Jugendarbeit glaube ich ein zentraler Schlüssel dafür wie Kinder und Jugendliche selbst Resiliente werden können im Sinne von Präventionen.
00:27:38: aber ich glaube auch dass Jugendarbeit Jugendverbände sich als Teil der Infrastruktur verstehen müssen, die im akuten Fall selbst auch handlungsfähig ist.
00:27:48: Das ist natürlich ein bisschen schwierig, weil wir ehrenamtlich getragen sind zu großen Teilen und trotzdem glaube ich dass wir einen wesentlichen Teil dazu beitragen können Resilienz zu steigern.
00:27:59: Resilienz übrigens noch so ein Begriff, den man gerade überliest bedeutet die psychische Widerstandskraft von Menschen Krisen Stress oder Rückschläge zu verstehen und gestärkt daraus hervorzugehen.
00:28:09: wir sprechen ja auch von Selbstwirksamkeit ganz häufig in diesen Zusammenhängen.
00:28:13: Wir haben das in Teilen übrigens auch schon während der Corona-Pandemie erlebt vielleicht auch ohne ganz großes Nachdenken unter diesem Rahmen, den wir jetzt hier setzen Jendrik.
00:28:22: Wir haben das einfach gemacht in dem Angebot der Jugendarbeit in den digitalen Raum verlegt wurden damit Kontakt zu jungen Menschen gehalten werden konnte die das Haus nicht verlassen durften und so haben wir auch soziale Beziehung aufrechterhalten und auch ein Teil dazu beigetragen dass die psychische Gesundheit von Nicht allen aber einigen jungen menschen nicht sofort irgendwie den Bach runtergeht.
00:28:45: Ich fand auch spannende Jugendgruppen, die sich organisiert haben und Einkäufe für ältere Menschen erledigt haben.
00:28:51: Die aufgrund von Vorerkrankungen zu Hause bleiben mussten.
00:28:56: Das ist ein Teil von Zivil- und Bevölkerungsschutz.
00:29:01: oder indem wir unermüdlich und immer wieder, das war ja wirklich im Tages- und Wochentag teilweise die neuen Abstands- und Hygieneregeln in den Alltag von Jugendarbeit übersetzt haben.
00:29:12: Sodass auch echte Begegnungen stattfinden konnten!
00:29:15: Aber ist es auch nach der Pandemie wirklich Teile unseres jugendpolitischen Profils geworden?
00:29:22: Fabian von der THW-Jugend NRW hat auch darauf eine Perspektive mitgebracht.
00:29:28: Die junge Menschen, die mir bedrohen waren... Welche in unserer Welt mal existiert?
00:29:33: Sie wachsen mit diesen Bedrohungen heran und werden eine weitere Zustützung, egal sei es das Sondertucker des Tofen aber auch Hybridenbedrohung erleben.
00:29:43: Kinder und Jugendliche sind aufgrund ihres Alters einfach anfälliger für extreme Wetterlage und Krieb.
00:29:49: In Zeiten wo wir mit Desinformationen und Angriffen auf unsere Demokratie zu kämpfen haben müssen wir da versorgen dass junge Menschen Selbsthilfsabgelserfahrungen machen sich mehr zu trauen sich äußern und so die Gesellschaft noch ein Stück Resilient haben.
00:30:02: Das ist doch auch ganz einfach!
00:30:04: Die Aufgabe von Jugendpolitik ist es, auf die Gefahren für junge Menschen hinzuweisen und ihre Belange dabei ernst zu nehmen.
00:30:11: Es ist die Aufgabe uns allen dafür zu sorgen dass unsere Gesellschaft Resilienter gegenüber krisen werden.
00:30:15: Und die Pestektive von jungen Menschen darf dabei nicht außer Acht belasten.
00:30:19: Einen Satz an unserem letzten Bundesjugendausschuss geht mir bei dem Thema Zivischutz- und Krisenresilienzer fangt aus gekauft.
00:30:26: Wenn wir schaffen, dass unsere Jugendlichen ihr Wissen zum Schutz vor Krisen und bedrohen, mit ihrer Familie oder auch in die Schule nehmen.
00:30:34: Dann können wir die Gesellschaft vielleicht ein Stück öffnen.
