Folge 67: Berlin, Berlin - es sind Wahlen in Berlin
Shownotes
An dieser Stelle findet ihr interessante und hilfreiche Links zur aktuellen Folge:
Gesammelte Links bei Google Docs: https://tinyurl.com/berufsjugendlich
Instagram Dr. Anna Grebe: @medien.politik.partizipation
Instagram Jendrik Peters: @airjendrik
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00:00:01: Hallo und herzlich willkommen zu Folge siebenundsechzig des Podcasts Berufs Jugendlich.
00:00:05: Wir sind Anna Grebe und Jendrik Peters, und wir berichten alle zwei Wochen über das was jugendpolitisch in Deutschland so los ist und wie man eine starke Verbündete oder ein starker Verbündeter für die Interessen von Kindern und Jugendlichen werden
00:00:17: kann.
00:00:18: In der heutigen Folge nehmen wir uns das Bundesland vor dass in unserer September-Landtagswahl Reihe noch fehlt.
00:00:24: Wir schauen zurück auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, sprechen über den Abschlussbericht, den die Expertenkommission Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt vorgelegt hat.
00:00:32: Und über Neues aus dem Ehrenamtsministerium.
00:00:35: Wir haben Fragen zum sogenannten Bayernjahr, dass die CSU und die Freien Welle angekündigt haben – und wir haben zwei Veranstaltungstipps für euch!
00:00:44: Anna, vierzehn Tage sind wieder vergangen seit der letzten Folge.
00:00:47: Was war bei dir los?
00:00:48: So hast du ja schon angekundigt, dass du viel unterwegs sein wirst.
00:00:51: Ja, ich habe es gestern mal grob überschlagen.
00:00:53: Ich glaube, ich war jetzt innerhalb von vierzehn Tagen über dreitausend Kilometer mit der Bahn unterwegs.
00:00:59: Das würde ich sagen das ist schon ganz schön ordentlich und meist stabil und meistens auch sehr pünktlich.
00:01:04: Von daher beschwärre ich mich überhaupt nicht!
00:01:07: Und ich versuche jetzt wirklich nur so die vergangenen Tage weil sie so dicht waren nachzuerzählen.
00:01:11: Ich war beim allerersten Jugendhilfetag im Saarland.
00:01:16: Das Saarland hat sich beim letzten DOTAT gedacht, ach Mensch.
00:01:19: Das brauchen wir auch und hat tatsächlich eine geile Veranstaltung in Saarbrücken auf die Beine gestellt mit über tausendfünfhundert Teilnehmenden.
00:01:27: Es war wirklich super!
00:01:29: Und ich hoffe das wird auch fortgesetzt.
00:01:31: Dann war ich beim zweiten hessischen Landeskongressjugendarbeit in Marburg – da waren es nicht ganz tausende Fünfhunderte Leute aber auch super tolles Programm.
00:01:39: Da habe ich moderiert viele spannende Projekte und hab mich noch mal sehr inspirieren lassen von einigen Projekten aus der offenen Kinder- und Jugend ab... Arbeit.
00:01:46: Dann war die Lieblingstagung das Highlight meines Jahres, die Netzwerktagung Kommunale Jugendpolitik der LAG-Jugendringen NRW in Duisburg.
00:01:54: mit denen habe ich auch Geburtstag gefeiert.
00:01:56: Das war auch total schön!
00:01:58: Ich meine wenn möchte mich so ein bisschen für verrückt erklären warum ich an meinem Geburtstag arbeite ganz viele Nachrichten bekommen von Menschen.
00:02:04: alles Liebe zum Geburtstage.
00:02:05: hoffe du arbeitest heute nicht so dachte ja ja nein.
00:02:09: Ich habe die Zeit verbracht mit Menschen, die ich sehr gerne habe und mit denen ich gerne Zeit verbringe.
00:02:14: Und sonst genau hab' ich mich mit vielen Themen beschäftigt so von der Krisenkommunikation über die Konfliktbearbeitung bis hin zur Mädchenbeteiligung.
00:02:22: zwei super Wochen wieder ganz schön viel gelernt!
00:02:25: Und du so?
00:02:26: Also der Gratulation schlägt sich mir natürlich auch nochmal an, oder?
00:02:29: Vielen Dank.
00:02:29: Einen einen Tag nach deinem Geburtstag.
00:02:31: Alles Gute.
00:02:31: Danke, danke.
00:02:33: Ich war auch viel unterwegs, allerdings nicht mit so vielen Kilometern.
00:02:36: In verschiedenen Themen werden jungenpolitischen Ausschusses und unseres Jugendverbandes, wo wir alles auf den Kopf stellen gefühlt gerade.
00:02:42: Also alle sind da Fragen wie muss eigentlich Jung-Verband Struktur gerade aussehen damit junge Menschen wirklich partizipieren?
00:02:47: Und dass es trotzdem irgendwie gut möglich ist hauptamtliche und ehrenamtlich dergut unter einen Hut zu bringen.
00:02:54: Das hat Spaß gemacht das war spannend!
00:02:57: Auch bei der Dienstversprechung die Kollegin wiederzu.
00:02:59: Wir sind ja schon alle verteilt über NRW, Hessensale an Teilen von Rheinland-Pfalz und da sieht man sich einfach sehr selten in der Kerngruppe.
00:03:06: Und wir haben viele Menschen zu verabschieden oder neue Leute die eingefüllt werden.
00:03:09: also es ist gerade irgendwie so.
00:03:11: auch der Monat der Veränderung an ganz vielen Stellen und das spüre ich.
00:03:15: aber es macht Spaß ist anstrengend wie immer Aber eine positive Anstrengung würde ich sagen.
00:03:21: Ja und das ist ja der Herbst.
00:03:22: Der Herbst steht auch für die Veränderungen, insofern perfekter Monat um solche Transformationen anzustoßen?
00:03:27: Ja und ich habe zwischendurch gedacht es ist gleich so mein Sommer wieder aus, wo ich ja auch viel Zeit hatte mal ein bisschen runterzukommen und jetzt geht's wieder los.
00:03:34: aber ich finde das gut.
00:03:35: deswegen lass uns mal reingehen.
00:03:45: Vor einer Woche hat sich stattgefunden Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am sechsten Temba.
00:03:51: Wir blicken jetzt darauf zurück, nicht ganz so ausgebig denn Wahlanalysen gibt es ja auch schon genug Spekulation dazu wie jetzt eine neue Regierung aussehen könnte.
00:03:59: Gibt's auch jede Menge schon aber die Wahlentscheidung der Achtzehn bis Vierundzwanzigjährigen.
00:04:03: Die benötigen zumindest ganz kurz mal unsere und auch eure Aufmerksamkeit.
00:04:07: und stärkste Kraft wurde bei dieser Wählergruppe die AfD mit einundvierzig Prozent.
00:04:12: danach kam die Linke mit fünfzehnten, die Grünen mit vierzehn, die SPD mit neun Prozent und dann das BSW mit sechs und die CDU mit fünf Prozent.
00:04:22: Und was das Ergebnis für die AfD angeht, sieht man kaum Unterschiede zu den restlichen Wellen, die knapp vierzig Prozent der AfD gewählt haben.
00:04:29: Also ein komplett unerwartetes Ergebnis ist es für uns jetzt deshalb nicht.
00:04:33: Da streicht eher die Frage warum ältere Wellen an jüngeren Wellen die Anforderungen stellen, Klügereinscheidung als sie selbst zu treffen?
00:04:40: Spannender ist doch vielmehr dass die beiden Regierungsparteien im Bund also CDU und SPD zusammen nur auf rund vierzehnt Prozent kommen und Linke und Grüne zusammen auf neunundzwanzig Prozent.
00:04:51: Also können wir direkt von einer Links-Rechtspolarisierung unter jungen Wähler entsprechen, habe ich auch schon wieder oft gehört in meinen Strukturen.
00:04:58: Und Marcel Lewandowski Professor für Regierungs derer und Policyforschung an der Uni Halle mit dem wir schon den Folge fünfzehn Interview geführt haben – auch klare Empfehlungen!
00:05:06: Der betont dass man an diesen Ergebnissen eher sieht wie gering die Bindung junger Menschen an diese ehemals groß Volksparteien ist Und wie groß am Ende auch die Enttäuschung in Bezug auf die Bundesregierung, ihre Lösungskompetenzen und auch ihre Kommunikationsfähigkeit.
00:05:21: Ja, vor allen Dingen das glaube ich.
00:05:23: Aber spannend und gleichsam irgendwie auch diskussionswürdig in unserer Bubble ist die Tatsache, dass bei den U-Achzehn-Wahlen die Ergebnisse dazu führten, dass viele im Netz noch so eine Woche von der Wahl hoffnungsschöpften mit So takes a la the kids are alright!
00:05:39: Das habe ich ganz häufig gesehen als Bewertung.
00:05:42: Denn nach Auszählung aller Stimmen bei der U-achzehnwahl am einunddreißigsten achten lag die Linke von.
00:05:51: Darauf folgten dann die AfD mit zweiundzwanzig Komma elf Prozent, Bündnis Neunzig-Die Grünen mit zwölf Komma sieben Prozent, die SPD mit etwa acht Komma Sieben Prozent und die CDU mit sechs Komma Sechs drei Prozent auf.
00:06:05: weitere Parteien empfehlen zusammen achtzehn Komma Acht Prozent der Stimmen und wir wissen das für nur achtzehnt Wahl die Tierschutzpartei und so da sind Parteien auch abgebildet im Spektrum, die jetzt sonst bei so richtigen Wahlen nicht diese große Rolle spielen.
00:06:21: Und da ist ja schon ein Diskrepanz dar zu dem wie du gerade geschildert hast wir achtzehn bis vierundzwanzig jährige gewählt haben und es kann man ja auch bei den u-Achzehnwahlen nicht davon ausgehen das match mit Achtzehn radikal von einem Tag auf den anderen irgendwie ihre Perspektive ändern.
00:06:35: aber doch ist da ja irgendwas Und so ein Deutungsversuch dieser Diskrepanz zu diesen Erst- und Jungwählerergebnissen wäre, dass dort wo U.A.
00:06:46: stattfinden diese eben in einem pädagogisierten Rahmen also einer Schule oder an einem Ort der Jugendarbeit stattfinden Teil eines Projektes der politischen Bildung, denn das ist ja auch das Profil der U-Achzehnwahlen.
00:07:01: Es geht nicht um eine Probewahl, eine Testwahl sondern um die Einbettung in einem größeren oder einen Prozess der politische Bildung in dem junge Menschen unter Einhaltung des Beutelsbacher Konsensus, das ist völlig klar wo junge Menschen eben mehr über Parteien ihre Programme und ihre Ziele aber eben auch über ihr menschenfeindliches Profil lernen.
00:07:23: Ja, aber die werden da doch beeinflussig.
00:07:25: Ich höre das schon genau in meinen Ohren.
00:07:27: Wir kennen es auch aus anderen Bundesländern.
00:07:30: ja genau deswegen wählen sie dann halt die Linken und AfD weil da die Sozialarbeiterinnen irgendwie oder die LehrerInnen drauf Einfluss nehmen?
00:07:39: Naja also man kann jetzt hier auch die Ergebnisse der sogenannten Juniorwahl im Sachsen-Anhalt ins Feld führen die eben nicht als Projekt der politischen Bildung sich selbst verkaufen, sondern wirklich eine Probe oder Testwahl sind.
00:07:52: Oder als Wahlsimulationen gedacht sind also um jungen Menschen deutlich zu bringen wie so ein Wählprozess läuft.
00:07:59: und auch da haben rund achtundzwanzig Prozent die AfD und rund siebenund zwanzig prozent die Linken gewählt.
00:08:05: Also auch noch mal ein anderes Ergebnis als wir das bei achtzehn bis vierundzwansjährigen im Bund oder bei den U-Achzen Wahlen gesehen haben.
00:08:13: geht es also eher darum dass Kinder und Jugendliche, wenn sie an Schulen wählen.
00:08:17: Und das bietet die U-Achzehnwahl genauso an grundsätzlich wie die Juniorwahlen, dass sie dann anders wählen würden als in einem Wahllokal?
00:08:25: also wo es eben nicht um so ein pädagogisches Setting geht?
00:08:28: und ist dann jetzt eher um das Setting?
00:08:31: oder geht es tatsächlich darum, wie politische Bildung nachher funktioniert?
00:08:35: Also ich glaube da muss man sich in viele Richtungen noch mal mit beschäftigen.
00:08:39: Wie was U-Achzehnwahlen, u-sechzehntwahlen in anderen Bundesländern, was da auch für ein Auftrag dahinter steckt und was das auch nochmal bedeutet im Abgleich zu anderen Projekten der politischen Bildung hinweg her... Ich denke da noch Tuba Nachricht wartet gerade die Ergebnisse aus Mecklenburg-Vorpommern und Berlin ehrlich gesagt noch ab um da wirklich so eine Stringenz reinzubringen.
00:08:58: Das ist auf jeden Fall kompliziert!
00:09:00: Egal aus welcher Perspektive man das betrachtet, denn allein aufgrund der Minderjährigkeit lassen sich die Unterschiede nicht erklären.
00:09:07: Aber wenn jemand von euch liebe Hörerinnen irgendeine Ahnung hat und eine These schreibt mir auf jeden Fall weil ich das auf jeden fall nochmal größer auswerten will
00:09:16: Und einen Nachtrag an dieser Stelle zur Folge fünfundsechzig, in der wir mit Ihnen aus Mecklenburg-Vorpommern und mit Johannes auf Sachsen-Anhalt über die Perspektive von Jugendverbänden und Jugendringern auf das was nach den Wahlen kommen könnte gesprochen hatten.
00:09:29: Es ging dort auch um die Frage danach wie man sich eigentlich solidarisch mit jenen zeigen kann, die im Falle einer AfD Machtergreifung mit den herben Konsequenzen wie zum Beispiel gestrichene Förderungen entzogen eine Gemeinnützigkeit usw.. Rechte müssen aber auch mit denen, die jetzt schon ihre Arbeit anstellen müssen.
00:09:45: Zum Beispiel weil sie aus der Förderung durch Demokratie leben fallen.
00:09:49: und jetzt gibt es eine interessante Initiative, die sich zum Ziel gemacht hat, Spenden zu sammeln oder mit diesen Spenden an Strukturen abzusichern, Personalkosten zu überbrücken Mieten für Räumlichkeitenweite zu bezahlen und so etwas zur akuten Stabilisierung von diesem bedrohten Verein Verbänden und Initiativen beizutragen.
00:10:07: Der heißt Deutsche Form für Demokratie, der sammelt auch Unterschriften von denen die sich mit bedrohten Strukturen solidarisch zeigen.
00:10:15: Und so den ersten Unterzeichen dann gehört auch Wendelin Haag, Vorsitzender des deutschen Bundesjugendringes aber auch Marco Wanderwitz früher CDU-MDB und parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium oder Luisa Neubauer oder Inka Bause, der Moderatorin von Bauersuchtfrau.
00:10:32: Das klingt jetzt vielleicht erst mal komisch!
00:10:33: oder es wollten wir uns darüber jetzt lächerlich machen, aber das Gegenteil ist ja der Fall.
00:10:37: Das ist wirklich ein breites Bündnis und da vorne klugie Idee um sich nicht dahinter verstecken zu müssen dass mir gar nicht wissen was kann man jetzt machen?