00:30:39: Ja aber sind wir da mal ehrlich dafür müssen ja auch die jungen politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden egal ob wir uns mit einer akuten Krise beschäftigen oder mit etwas das wir uns nicht wünschen aber definitiv Teil von einem Zukunftsszenario sein könnte.
00:30:52: Christian Patzelt ist seit Jahrzehnten Bundesjugendleiter der Deutschen Jugendfeuerwehr im Deutschen Feuerwehrverband und außerdem Mitglied im Bundesjugenkuratorium, dass das Bundesjugendenministerium in jungenpolitischen Fragen bereitet.
00:31:05: Er schätzt das Thema folgendermaßen ein!
00:31:09: Ja, ich nehme das Thema Zivil- und Bevölkerungsschutz tatsächlich nur sehr wenig als jugendpolitisches Thema war.
00:31:17: Und insbesondere halt auch tatsächlich nur aus dem Bundesministerium für Bildung Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
00:31:24: hier gibt es schon das aktive zugehen auf die helfenden Verbände zum Beispiel und insbesondere eben auf die Jugendverbandarbeit.
00:31:34: Aber es ist für mich eben ein übergreifendes Thema, was in der Jugendpolitik auch Ressortübergreifend viel stärker verankert werden sollte.
00:31:44: Für mich sind es Zivil- und Bevölkerungsschutz wie Klimaschutz, wie Demokratieverteidigung, wie Gesundheitspolitik und viele andere Themen wirklich Eckpfeiler für unsere Politik und Gesellschaft in der Zukunft.
00:32:02: Deswegen finde ich es wirklich absolut ratsam, da auch noch mal eine Schippe draufzulegen und eben eine deutlich höhere Bedeutung zukommen zu lassen.
00:32:11: Und auch den Gedanken und Entwicklungsschritten jetzt des Bundesjugendministeriums hier zu folgen.
00:32:19: In diesem unglaublich heißen Sommer wurden ja auch Stimmen laut, die den sogenannten Hitzeschutz als Teil von Bevölkerungsschutz wieder stärker machen wollten und dem auch mehr politische Aufmerksamkeit schenken wollten.
00:32:32: Ich erlebe aber ehrlich gesagt trotz Pandemie-Erfahrungen, trotz der offensichtlichen Bedrohungslage – auch in unseren Kreisen bisweilen Widerstände sich mit der Rolle von Jugendarbeit, Jugendverbandsarbeit und ihrem jugendpolitischen Auftrag als Teil von Zivilgesellschaft in Bezug auf Zivil- und Bevölkerungsschutz.
00:32:51: Aber auch mit der Verantwortung jedes Einzelnen auseinanderzusetzen – auch und das kann ich verstehen weil da im Horizont diese berechtigte Angst vor Krieg in Europa liegt die unsere Generationen also die wir hier aufgewachsen sind so nicht kennt oder kannte.
00:33:07: Mein Vater war in den Siebzig- und Achtzigerjahren im Katastrophenschutz aktiv.
00:33:11: Ich selbst war zwanzig, fünfzehn, sechzehn beruflich beim Malteser Hilfsdienst in den Katastrofenschutz eingebunden.
00:33:17: Und ich habe seitdem die Zeitstrufe des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophehilfe BBK im Abo liegt immer bei mir auf der Toilette.
00:33:26: Ehrlich gesagt aus Interesse an dem was in der Forschung und Praxis zu diesen Themen los ist – da ist einiges los!
00:33:33: Aber jedes Mal, wenn das BBK wieder mal eine seiner Listen rausgibt was man an Notfall bevor Ratung so an Lebensmitteln, Kerzen, Batterien, Trinkwasser und Kurvor halten sollte.
00:33:45: Da fegt ein Sturm der Entrüstung durch das Internet.
00:33:49: Der natürlich zurecht darauf hinweist, dass man sich erst mal die Ressourcen haben muss um sich das leisten zu können und sich zu bevorraten.
00:33:57: Wir reden da nicht nur über Geld wir reden auch über Stauraum.
00:34:00: Man muss es ja auch regelmäßig austauschen usw.
00:34:03: Aber... Ich höre nur wenige Stimmen, die sagen dass sie sich selbst mit dem Thema auseinandersetzen und das finde ich ehrlich gesagt auch immer ein bisschen einfach zu sagen.
00:34:13: Nur der Staat muss das regeln!
00:34:15: Der Staat muss da was regeln.