00:10:45: an wen soll wir denn spenden?
00:10:46: schaut euch das mal an.
00:10:47: eine klare Empfehlung den Link packen wir euch natürlich in die Show Notes.
00:10:52: Und auch ganz wichtig was die Zukunft unserer Freundin in Sachsen-Anhalt und gegebenenfalls MV angeht, wir bleiben dran.
00:11:00: Wir bleiben solidarisch und kämpferisch für Menschenrechte und für
00:11:05: Demokratie.".
00:11:13: Berlin – das ist nicht nur der Ort an dem ich lebe!
00:11:17: Das ist Hauptstadt, Kiezkultur, Späti und die Vorstellung davon dass hierfür jeden Lebensentwurf irgendwie Platzes in dieser bunten und lauten Stadt über die manchmal die ganze Republik lacht aber doch... Richtig viele Leute sich hier vorstellen können zu leben.
00:11:34: Es ist aber auch ein Bundesland, in dem junge Menschen um bezahlbare Wohnungen freie Räume und politische Aufmerksamkeit kämpfen.
00:11:42: im Wahljahr.
00:11:42: Im Wahljahre Jahr zwanzig sechsundzwanzig stellt sich deshalb eine ziemlich konkrete Frage wie viel Platz lässt diese Stadt ganz besonders ihrer Jugend wenn doch für alle Lebensentwürfe Platz sein soll?
00:11:54: Zum dreißigsten Juni diesen Jahres leben in Berlin rund sechshundert, zwanzigtausend Kinder und Jugendliche unter achtzehn Jahren.
00:12:02: Bei insgesamt fast vier Millionen gemeldeten Einwohnerinnen ist also ungefähr jede sechste Person minderjährig.
00:12:08: Hinter der Großstadtzahl stehen sehr unterschiedliche Lebensbedingungen.
00:12:12: Wenn einem gut versorgten Kiez aufwächst hat andere Möglichkeiten als jemand dem Geld erreichbare Angebote oder ein sicherer Rückzugsort fehlen.
00:12:23: Und wir sind jetzt eine Woche vor der Wahl, deshalb können wir jetzt sagen regiert wird Berlin noch von einer Koalition aus CDU und SPD.
00:12:31: Regierender Bürgermeister Sky Wegner von der CDU – ja das ist der, der Anfang Januar lieber Tennis spielen war als ich um den Stromausfall im Süden Berlins zu kümmern!
00:12:42: Thek ist im Land Berlin diese Nachverwaltung für Bildung, Jugend und Familie zuständig.
00:12:47: Die wird geleitet von Katharina Günther Wünscht – das sozusagen die Landesjugendministerin auch von der CDU.
00:12:53: Sie ist auch noch die Lebensgefährtin des regierenden Bürgermeisters.
00:12:57: Nächste Woche wird das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung neu gewählt, das Abgeordnete Haus ist sozusagen unser Landesparlament in Berlin und die bezirks- verordneten Versammlungen sind sowas wie die Untereinheiten auf einer kommunalen Ebene.
00:13:16: funktionieren als ehrenamtliche Parlamente.
00:13:18: Und beim Landesparlament, also dem Abgeordnetenhaus dürfen erstmals endlich auch sechzehn- und siezzehnjährige abstimmen.
00:13:26: Ich habe es gerade schon erwähnt, Berlin ist auf so vielen Ebenen besonders aber eben auch was Verwaltungsrecht angeht oder das Kommunalrecht angehen.
00:13:35: Es gibt eine Art doppelter Ebene.
00:13:37: Die Stadt ist zugleich Bundesland Berlin und eben auch Kommune.
00:13:43: Neben dem Senat Das ist sozusagen die Landesebene, tragen eben auch die zwölf Bezirke mit ihren Jugendämtern und Jugendhilfeausschüssen viel Verantwortung.
00:13:53: Und für Jugendpolitik bedeutet das ein guter Beschluss auf Landesebenen muss halt auch im Bezirk ankommt – auch wenn es kilometertechnisch gar nicht so weit weg ist!
00:14:01: Und man denkt hey, das muss doch irgendwie ganz schnell müssen diese Kanäle doch bespielt werden?
00:14:07: Das ist auf ganz vielen Ebenen leider nicht der Fall.
00:14:11: Und das bedeutet, er hat eben auch große Auswirkungen auf Personalstrukturen, auf Standards in jedem Fall.
00:14:18: und deshalb hat jeder Bezirk noch mal ein sehr besonderes Eigenleben, dass vor allen Dingen historisch geprägt ist durch die frühere Teilung im Ost- und West- und in die Schaffung sogenannte Doppelbezirke in dem Jahr zwei Tausend Eins also wir sind ja hier Tempelhof Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf, Treptow-Küpenick.
00:14:38: Also es gab jetzt Jahrzehnte, eine große Kommunalreform die hier auch noch mal über zehn Jahre nach dem Mauerfall nochmal Bewegung in die Verwaltungsstrukturen gebracht hat und ja viele Horrorstories über Berliner Verwaltungszustände, die man in Deutschland sich erzählt sind war aber nachdem ich jetzt in NRW war Jendrik würde ich sagen da steht so die ein oder andere Großstadt im Ruhrgebiet Essen in nichts nach.
00:15:03: Ich weiß ja gar nicht wovon du redest hier, ne?
00:15:05: Keine Ahnung!
00:15:08: Gehen wir schnell weiter denn nach den Strukturen werfen wir jetzt wie gewohnt mittlerweile schon einen Blick einfach mal auf die Rahmenbedingungen.
00:15:14: und im Kinderrechteindex von Wundzwanzig gehört Berlin zu zur überdurchschnittlichen Ländergruppe.
00:15:20: das deutsche Kinderhilfswerk hebt unter anderem die Gesundheitsversorgung und auch Angebote für Freizeitspiel Kultur Hervor dazukommen Beitragsfreie Kitas und das kostenlose Schülerticket, weil das am Ende reale Entlastung sind.
00:15:35: Aber sie sagen noch nicht ob alle jungen Menschen die Angebote auch gleichermaßen nutzen können!
00:15:41: Und wie ungleich die Voraussetzungen sind zeigen dem Juli für öffentlichen Kinderarmutzahlen.
00:15:46: Ende fünfundzwanzig lebten ungefähr hundertvierzichttausend Minderjährige in SGB II Bedarfsgemeinschaften.
00:15:52: Das waren zwanzigkommal drei Prozent aller unter achtzehn-Jährigen.
00:15:57: In Neukölln lag der Anteil bei undreißig, neun Prozent in Steglich-Zehlendorf bei zehn, sechs.
00:16:03: Und gemeint ist jeder Bezug von Grundsicherungsleistung.
00:16:06: jungpolitisch heißt das?
00:16:08: Ein Teilnenbebeitrag eine teure Fahrt oder fehlendes Geld für das Mittagessen können auch darüber entscheiden wer dabei ist.
00:16:15: kostenfreie Jugendklubs bezahlbare Ferienfahrten und selbstorganisierte Angebote sind Teil des sozialen Infrastruktur.
00:16:22: Mit dem Jugendförder- und Beteiligungsgesetz hat Berlin seit Jahrzehnten eine wichtige Grundlage für die Jugendarbeit geschaffen.
00:16:28: Der Name verspricht jetzt allerdings mehr als das Gesetz tatsächlich hält, denn gerade bei der Beteilligung junger Menschen fehlt weiterhin eine umfassende und verbindliche gesetzliche Grundlage – und das ist auch mit Blick auf den Kinderrechteindex des Deutschen Kinderhilfswerks relevant, bei dem die Beteiltigungsrechte ja besonders in den Blick genommen werden sollten!
00:16:49: Und auch das Jugendförder- und Beteiligungsgesetz selbst ist reformbedürftig.