00:34:16: aber Fabian hat das vorhin erklärt es geht eben auch darum wie wir selbst uns resilienter machen.
00:34:23: Also ich erlebe das im eigenen Umfeld jetzt auch noch nicht so oft, außer meine Eltern die sagen wir wollen das Haus noch nicht verkaufen weil es könnte doch sinnvoll sein dass vielleicht unsere Kinder das irgendwann als Zufluchtsort nehmen.
00:34:32: und wir haben eine große Wiese und können dort wieder selber etwas anbauen.
00:34:35: Und auch in den umliegenden Feldern werden das teilweise wieder verkauft, weil Menschen sich dort Felder mieten um sich dann eben selbst versorgen zu können.
00:34:45: Aber so in meiner Bubble ist es höchstens dann ein Thema, wenn es erste Hilfekurse für Kriegsfälle gibt.
00:34:51: Die hat teilweise von Unikliniken angeboten werden und wo dann doch Menschen auch im meinem Alter sagen okay da müssen wir mal was machen!
00:34:58: Und ich glaube am Ende müssen wir beides zusammen denken.
00:35:01: Menschen brauchen irgendwie Wissen darüber wie sie in Krisen handeln können und gleichzeitig darf der Bevölkerungsschutz aber auch nicht davon abhängen ob jetzt jemand Platz und Geld für einen Notvorrat hat also das zum Beispiel mein Eltern Haus haben oder dass Leute sich leisten können ein Feld anzumieten.
00:35:14: einfach krasse Bedingungen, krass privilegierte Bedingung an der Stelle.
00:35:18: Und deswegen ist es für mich dann auch eine jungpolitische Frage wie schützen wir junge Menschen?
00:35:23: Wie beziehen wir sie in Entscheidungen ein?
00:35:25: und wie sorgen wir am Ende auch dafür dass Jugendarbeit in Krisen handlungsfähig bleibt?
00:35:29: und darüber sollten wir auch sprechen können ohne jede Debatte zumindest kommt mir das manchmal so vor auf den Kriegszustand zu verengen
00:35:37: Ja, aber wir sind da auch ganz schnell wieder bei diesen Fragen die wir hier in mehreren Podcast-Folgen schon verhandelt haben.
00:35:43: Was ist mit Wehrdienst?
00:35:44: Wie stehen wir dazu?
00:35:46: Was ist da eine jugendpolitische Perspektive drauf?
00:35:48: Ich finde das Thema dann auch schnell unter verschiedenen Verbands... Traditionen irgendwie so abdriftet.
00:35:55: Nämlich in der Verbandslandschaft wird das Thema ganz schnell an die Blaulichtverbände abgeschoben, also an... Ich glaube G-Sieben nennen sie sich.
00:36:03: Das deutsche Jugendrotkreuz, die Arbeiter Samariterjugend, die DLRG-Jugend, Die Deutsche Jugendfeuerwehr, die Johanniterjugende, die Malteserjugend und die THW-Jubend.
00:36:12: Also man nennt die auch die Helfendenverbände, man sagt doch ganz häufig die Blaulechtverbände eher so ein bisschen zusammengefasst weil man sich da sofort was darunter vorstellen kann.
00:36:20: Aber Jendrik, sind nicht auch unsere Herkunftsverbände aus dem konfessionellen Spektrum?
00:36:25: Sind die Sportjugend-Kulturverbände aber übrigens auch die offene Kinder und Jugendarbeit nicht auch Teil dessen was man als Zivil- und Bevölkerungsschutz verstehen könnte.
00:36:35: Und auch definitiv müsste.
00:36:37: Fabian hebt an dieser Stelle hervor wie wichtig es ist jugendverbandliche Prinzipien zum Ausgangspunkt gemeinsame Überlegungen zu machen Wie man über die Rolle von Jugendarbeit in der Stärkung von Krise resilience spricht.
00:36:51: Natürlich liegt bei der TV-Jugend ein starker Fokus auf fachtechnische Ausbildung.
00:36:56: Und die ist bei uns auch noch sehr spezifisch, aber wir bringen unsere Jugendarbeit immer wieder mit anderen Feldern der Jugendarbeitssitzung zusammen.
00:37:04: Die
00:37:05: TV- Jugendararbeit fußt im Prinzip auf fünf Säulen – der aktiven Freizeitgeschleitung, der Bildungsarbeit und der internationalen Zusammenarbeit mit dem sozialen Engagement und natürlich der Fachlehrungstil.
00:37:18: Den SGB Acht Ultras wird vielleicht auch aufgefallen sein, dass sich diese Elemente genau dort wiederfällt.
00:37:24: Neben einer fachlichen Bildung zum Mal erhalten bei Krisen gehört für uns aber eben eine starke Demokratie und eine resilientige Gesellschaft.
00:37:33: Und so lernen Jugendliche bei uns früh wie Mitbestimmung funktioniert und haben die Möglichkeiten auf allen Ebenen in unserem Verbandes mitzuwirken
00:37:40: und sich
00:37:40: dabei persönlich weiter zu entwickeln was natürlich
00:37:44: alle Jungen
00:37:44: verwendet in irgendeiner Weise auszahlen.
00:37:46: Wir möchten da als TV-Jugend für das ganze Thema einfach nicht uberlierhaft sein.
00:37:51: Aber wir würden uns wünschen, dass es eine breitere Auseinandersetzung mit dem Thema Kriegsnereviens gibt – vor allem wenn es um junge Menschen geht!
00:37:58: Die Lage in der Welt und auch die zunehmenden extremenwerte Ereignisse zwingen uns ja eigentlich
00:38:03: dazu.".
00:38:05: Und auch Christian von der Jugendfeuerwehr macht sehr deutlich, dass bei Zivil- und Bevölkerungsschutz um mehr geht als um Bevorratungslisten von Bundesbehörden sondern um eine ganz grundsätzliche jungenpolitische Frage, beschäftigen muss.
00:38:20: Was müsste die Bundesregierung das Bundesministerium eigentlich tun, um Zivil- und Bevölkerungsschutz zu einem Thema für Kinder und Jugendliche zu machen?
00:38:29: Aus meiner Sicht müssen Bundesregierung, Bundesjugendministerium, Innenministerium und Verteidigung das Thema Zivil und Bevölkerungsschutz als Gemeinschaftsprojekt anerkennen und auch gemeinsam denken.
00:38:41: Und hier steht für mich in allererster Linie, dass Kinder und Jugendliche beteiligt werden.
00:38:47: Und zwar alle Kinder und Jugendlichen!
00:38:50: Nicht nur diejenigen, die jugendverbandlich organisiert sind oder sich ganz grundsätzlich schon für Politik interessieren.
00:38:58: Das Thema Zivil- und Bevölkerungsschutz wird uns als Gesellschaft wirklich fordern – in allen Belangen wird insbesondere die Jugendlichen fordern, die bereits mit der Corona-Zeit erhebliche Einschränkungen erfahren haben.
00:39:15: Und da tatsächlich jetzt darauf Rücksicht zu nehmen und zu erkennen dass genau diejenigen jetzt ja mit Verunsicherung beaufschlacht werden verunsichert werden, die schon durch diese Phase gegangen sind aus meiner Sicht nicht mit einer umfänglich guten Begleitung.
00:39:35: Die müssen aufgeklärt werden und müssen halt tatsächlich auch um ihre Meinung gefragt werden.
00:39:41: Und dann eben nicht nur im Sinne von Scheinbeteiligung, sondern auch im Sinne der Vorbereitung für Entscheidungen die am Ende nachvollziehbar sind.
00:39:52: Das ist sehr abstrakt aber ich hoffe dass man einigermaßen nachvollziehen kann das es mir vor allem darum geht.
00:40:03: Ein Thema ist, was sich einfach nur um Staatsverteidigung dreht.
00:40:08: Sondern war es wirklich in der Mitte der Gesellschaft und insbesondere für die Menschen, die noch weit in die Zukunft blicken sollen und dürfen und das auch mit großer Zuversicht tun sollen.
00:40:22: Das betrifft genau diejenigen und an die müssen wir hier an allererster Stelle
00:40:26: denken.".
00:40:28: Wir wissen, dass wir hier in unserem kleinen ehrenamtlichen Podcastprojekt auch nur einen ganz kleinen Impuls liefern können.
00:40:35: Ein Denkanstoß für alle die uns zuhören und die sich vielleicht auch wie wir angesichts der globalen Lage aber auch den Katastrophen die so um uns herum passieren fragen was sie denn tun können außer Kerzen und Kurbelradio und einem Gaskocher zu kaufen?