00:16:52: Kritisch ist, zu betrachten insbesondere wie die sogenannten Fachstandards ermittelt und umgesetzt werden.
00:16:58: der Fachstandardumfang soll eigentlich absichern in welchem Umfangangebote der Jugendarbeit zur Verfügung stehen müssen.
00:17:04: In der Praxis läuft aber die Steuerung stark darauf hinaus, vorhandene Mittel auf verschiedene Angebotsformen zu verteilen statt konsequent vom tatsächlichen Bedarf junger Menschen auszugehen.
00:17:14: Und wenn gleichzeitig die finanziellen Mittel nicht entsprechend wachsen schaffen Standards alleine noch keine zusätzlichen Angebote und eine Lücke bleibt Auch die Beteiligung außerhalb der Jugendhilfe.
00:17:25: Das Kinderhelstwerk fordert zur Wahl im Jahr- und Sechsendzwanzig eine ausdrückliche, ressortübergreifende Beteidigungspflicht in Bezirksverwaltungsgesetz.
00:17:33: Und auch in der Landesverfassung sieht es Nachholbedarf beim Beteilligungsrecht und beim Vorrang des Kindesvolts.
00:17:40: Ein Jugendförderplan sorgt also noch nicht automatisch dafür dass Jugendliche bei Verkehrsplanung Wohnungsbau oder Grünflächen verbindlich mitentscheiden können.
00:17:49: Ja, normalerweise kommen wir jetzt hier immer zu einer Liste von Akteuren die wir für Jugendpolitisch relevant halten und hier wird's bei Berlin ein bisschen tricky.
00:17:58: Berlin mag flächenmäßig klein sein, aber ist als Bundeshauptstadt eben sehr, sehr dicht besiedelt und die Kinder- und Jugendhilfe in ihren Handlungsfeldern dadurch auch wirklich extrem kleinteilig und geprägt wie ich finde von einer nahezu unübersichtlichen Anzahl an freien Trägern.
00:18:15: Also in ganz Berlin sind es über eineinthausend dreihundertdreißig anerkannte Freiträge der Kinder-und Jugendhilfen und dazu kommen noch viele weitere Formen unter natürlich die kommunalen Trägerschaften.
00:18:27: Außerdem darf auch nicht vergessen werden, dass es in jedem Bezirk nochmal eigene Jugendhilfeausschüsse gibt.
00:18:34: Also es gibt ein Landesjugendhilfeauschuss und da noch mal jede... Bezirk hat nun einen eigenen Jugendhilfeausschuss und dann gibt es noch in jedem Bezirkeigener AG.
00:18:42: Also das sind die Zusammenschlüsse der freien Träger, der Kinder- und Jugendhilfen in einer Kommune – jetzt hier in unserem Fall!
00:18:53: Und weil es allein auf Bezirebene so viele Trägers gibt und so viele Handlungsfelder gibt es zu den jeweiligen Bezirks AG-Achtern-Siebzig noch handlungsfelspezifische Unterages mit Dutzenden, wenn nicht teilweise über hundert Mitgliedern.
00:19:09: Also das ist wirklich, das sind riesige Runden und das macht es auch sehr unübersichtlich.
00:19:15: Und das heißt wenn wir hier Träger nennen die wir für Jugendpolitisch relevant halten dann vernachlässigen wir ganz besonders aufgrund der Berliner Struktur dadurch auch dass es Trägers gibt wie viel größer sind und die mehr Personal haben als die die wir vorstellen.
00:19:31: also sorry schon mal dafür für Berlin müsste man so eine Zehnteiligke Podcastreihe machen, um wirklich die ganzen relevanten Träger allein aufgrund ihrer Größe zu benennen.
00:19:40: Und hinzu kommt nochmal ein Berliner Spezifikum bei Berlin eben auch Regierungssitz und Hauptstadt ist finden hier sehr viele jugendpolitisch relevante Veranstaltungen statt.
00:19:51: Also dauernd ist irgendwas zum Thema Beteiligung Jugendpolitik, Generationengerechtigkeit in Berlin aber wird organisiert von Bundesverbänden, von Stiftungen, von Ministerien und diese Veranstalten wenden sich dann an das gesamte Bundesgebiet?
00:20:07: Wenn man dann aber auf die teilnehmenden Schaft guckt, wird auch sehr schnell klar dass da viele Akteurinnen von der Berliner Landesebene wiederum dabei sind.
00:20:14: Klar weil da fährt man schnell mit dem Fahrrad hin oder irgendwie mit der Bahn und darin mag ein Vorteil liegen wenn man sagt ah die Berliner die sind doch immer ganz nah dran an der Bundespolitik.
00:20:25: Da würde ich erstens sagen das stimmt nicht.
00:20:27: also man kommt jetzt mal häufiger auf Veranstaltungen Aber dass man wirklich näher dran ist Das wage ich zu bezweifeln.
00:20:35: Gleichermaßen wird so aber auch Berliner Jugendpolitik unsichtbar gemacht, weil eher der Blick auf die Bundesebene geht.
00:20:42: Aber wer weiß schon was über Berliner Landespolitik?
00:20:46: Und so ist es ein bisschen... Wenn wir jetzt über Akteurisch sprechen muss man das in diesem Feld einordnen und wir müssen uns da aus unserer eigenen Perspektive heraus erst mal beschränken.
00:20:56: Weil wir aber nun mal Jugendverbandler sind, stellen wir hier jetzt auch in erster Linie den Land des Jugendringen Vor, dort haben sich sieben-dreißig Jugendverbände zusammengeschlossen und nach eigenen Angaben erreichen Sie ungefähr dreihunderttausend junge Menschen an mehr als vierhundertachtzig verschiedenen Orten.
00:21:11: Und eine Besonderheit der Berliner Jugendverbandslandschaft ist dass viele Verbände nicht ausschließlich innerhalb der Landesgrenze in Berlin organisiert sind sondern einige Strukturen umfassen Berlin aber eben auch Brandenburg und verbinden damit zwei sehr unterschiedliche Bundesländer.
00:21:26: Dazu gehören zum Beispiel der BDKJOT und die DGB-Jugend, und für die Jugendpolitische Interessenvertretung bedeutet das, dass Themenpositionen oder organisatorische Strukturen teilweise länderübergreifend gedacht werden.
00:21:39: Und wer die Jugendverbandslandschaft in Berlin verstehen will sollte auch diese enge Verbindung mit Brandenburg immer mitdenken!
00:21:46: Die Landesarbeitsgemeinschaft Offene Kinder- und Jugendarbeit Berlin vernetzt Fachkräfte und Einrichtungen.
00:21:51: Sie hat im September twenty-fünf die Jugendstadträdin mit steigenden Bedarfen und unterschrittenen Qualitätsstandards konfrontiert, und richtet den Blick auf die bezirkliche Umsetzung der Jugendförderung.
00:22:03: Und ein weiterer Aktuell in Berlin ist auch beispielsweise Gangway.
00:22:06: Gangway steht für die lange Tradition der Berliner Straßen zur Sozialarbeit.
00:22:11: Teams suchen da junge Menschen ihren Sozialräumen auf, bauen freiwillige Beziehungen auf und unterstützen bei Konflikten, Ausgrenzung und Übergängen.
00:22:19: Und der Träger ergänzt damit die startortgebundene offene Jugendarbeit um den Arbeitsfeld das im Menschen erreicht, die Einrichtung nicht selbstverständlich nutzen.
00:22:29: Es gibt auch die Stiftung SPI, das Sozialpädagogische Institut der Arbeiterwohlfahrt und ihre Programmagentur begleitet des Länderprogramm Jugendsozialarbeit an Berliner Schul.
00:22:39: Ja allein die Jugendsoziallarbeit oder die Schulsozial... die schulbezogene Jugendsozialarbeit in Berlin riesig groß.