00:40:49: Wir tun in unseren Arbeits- und Engagementfeldern schon sehr viel um Kinder und Jugendliche Resilienz zu machen Aber wir müssen dies eben auch zum Argument machen, warum die Interessen von Kindern und Jugendlichen bei so einem überlebenswichtigen Thema nicht einfach beiseitegeschoben werden können.
00:41:05: Und wie dies auch als Argument gegenüber der Politik nutzen müssen.
00:41:09: Krisenvorsorge!
00:41:10: Nicht ohne uns – und ohne Jugendpolitik – als Handlungsleiten zu denken und zu machen.
00:41:16: Es ist ein erster
00:41:17: Schritt.".
00:41:25: Wir kommen zum jungenpolitischen Ticker, in dem wir euch ein aktuelles Update darüber geben was gerade jung politisch so los ist.
00:41:30: und ein erstes heißes Thema ist dass die Bundeszentrale für Politische Bildung laut Medienberichten eine neue Präsidentin bekommt.
00:41:39: Nina Hauer früherer MdB für die SPD und grade noch Schulleiterin einer Schule in Berlin soll bald von Innenminister Alexander Dobrindt in ihrem neuen Amt bestätigt werden nachdem Sönkirix nach nur wenigen Monaten das Handduck geworfen hat.
00:41:55: wer diese Besetzung jetzt ein wichtiges Zeichen für die politische Bildung in Deutschland und könnte etwas mehr Ruhe in die BVB bringen, die jetzt schon eine Weile führungslos durch die Gegend schippert.
00:42:09: Normalerweise passiert nicht so viel wenn kommunale Kinder- und Jugendparlamente nette Reels auf Insta posten.
00:42:16: doch das was das Kinder-und-Jugend Parlament Marzahn Hellersdorf, das ist ein Berliner Bezirk vor rund zwei Wochen gepostet hat gehen wir all den.
00:42:24: Es betrifft alle jungen Menschen in Deutschland.
00:42:27: Die Mitglieder des Keopas wollten eine Plenarsitzung des Deutschen Bundestags besuchen und mussten feststellen, das geht erst ab fünfzehn Jahren!
00:42:35: Und daraufhin haben sie der Bundestagspräsidentin Julia Klöckner einen Brief geschrieben und darauf aufmerksam gemacht dass Sie diese Regelungen nicht nachvollziehen können und auch nicht fair finden.
00:42:43: Sie forderten eine Überprüfung dieser Altersgrenze, den gleichberechtigten Zugang für Kinder und Jugendliche.
00:42:49: Eine altersgerechte Vorbereitung und pädagogische Begleitung und mehr verständliche Bildungsangebote Und in Ihrem Post berichten sie davon das Julia Klöckner zwar geantwortet habe Ihnen diese Antwort aber zu unkonkret und ausweichend gewesen sei.
00:43:02: Und deshalb wollen Sie am Thema dran bleiben!
00:43:05: Der Post, der hier über elf Tausend Likes wurde vielfach geteilt und kommentiert – und vor allem mit Zustimmung zum Anliegen des Q-Pass.
00:43:13: Manche verwiesen darauf das es als alle ein bis zwei Monate eigene Führungen für Kinder... Gebe oder merkten an, dass die Anwesenheit von Kindern auf der Zuschauer-Tribüne den Ablauf der Plenarsitzung stören könnte.
00:43:25: Oder sie beurteilten dem Besuch einer Plenar-Sitzung als ohnehin nicht pädagogisch wertvoll?
00:43:31: Hinter der Forderung des Kinder und Jugendparlaments Marzahn Hellersdorf im Übrigen ein Bezirk mit einer besonders hohen Kinderarmutsquote.
00:43:39: Da steckt aus unserer Sicht aber eine sehr wichtige Frage, die man nicht so leicht vom Tisch wischen kann wenn über dem Reichstag der Satz Dem deutschen Volke steht!
00:43:48: sind Kinder und Jugendliche hier mit gemeint.
00:43:52: Und wenn ja, müssten sie dann nicht auch Zugang als Besucherinnen wie alle anderen Bevölkerungsteile haben und vor allem an allen unser demokratisches System betreffenden Prozesse teilhaben – also auch an zugegebenermaßen oft langweiligen Bundestagsdebatten?