00:22:46: Viele Träger, sehr viele Akteurinnen beteiligt da könnten also wahrscheinlich jetzt wenn wir alle Träge vorlesen ist die Folge rum.
00:22:53: Wir springen deshalb zu einem anderen ganz wichtigen Bereich in der Jugendpolitik nämlich dem Thema Kinder und Jugendbeteiligung durch Jugendselbstvertretungen.
00:23:02: Denn ja es gibt auch in Berlin Kinder- und Jugendparlamente Und diese sind in der Regel auf Bezirksebene angesiedelt.
00:23:08: Schon ziemlich lange gibt es das Kinder-und Jugendparlaments Charlottenburg-Billmersdorf.
00:23:13: Das gibt es seit dem Jahr für das Kindertjugend-Parlament Tempelhof Schöneberg.
00:23:20: Dann machen wir den Sprung um fast zehn Jahre, als zwanzig Jahre.
00:23:23: Seit zwei Jahren gibt's jetzt auch das Kinder- und Jugendparlament in Marzahn-Hellersdorfen.
00:23:27: Ein Jahr später wurde das Kiupa Neukölln gegründet und im Jahr vor Kurzem das Kupa Friedrichsheim Kreuzberg und das Kiupain Reinigendorf.
00:23:38: Es gibt aber noch mehr Bezirke und in diesen anderen Bezirkten gibt es so informelle Zusammenschlüsse junger Menschen als Selbstvertretung, also Beiräte zum Beispiel die noch versuchen auch den Schritt Richtung formalisiertes verankertes Kinder- und Jugendparlament zu gehen.
00:23:52: Und das sind wichtige Schritte, die von der Servicestelle im Jugendbeteiligung hier in Berlin angeschoben werden und von der Akademie für Kinder und Jugendpalamente.
00:24:02: Es gab hier dann mal so Gerüchte, gibt's immer wieder.
00:24:05: Aber jetzt auch im Vorfeld des Wahlkampfs ob vielleicht die Linke ein Landesjugendparlament fordern möchte?
00:24:12: Also es geisterte schon so rum!
00:24:14: Die Linke wünscht sich weil Kinder und Jugendliche stärken ja finde wir super Ein Landesjugender Parlament.
00:24:19: und kann man sagen Gott sei Dank wurde das von einer sehr versierten Person die ich hier mit Grüße abgeräumt, die ist sehr gut in dem Feld auskennt und gesagt hat Entschuldigung also dass is einfach keine gute Idee für so eine große Stadt, so ein Landeskinder- und Jugendparlament als Parallelstruktur zum Abgeordnetenhaus.
00:24:38: Das sorgt nicht dafür das in den Bezirken vor Ort wo junge Menschen leben – in den Kiezen!
00:24:43: Dass es denen dort besser geht, dass dort bessere Bedingungen geschaffen werden sondern das verkompliziert die Sache und verringert vielleicht auch sogar Beteiligung.
00:24:51: Wir fragen uns was ist gerade jungenpolitisch?
00:24:54: Grenäre so los in Berlin?
00:24:56: und ein konkreter Fortschritt, wir haben es am Anfang schon gesagt ist das Wahlalter XVI bei der Abgeordneten-Hauswahl.
00:25:03: Und die damalige Verfassungsänderung dass das dann angeführt wurde war politisch mit vier Vorhaben unter dem Titel Demokratie bei Jugendlichen Stärken verbunden.
00:25:12: Das Wahlrecht bleibt aber weiter an die Staatsheuerigkeit gebunden.
00:25:17: Für das Abgeordnetenhaus dürfen deutsche Staatsangehörige wählen bei Bezirkswahlen zusätzlich Bürger in anderer EU-Staaten und viele junge Berliner entbleiben, damit von der Wahl ausgeschlossen.
00:25:29: Zu den aktuell drängendsten jungenpolitischen Themen im Berlin gehört das Wohnen.
00:25:32: Der Landesjugendring fordert zehn Prozent der Wohnraumvergabe öffentlicher und privater Wohnungsunternehmen für junge Menschen vorzusehen mehr Wohnheimplätze zu schaffen und auch ein Azubiwerk aufzubauen.
00:25:44: Beispiel mit dem Projekt Berliner Azubi Wohnen sind seit Sommer, erst zu rund hundertfünfzig bezahlbare Plätze in Lichtenberg entstanden.
00:25:53: Aber angesichts des Bedarf kann das nur ein Anfang sein.
00:25:57: und auch bei der Mobilität gibt es Fortschritte und offene Forderungen.
00:26:00: dass kostenlose Schülerticket im Tarifbereich AB ermöglicht vielen Schüler in kostenlosen Mobilität oder auch in der Freizeit Und darüber hinaus fordert der Landesjugendring aber ein kostenloses Deutschlandticket für Julyker-Inhaberinnen sowie eine sichere und durchgängige Radinfrastruktur.
00:26:18: Strukturell fehlt Berlin weiterhin eine ressortübergreifende Jugendstrategie, vor allen Dingen eine aktuelle Gesamtbeschreibung der Lebenslagen junger Menschen – das macht man ja in der Regel mit Jugendberichten.
00:26:30: Dazu sind Kinder und Jugendberichte da!
00:26:32: Der letzte umfassende Kinder- und Jugendbereich in Berlin stammt aus dem Jahr zweitausend.
00:26:37: Zwei Tausend ist einfach wirklich meint, es sind sechsundzwanzig Jahre her was sich da alles getan hat in Berlin.
00:26:42: Da muss jetzt unbedingt wieder ein Kinder- und Jugendbericht her, auch weil Berlin gewachsen ist.
00:26:47: Weil sich hier vieles infrastrukturell verändert hat.
00:26:50: Hoffnung verbindet sich da so'n bisschen mit dem Prozess der kinderfreundlichen Kommunen über den wir auch immer mal widersprochen haben, dass dadurch vielleicht ein bisschen Schwung reinkommt.
00:26:59: Offen bleibt jedoch wie Beteiligung, Zuständigkeiten und einen möglichen Jugendcheck sinnvoll miteinander verbunden werden.
00:27:05: Es gibt ja auch ein Landeskompetenzzentrum Kinder und Jugendbeteiligungen dass sozusagen ihr Blick hat auf Kinder- und Jugendbeteiligung, würde ich sagen in der klassischen Jugendhilfe wie wir sie so kennen aus den Hilfen zur Erziehung.
00:27:19: In Einrichtungen
00:27:20: usw.,
00:27:21: aber ja also da ist auf jeden Fall da muss noch einiges gemacht werden.
00:27:26: Und zusätzliche Bedeutung erhalten diese Fragen auf jeden fall durch die jetzt anstehende Landtagswahl oder Abgeordnetenhauswahl wie wir hier sagen.
00:27:33: Berlin gilt bei aller Bundheit und Zuschreibungen auch von Vielfalt immer weniger als politische Insel, die gegen ein Erstarken der AfD geschützt ist.
00:27:44: Inzwischen erreicht die Partei auch hier etwa siebzehn bis achtzehnt Prozent und es zeigt sich zunehmend auf Bezirkebene – und das sehen wir eben auch ne?
00:27:52: Also Anfragen der AfD auf Bezerksebene….
00:27:55: Das ist totaler Standard!
00:27:58: Und gleichzeitig wird aber auch Rechtsextremismus im Alltag der Jugendarbeitssichtbarer beispielsweise durch Aufkleberschmierereien an Jugendklubs und Co.
00:28:06: Alleingesellschaftliche Vielfalt schützt Berlin nicht vor rechtsextremen Entwicklungen, für die Jugendverbände zum Beispiel und insgesamt für offene Jugendarbeit wird es deshalb nach der Wahl sehr entscheidend sein frühzeitig und gemeinsam Einfluss auf Koalitions- und Haushaltsverhandlung zu nehmen.