00:44:08: Miriam Zelleck, die hessische Beauftragte für Beteiligung und Förderung von Kindern und Jugendlichen hat es auch kürzlich noch mal so ähnlich ins Wort gebracht.
00:44:16: Kinder- und Jugendliche sind nicht die Bürgerinnen von morgen sondern schon heute BürgerInnen unmitrechtenbelehend.
00:44:22: Und sie immer nur dann als Teil der Gesellschaft anzuerkennen wenn's gerade politisch in den Kram passt.
00:44:27: also Stichwort Werdienst Pflichtdienst das empfinde ich auch alles ganz schön unehrlich.
00:44:32: Wenn junge Menschen einer Plenarsitzung beiwohnen wollen Dann sollten sie das tun dürfen, ohne dass ihnen Erwachsenen sagen, dass es pädagogisch ähnlich sinnvoll sei.
00:44:41: Das entscheiden die jungen Menschen selbst.
00:44:43: und wer sich um die Ruhe im Parlament sorgt... Die Zwischenrufe der AfD sind lauter als jedes Kinderlachen auf der Zuschauertribüne!
00:44:54: Nachdem wir in der vergangenen Folge schon über das Bayern-Jahr gesprochen haben, geht es jetzt wieder in den Süden.
00:44:59: Bayern hat nämlich einen neuen Minister und zwar für Jugend und Demokratie Manuel Knoll, thirty-six Jahre alt und Landesvorsitzender der Jungen Union.
00:45:08: Also er ist noch nicht vereidigt.
00:45:10: Das passiert erst am Mittwoch aber er wurde bereits ein Tag nach den Landtagswahlen im Berlin und MV vom bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder im Zuge eines Kabinetts um Baus angekündigt und auch vorgestellt.
00:45:21: Der Europaminister wurde abberufen, das Thema Europa ist jetzt bei einem anderen Minister untergebracht und Söder sagte ihn treiben wir das Verhältnis vieler junger Menschen zu Demokratie um.
00:45:30: Und Knoll soll deshalb künftig die Stimme der Jugend in die Politik tragen und zugleich die Politik der Staatsregierung stärker in junge Wähler in Schichten hinein vermitteln.
00:45:40: Wir gratulieren natürlich an dieser Stelle Manuel Knoll zur neuen Aufgabe!
00:45:44: Natürlich ist es sehr wichtig die Demokratie zu stärken und junge Menschen für demokratische Ideen zu begeistern.
00:45:50: Und dass bei einer Kabinettsumbildung ausgerechnet Jugend so prominent hervorgehoben und sogar mit einem eigenen Ministerposten versehen wird, ja das ist jetzt alles andere als selbstverständlich.
00:46:01: Und trotzdem muss man fragen, geht es hier wirklich um Jugendpolitik oder um was anderes auf der Söder-Agenda?
00:46:07: In der letzten Folge haben wir – du hast es gerade gesagt – Jendrik über das Bayernjahr berichtet einen neuen freiwilligen Dienst, der als Zitat Blaupause für einen künftigen Pflichtdienst dienen könnte und irgendwie auch als Wink mit dem Zaunfall Richtung Berlin und Bundespolitik gelesen werden könnte.
00:46:22: Ja und ja auch Richtung Friedrich Merz, der sich bekanntermaß mit diesen jungen Leuten schwer tut!
00:46:27: Und wie immer, wir stellen hier nur Fragen Braucht es für die Schnittstelle von Jugend und Demokratie tatsächlich einen eigenen Staatsminister oder bräuchte das nicht viel mehr eine starke, ressortübergreifende Jugendpolitik?
00:46:42: Denn es könnte ja gut sein dass nun andere Ressorts müde abwinken wenn sie in ihrer jugendpolitischen Verantwortung adressiert werden.
00:46:48: Und können dann einfach auf den Jugendminister verweisen.
00:46:51: der kümmert sich dann doch.
00:46:52: Die zweite Frage wäre wenn Wahlergebnisse und gesellschaftliche Radikalisierung Anlass für einen Demokratieminister sind.
00:46:59: Warum richtet sich der Blick dann so stark auf junge Menschen?
00:47:03: Wir haben es gerade in der Analyse unserer Wahl, der der Wahlergelbnisse noch mal gesagt könnten nicht auch Erwachsene dringend mehr politische Bildung und Demokratieförderung vertragen.
00:47:14: Politische Bildungen ist auch längst Teil von Jugendarbeit und Jugendhilfe nach dem SGB VIII Und die bleiben wir jetzt auch auf Ressortfragen gucken Das bleibt im Sozialministerium.
00:47:25: Wie viele Zuständigkeitsklärung braucht es denn künftig unter den Häusern, bevor aus diesem neuen Titel tatsächlich auch wirksame Politik wird?
00:47:33: In der Kommunikation innerhalb des Landesverwaltungen könnte dadurch einiges verloren gehen wenn man das so aufgeteilt lässt.
00:47:40: Ungeklärt ist auch noch ob und wie viel eigenes Budget der neue Staatsminister erhält.
00:47:44: Wenn der Bereich Jugend vom Sozialministeriums in die Staatskanzlei wandert, wandert dann auch das Geld dort hin Noch mehr Geld als sonst, das wäre ja durchaus wünschenswert.
00:47:56: Und jetzt eher aus der verbandlichen Sicht – wer soll hier eigentlich wessen Stimme sein?
00:48:00: In Bayern gibt's mit dem Bayerischen Jugendring bereits eine gesetzlich verankerte Interessenvertretung junger Menschen!
00:48:06: Jugendpolitik sollte nicht nur Politik für junge Menschen machen oder Regierungspolitik an junge Menschen vermitteln.
00:48:13: Sie muss ja Strukturen schaffen in denen die jungen Menschen selbst wirksam Einfluss nehmen können und das ist der Job der Jugendverbandsarbeit
00:48:19: Und vielleicht klingt das jetzt nach einem jungen politischen Spezialdiskurs, aber dahinter steckt ja eine ziemlich grundsätzliche Frage.
00:48:26: Geht es hier um mehr Einfluss für junge Menschen auf Politik oder darum dass Politik wieder mehr Einfluß auf junge Menschen bekommt?
00:48:35: In Folge siebensechzig haben wir darüber gesprochen, wie Kinder und Jugendliche im Netz besser geschützt werden können.
00:48:40: Und jetzt hat Ursula von der Leyen mit dem EU-Kids Act einen konkreten Gesetzesvorschlag vorgestellt.
00:48:46: und danach sollen Kinder unter dreizehn Jahren keine eigenen Social Media Accounts haben.
00:48:50: Dreizehn und vierzehnjährige sollen nur eingeschränkte Konten nutzen können, die ihre Eltern oder sorgeberechtigten Einrichten begleiten.
00:48:57: Und ab fünfzehn Jahren wären eigene Accounts möglich für minderjährige aber mit strengeren Sicherheitsregeln und unerwünschte Kontakte vorgehen, und auch Spiele sowie KI-Angebote stärker in den Blick nehmen.
00:49:12: Das Ziel bleibt für uns grundsätzlich nachvollziehbar.
00:49:14: Plattformen müssen mehr Verantwortung für die Sicherheit junger Menschen übernehmen.
00:49:19: Hate Aid, die Organisation begrüßt diesen Ansatz erinnert aber daran dass bereits geltende Schutzpflichten aus dem DSA den Digital Services Act auch endlich mal konsequent umgesetzt werden müssen.
00:49:30: Netzpolitik.org kritisiert vor allem die geplanten Alterskontrollen.
00:49:33: sie könnten weit über soziale Medien herausreichen und auch Verwachsene und Eltern neue Nachweispflichten schaffen.
00:49:40: darüber haben wir ja auch schon gesprochen.
00:49:42: Und damit stehen Datenschutz anonymer Zugang zur Information und digitale Teilhabe junger Menschen eindeutig auf dem Spiel.
00:49:49: Im Podcast, was mit Medienerziehung?
00:49:51: ganz liebe Grüße werden in der aktuellen Folge vom Zweiundzwanzigsten September auch die Chancen des Entwurfs besprochen – eine sehr höhrenswerte Ergänzung zu kritischen Debatte und auch unserem kritischen Blick?
00:50:03: Jetzt verhandeln das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten über den Vorschlag!
00:50:07: Für uns ist dabei nach wie vor entscheidend, ob am Ende die Plattform ihre Angebote wirklich sicherer machen und junge Menschen trotzdem informiert, beteiligt und selbstbestimmt im Netz unterwegs sein können.