00:28:22: wie überall hier ist das noch mal ein ganz schöner Close Shop wenn ich das so sagen darf.
00:28:27: Im Mittelpunkt stehen für die Lobbyarbeit, die Sicherung und Stärkung der Strukturförderungen klar.
00:28:32: Demokratische Bildung bezahlbare Räume und der Schutz vor Rassismus, Antisemitismus und Queerfeindlichkeit.
00:28:39: Und wenn ich das jetzt noch so sagen darf als Süddeutsche, die nach Berlin gezogen ist – damit ja auch für so ein Bild steht irgendwie der reichen Schwäbin in Prenzlauberg also erstens sich wohne Neukölln!
00:28:52: Das ist ganz wichtig.
00:28:54: Es reich würde ich mich auch nicht bezeichnen, aber natürlich bringe ich eine bestimmte Art von Perspektive durch meine Westsozialisation und durch meine ländliche Sozialisation mit in die Stadt, in der ich lebe.
00:29:05: Und so geht es ja vielen Menschen meinem Alter, die Kinder haben und die eben auf eine bestimmten Art und Weise in ländlichen Räumen vor allen Dingen im Westen groß geworden sind jetzt hier in Berlin leben, in den Politikarbeiten, auf dem großen Feld... ...und sich für ihre Kinder eben auch eine bestimmte Art von Aufwachsen wünschen, das hier aber eben auch aufgrund der Vielfalt und auch auf Grund der Historie Berlins nicht so matcht.
00:29:30: Alfred Dublin, Schriftsteller aus den zwanziger Jahren, Berlin Alexanderplatz mussten vielleicht einige von euch in der Schule lesen, beschreibt Berlin damals schon als... eher chaotisch, eher wild auch von Gewalt geprägt.
00:29:44: Von Ungleichheit.
00:29:45: Wer Babylon Berlin guckt kann sich das vielleicht so ein bisschen neu.
00:29:48: Staffel ist jetzt raus glaube ich.
00:29:49: Kann sich das so ein bischen vorstellen und wenn ich es so beschreiben kann als Person die hier viel unterwegs ist ja man sieht auch in den Strukturen der Kinder- und Jugendhilfe in der Jugendpolitik noch Unterschiede zwischen ehemaligen Ost- und ehemalligen Westbezirken.
00:30:03: Es macht einen Unterschied ob man wie ich innerhalb des S-Bahnrings lebt oder außerhalb des S-Bahnrings.
00:30:09: Innerhalb des s-Bahnenrings ist die Infrastruktur eine andere als außen.
00:30:13: Neukölln, wo ich lebe es ein sehr großer Bezirk im Süden Neukölns alles plakatiert mit Plakaten der AfD.
00:30:21: da ist der dritte Weg auch sehr groß da sind richtig da gibt es wirklich große rechtsextremistische Bühne und Bewegungen Buchläden terrorisieren, die hier einen wesentlichen Einfluss auf die Zivilgesellschaft haben.
00:30:37: Und trotzdem guckt Bayern zum Beispiel auf Berlin als diese Stadt, die immer nur Geld kostet weil hier irgendwie lauter so bunte Verrückter und viel zu linke und liberale Vögel leben Und deshalb will ich dafür noch mal ein bisschen sensibilisieren.
00:30:50: Berlin ist nicht nur Mitte, wo die Touristen irgendwie sind – Berlin ist auch nicht nur Prenzlauberg und Berlin ist eben auch nicht sondern alle neue Köln, wo ich lebe mit einem sehr hohen Anteil von Menschen mit einer Migrationserfahrung.
00:31:01: Das ist aber auch nicht der Grunewald!
00:31:05: Berlin ist wahnsinnig vielfältig auf sehr kleiner Fläche.
00:31:09: Jedes Bundesland ist vielfältig, das betonen wir ja auch immer.
00:31:12: Aber wir reden davon, dass es eben auf sehr geringer Fläche passiert und die Zuschreibungen, die an Berlin gemacht werden – eben auch was damit zu tun haben glaube ich, dass eigentlich viele Leute hier vielleicht leben wollen würden aber es einfach nicht können, weil es mit bestimmten Zunutungen im Alltag verbunden ist.
00:31:29: Es ist laut, es ist dreckig, es is anstrengend und hier sind viele Menschen sehr, sehr arm!
00:31:36: Sehr, sehr
00:31:36: arm.
00:31:37: Stadtarmut ist auch im Ruhrgebiet Jendrik, es ist ein Thema und trotzdem ist das für viele die selbst aus dem Ruhrgebiet hierher kommen.
00:31:45: In Berlin sieht man so viel Obdachlosigkeit.
00:31:48: Das ist eben auf sehr konzentrierter Fläche.
00:31:50: woanders ist das nicht anders würde ich sagen.
00:31:54: aber hier sticht es noch mal ganz besonders ins Auge dass eine fette Villa neben einem illegalen Zeltplatz von Menschen ohne Obdacht sein kann
00:32:04: Und nach all dem, was wir jetzt gehört haben versuchen wir ein kurzes Fazit zu ziehen.
00:32:09: Wohl wissen das wahrscheinlich nie alles abdecken wird aber man kann schon sagen dass Berlin vielfältige Jugendverbände hat.
00:32:16: es gibt langjährig erfahrene Träger Es gibt eine gesetzliche Jugendförderplanung Es gibt zahlreiche offene sowie aufsuchende Angebote Es gibt das Wahlalter XVI-Jugendcheck Kinderfreundliche Kommunen und alldass schafft neue Ansatzpunkte.
00:32:31: Und gleichzeitig bleiben aber so Themen wie Kinderarmut, ungleiche Bedingungen in den Bezirken Qualitätsfragen und eben auch reale Finanzierungslücken große Herausforderung.
00:32:41: Deshalb muss Berlin seine Jugendlichen bei der Gestaltung der Stadt ernst nehmen mit zum Beispiel bezahlbarem Wohnraum, erreichbaren Freieräumen, verlässlich finanzierten Jugendverbänden und einem Senat der Jugendpolitik gemeinsam verantwortet.
00:32:55: Ob daraus ein jugendgerechtes oder ungerechteres Berlin wird, zeigt sich nach der Wahl in den Entscheidungen aber auch im Alltag der jungen Menschen.
00:33:10: Wir steigen einen in den jugendpolitischen Ticker mit einem Thema das unser Dauerbrenner geworden ist, Jantric!
00:33:16: Ich habe es Gefühl irgendwie.
00:33:17: wir müssen inzwischen in jeder Folge drüber sprechen.
00:33:19: am elften September also vorgestern wie nehmen an einem Sonntag auf hat die Expertenkommission Kinder und Jugendschutz in der digitalen Welt im Rahmen einer ganz täglichen Veranstaltung in Berlin?
00:33:29: Das sind wir mal wieder, ihren dreihundertdreißigseitigen Abschlussbericht vorgestellt.
00:33:35: Alle Kommissionsmitglieder kamen auf die eine oder andere Art und Weise zu Wort begonnen mit den beiden Vorsitzenden Nadine Schöhn und Olaf Köhler.
00:33:43: Olaf Koehler betonte wie hoch der Druck auf die Kommission war – darüber haben wir ja auch schon gesprochen – und er aber dennoch hoffe dass es bald möglichst um die Umsetzung der Handlungsempfehlungen geben sollte, die wir euch ja schon in Folge sixty-four vorgestellt hatten!
00:33:56: Und dann kam der Moment, auf den alle gewartet hatten.
00:34:00: Das Statement der Bundesjugendministerin Karin Prien.