00:50:18: Wir bleiben dran – da ist nämlich auch noch einiges übrigens aus dem Hause Prin zu erwarten – angekündigt für Oktober!
00:50:44: Vor mir liegen zwei sehr vergnügliche Wochen, denn ich bin in einer Jury beim Internationalen Kinder- und Jugendfilm Festival Schlingel in Chemnitz.
00:50:53: Und darf eine Woche lang jeden Tag mindestens vier Kinder-und-Jugendfilme sehen unter anderem – da freu' ich mich riesig drauf!
00:51:00: Die Weltpremiere der neuen Produktion der Augsburger Puppenkiste Der Regenbogenfisch oder die Weltpremierer von Das Neinhorn nach dem Buch von Marc Uwe Kling.
00:51:10: Ich freue mich jetzt schon unglaublich darauf.
00:51:13: Aber bevor es zum Filmfestival geht, fahre ich nach Düsseldorf und habe ein ganz erwachsendes Highlight vielleicht sogar eher für so ältere Damen, älterei Personen in meinem Alter.
00:51:23: Ich gehe zum Backstreet Boys Konzert.
00:51:26: Ja wie soll ich da jetzt andocken wo du gesagt hast vielleicht ist das ein Event für älter Damen?
00:51:30: Ich gehe da ja auch hin!
00:51:32: Ich bin am Dienstag auch bei den Backstreat Boys tatsächlich.
00:51:35: also ich bin schon sehr gespannt dass wird auch sehr glücklich.
00:51:38: Das
00:51:38: wird sehr vergnüglich, also es war auch nicht um dich zu diskriminieren.
00:51:43: Du bist ja noch mal zehn Jahre jünger als ich.
00:51:45: So in meinem Alter waren einfach ganz viele in ihrer Teenagerzeit riesige Backstreet Boys-Fans!
00:51:50: Nicht nicht?
00:51:51: Ich war immer Team Take That liebe.
00:51:53: Es lief halt auf jeder Party, neunziger Party oder sowas und man hat das immer mitgesungen und mittlerweile spiele ich's auf Gitarre irgendwie... ...ich bin sehr gespannt wie das Ganze dort wird.
00:52:03: Und ansonsten bin ich wieder viel unterwegs in Dortmund, in Düsseldorf an anderen Orten nicht ganz so weit bewegt mich ja selten aus NRW raus und trotzdem irgendwie immer dabei.
00:52:14: viele Vorbereitungen für den Oktober und November.
00:52:16: es wird nicht langweilig sind.
00:52:17: Verabschiedung dabei ist in allen Führungen dabei von neuen Kolleginnen da tut sich auch ein bisschen was an den verschiedenen Stellen.
00:52:24: Ich bin sehr gespannt.
00:52:25: unsere nächste Folge erscheint am zwölften oktober.
00:52:29: und wie immer ich sag jetzt mein Sprüchlein Gebt uns Sterne, gebt uns Rückmeldung.
00:52:35: Podcast zu machen ist manchmal ein sehr einseitiges Business weil wir treffen beide tolle Leute auf Veranstaltungen die uns sagen Wir hören auch euren Podcast voll toll aber sonst kriegen wir das nicht so mit.
00:52:47: Also deshalb gibt uns Bescheid wenn ihr die Folge gehört habt Wenn ihr Meinungen dazu habt wenn ihr irgendwas noch dazu beitragen wollt Feedback und Kritik wir freuen uns darüber.
00:52:55: Wir freuen uns aber ganz besonders über eure Bewertungen Auf der Podcast-Plattform Eurer Wahl.
00:53:00: Wir machen das hier ehrenamtlich.
00:53:02: Eure Sterne sind auch Teil unseres Lohns, würde ich sagen.
00:53:06: Aber eigentlich am allermeisten der persönliche Austausch mit euch zu dem was gute Jugendpolitik so sein kann.
00:53:12: Passt gut auf euch auf!
00:53:13: Kommt es werden noch mal ein paar etwas wärmere Tage also kommt gut durch den Spätsommer.
00:53:18: Frühherbst passt gut auf Euch auf und wir hören uns bald wieder.
00:53:23: Tschüssi!
00:53:28: Berufsjugendlich ist ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind mit jungen Menschen arbeiten oder sich für die Interessen junger Menschen einsetzen.
00:53:56: Alle vierzehn Tage gibt es eine neue
00:54:07: Folge.
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