00:34:04: Sie beklagte das für zu lange Zeit die Verantwortlichkeiten von Ministerium zum Ministerium und zwischen den politischen Ebenen hin- und hergeschoben worden sei – und sie nun sehr dankbar sei, dass jetzt endlich dieser sehr umfassende Bericht vorliege, der dabei helfe, nun ins Handeln zu kommen in Sachen Kinderschutz im Internet.
00:34:22: Ja!
00:34:23: Hat Karin Prien was bahnbrechend ist, gesagt?
00:34:28: Nein.
00:34:29: Denn wirklich wiederholt hat sie ihre strenge Forderung nach einer Altersgrenze-III für Social Media Plattformen nicht!
00:34:37: Sie unterstrich die Verantwortung der Plattform durch Safety by Design, also damit es gemeint Sicherheit durch Gestaltung.
00:34:43: Das bedeutet den Schutz und die Sicherheit von Anwendern bereits während der Entwicklung von Produktenservices oder plattformfest einzuplan statt erst im Dach hinein sozusagen zu fixen oder zu reparieren.
00:34:55: Und das fand ich interessant.
00:34:56: sie gab offenzu trotzdem dass sie selbst persönlich eine Lösung bevorzuge, die da in diesem Bericht vorgestellt wird wenn zum Altersbegrenzung geht nämlich die feste Zulassungsbeschränkung ab dreizehn, aber sagt er auch der Schlüssel liegen nun in Brüssel.
00:35:13: Aha!
00:35:14: Also die Woche vorher... Vor zwei Wochen haben wir noch darüber gesprochen im Podcast dass sie sagten ja hier die dreizehn brauchen wir.
00:35:19: Bundesjustizministerin Stefan Hubig sagte Ja, brauchen wir?
00:35:23: Naja und jetzt vielleicht doch die europäische Ebene.
00:35:27: denn Prinz sagte Ja da würde was in den kommenden Tagen kommen von Ursula von der Leyen und dass man jetzt eben strategisch klug an die Sache herangehen müsse mit Blick auf Europa.
00:35:39: Und auch die Vorsitzenden der Kommission erklärten, das ist in dieser Kommission nicht um eine einzige Lösung wie er empfehlen die Dreizehn oder keine Dreizehn eine Zulassungsbeschränkung oder nicht gegangen sei sondern dass sie mehrere Lösungen präsentiert haben Freiraum zur Abwägung zu geben.
00:35:57: und das finde ich ja ganz grundsätzlich gut, aber es klingt eben noch so ganz anders als das was sie vor zwei Wochen verkündet hatte.
00:36:03: Problematisch aus unserer Sicht ist, dass Prien ankündigte.
00:36:07: Dass man sich den Vergleich mit Meta dem Mutterkonzern von Instagram WhatsApp und Co.
00:36:12: noch mal anschauen wolle, denen die US-Staaten kürzlich geschlossen hatten.
00:36:16: Wir haben auch in der letzten Folge drüber gesprochen.
00:36:19: Und das sagte sie, dass diese achtzehn Milliarden, die Meta an die US Staaten bezahlen müssen, dass das doch eine gute Sache sei, denn die würden ja schließlich in Jugendmedienschutzmaßnahmen fließen.
00:36:31: Das kommt aus der Meta-Konzern Portugasse.
00:36:34: Und es macht für den Konzern nachher wirklich keinen Unterschied!
00:36:38: Sie hat aber auch angekündigt, ein Sofortprogramm mit Maßnahmen die jetzt ganz schnell umsetzbar sind und das zum sechzehnten Oktober präsentiert werden soll weil sie stellt dem Bericht zuerst im Kabinett vor und sie hat auch gesagt dass das Geld kosten werde und dass das natürlich in dieser angespannten Haushaltslage schwierig sei.
00:36:54: Aber ja wo allen klar sein müssen, dass solche Maßnahmen Geld kosten Und entscheidend sei immer wieder, dass das Kind der Jugendliche und seine Rechte im Mittelpunkt stehen.
00:37:03: Was auf jeden Fall auf den Weg gebracht werde, sei das KI-Sehpferdchen.
00:37:07: Kann mir auch schon in einem Folgentitel vor bei uns.
00:37:10: Und passend dazu waren auf dem Redepult kleine blaue Plastiksehpfärdchen verteilt.
00:37:15: Karin Prien bedankt sich auch bei den jungen Menschen die an der Erarbeitung des Berichts beteiligt waren und hat angekündigt, dass es mit der Beteiligung weitergeht zum Beispiel in Bezug auf die Umsetzung der Maßnahmen.
00:37:25: aber da muss man ihr natürlich irgendwie recht geben, Beteiligung kein Wunschkonzert sei.
00:37:30: Weder für junge Menschen noch für andere Stakeholder.
00:37:33: und wenige Tage vor der Veröffentlichung des Abschlussberichtes der Expertenkommission war auch der Bericht zur Kinder- und Jugendbeteiligungen an der Kommissionsarbeit erschienen herauszugeben von einer Stiftung Digitale Chancen und die Ergebnisse sind wenig überraschend.
00:37:48: Junge Menschen wollen geschützt werden aber sie halten eine Altersgrenze für den Zugang zu Social Media Plattform nicht für sinnvoll Und die insgesamt siebzig Forderungen der Kinder und Jugendlichen, die im Rahmen von Workshops in ganz Deutschland entstanden sind zeigen jetzt insofern innertlich wenig Überraschendes.
00:38:04: Zeichnen aber ein sehr klares Bild übrigens auch wieder Ergebnisse des Beteiligungsworkshops am hessischen JFMK-Leitantrag im März zeichnen Bild davon was junge Menschen für einen wichtigen Beitrag zu so vermeintlich großen politischen Fragen leisten.
00:38:19: Der Bericht ist sehr lesenswert detailliert und ja auch bisweilen etwas technisch Aber er ist vorbildlich darin für weitere Beteiligungsprozesse auf Bundesebene und an bundespolitischen Angelegenheiten.
00:38:50: Brüssel kommt, was das Sofortprogramm beinhaltet und wie es finanziert wird.
00:38:55: Und wie viel überhaupt?
00:38:56: Da ist doch gar nicht mehr so viel Spielraum!
00:38:58: Und wie sich letztlich auch Ministerin primpositioniert und welche Prioritäten sie dann selbst setzt... Was weggefallen diese Pressekonferenz oder bei dieser Veranstaltung, das war das Eltern-Bashing.
00:39:12: Durch das sie ja vergangene Woche im Zuge der PISA Debatte aufgefallen ist.
00:39:17: also Glück gehabt aber das ist ja was auch den durchs Kurs weiterhin durchzieht.
00:39:22: welche Verantwortung haben eigentlich Eltern?
00:39:25: und ich würde sagen da gibt es noch ganz schön Luft nach oben um Eltern zu unterstützen.
00:39:30: Wir machen weiter mit dem nächsten ticker Thema und wechseln in einen anderen Bereich.
00:39:35: Erinnert sich denn von euch noch jemand dran lange her an den fröhlichen Wechsel im Ministerkabinett vor ein paar Wochen?
00:39:44: Und dass die Staatsministerin für Sport- und Ehrenamt ins Gesundheitsministerium weggelobt wurde, aber Kanzler Merz ihren Posten erst mal nicht nachbesetzt und in die Ferien gefahren ist?
00:39:55: Naja, er hat jetzt jemand geeignetes gefunden.
00:39:57: Nachdem erst mal mehrere weibliche Kandidatinnen für den Job im Gespräch gewesen waren, obwohl nicht konnten und wollten abgesagt hatten... Ronald Rauer!
00:40:06: Zweifacher Kanu-Olympiasieger, sechzehnfacher Weltmeister, fünftzehntfache Europameister und Träger von über setzig deutschen Meistertiteln.
00:40:14: Er ist der neue Ehrenamtsminister.
00:40:17: Ja, habt ihr noch nie gehört?
00:40:19: Na ja also wir jetzt auch nicht wirklich zumindest nicht in Zusammenhang mit Ehrenamt Denn das ist ja das zweite Wort in seiner Berufsbezeichnung oder jetzt in seiner Posten-Bezeichnung, also Sport und Ehrenamt.
00:40:32: Entsprechend ging es in der Pressemitteilung und seine Vorstellungsvideo auf Social Media in erster Linie klar um Sport, um die olympischen und paralympischen Spiele, um diese sich verschiedene Standorte in Deutschland derzeit untereinander bewerben und sich dann aus diesem Wettbewerb der Sieger – und das wäre dann entweder München, Rhein Ruhe, Hamburg oder Berlin – um die Sommerspiele und oder zwanzigvierzig in Deutschland bewerben soll.
00:40:58: Also das ist sein Hauptfokus, die Entscheidung darüber wird übrigens am sechsohnzwanzigsten neunten
00:41:03: getroffen.".
00:41:04: Und Zweifel?
00:41:05: Das völlig klar!
00:41:06: Bin ich ihm das abzusprechen als
00:41:08: Amateur-Sportlerin?!
00:41:09: Ronald Raue is ein erfahrener Sportprofi Ist für die jetzige Bundesregierung eine wichtige Frage und eine wichtige Angelegenheit?
00:41:20: Und sicher auch für die weiß Gott, wie viele Millionen ehrenamtlich engagierten Menschen im organisierten Sport.
00:41:26: Das ist keine Kleinigkeit!
00:41:27: Ich verstehe das.
00:41:29: Aber ganz ehrlich, ich fände es schon... Wichtig, dass angesichts des enormen Aufwands in Bezug auf die Olympics und Paralympics nicht die anderen Ziele des neuen Staatsministers hinten runterfallen, die auch noch so ganz beiläufig am Ende der Pressebeteiligung zu seinem Einsatz erwähnt werden.
00:41:45: Da geht es um den Abbau bürokratischer Hürden, die Gewinnung ehrenamtlichen Nachwuchses – nicht nur im Sport!
00:41:51: Und ein stärkerer Schutz engagierter Bürgerinnen- und Bürgersof wie….
00:41:55: naja, das geht immer im Ehrenamt um mehr Anerkennung und
00:41:57: Wertschätzung.".
00:41:59: Ja und ich hoffe, dass genau diese Themen auch im Sinne des Ehrenamts außerhalb des Sports... behandelt werden.
00:42:04: Das war auch so meine erste Reaktion, okay jetzt haben sie da einen Sportmenschen hingesetzt und eine Frage qualifiziert.
00:42:10: aber was ist mit den anderen Ehrenamtlichen?
00:42:12: Da bin ich sehr gespannt.
00:42:14: Interessant war ja das Bundeskanzler Friedrich Merz in seiner ersten Version von seinem Beitrag dazu.
00:42:18: der hat ja ein Entfrechnis Real gemacht und das waren dann auch unterschrieben in der Caption und eigentlichem und da fehlte das Wort Ehrenamnt.
00:42:24: Das wurde dann wenig später noch mal korrigiert also als erstes war es ein Staatsminister für Sport dazu gebaut.
00:42:33: Also das sind alles so Anzeichen, ich bin da wirklich skeptisch bei einem Verständnis für die Olympia Bewerbung und hoffe dass das Thema Ehrenamt auch außerhalb des Sports seine Wichtigkeit entsprechend bekommt.
00:42:48: Passenderweise hat die deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenamth vergangene Woche ihre neue Umfrage mit dem Titel Engagement und ehrenamt zwischen Bürokratiebelastung und Handlungssicherheit vorgestellt und kommt dazu Ergebnissen, die vielleicht jetzt nicht überraschen Aber den neuen Staatsminister vielleicht dazu motivieren, sich dieser Probleme bald anzunehmen.
00:43:08: Und wir haben für euch mal die wichtigsten Punkte aus der Umfrage der DSEE zusammengestellt.
00:43:13: Befragt wurden da übrigens zivilgesellschaftliche Organisationen.
00:43:16: Zum einen der Punkt Bürokratie wird insgesamt als belastend wahrgenommen.
00:43:21: keine große Überraschung aber sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen.
00:43:25: Und als besonders relevante Handlungsfelder für Bürokratieabbau nennen die Befragten, die Steuererklärungen, die Gemeinnützigkeitsprüfung und Auflagen für Veranstaltungen.
00:43:36: Am stärksten belasten gemeinnützige Organisationen zu viele bzw.
00:43:41: zu komplexe Formulare und Regulierungen.
00:43:44: Auch da können wir sicherlich auch an vielen Stellen ein Lied von singt.
00:43:47: Obwohl Ehrenamts- und Übungsleiter Pauschal Pauschalen etabliert sind, sehen viele Leitungs- und Führungspersonen noch Handlungsbedarf.
00:43:54: Nicht unbedingt jetzt bei der Höhe sondern eher aufgrund von zunehmendem Konkurrenzdruck und ungleicher finanzieller Ausstattung insbesondere auch im Bildungsbereich.
00:44:02: und gleichzeitig halten viele befragte höhere Pauschale für nötig um Engagement eben auch attraktiv zu machen.
00:44:10: Es besteht auch ein Informationsdefizit beim gesetzlichen Versicherungsschutz.
00:44:15: Ein nicht unwesentlicher Anteil der Leitung und Führungsperson weiß gar nicht, ob ihre Gemeinnützigenorganisation überhaupt eine Haftlichversicherung hat!
00:44:23: Ja, das ist problematisch tatsächlich.
00:44:26: Das ist wirklich problematische!
00:44:28: Da ist noch Luft nach oben.
00:44:29: was ich besonders spannend fand die Studienleiterin Julia Schlicht die sagte dass Bürokratiebelastungen innerhalb gemeinnütziger Organisationen weniger dadurch entstehen dass es zu komplexe Regeln gibt oder zu viele komplexere Regeln sondern viel mehr durch die unterschiedliche Anwendung dieser Regeln und durch fehlendes Wissen.
00:44:49: naja da bleibt natürlich die Frage was die Bundespolitik und dieser neue Minister da möglicherweise tun könnte.
00:44:55: Vielleicht noch mehr Qualifizierung für Ehrenamtliche, womöglich über die deutsche Stiftung für Engagement und Ehrenant?
00:45:01: Naja also da läuft ja auch viel auf Länderebene.
00:45:04: aber klar dann muss auf jeden Fall nochmal was passieren.
00:45:06: Wir glauben nämlich, das ist auch nur ein Teil der Wahrheit.
00:45:09: Denn Ehrenamtliche müssen auch erst mal die Zeit haben solche Qualis wahrzunehmen.
00:45:14: und da sagt uns wiederum des sechste freiwilligen Survey dass aufgrund des hohen Zeitauffandes sowieso bestimmte Bevölkerungsgruppen vom ehrenamtlichen Engagement komplett ausgeschlossen werden übrigens ganz besonders Frauen in der Lebensphase in der Care- und Familienarbeit im Vordergrund steht.
00:45:29: es ist kompliziert weil dann müsste man ja auch an das Thema Gleichstellung ran.
00:45:33: Das ist ja also, dafür ist der Minister dann vermutlich nicht zuständig.
00:45:37: Stimmt!
00:45:37: Da ist wieder Karin Prien zuständig!
00:45:39: Hin wie her natürlich.
00:45:41: wir gratulieren Ronald Raue zu seinem neuen Amt und wünschen Gutes gelingen und vor allen Dingen eine Anzeitszeit bis zum Ende der Legislaturperiode.
00:45:51: Wir kommen zum nächsten Punkt nämlich dem freiwilligen Bayernjahr.
00:45:55: FSJBFT FÖJ&CO.
00:45:58: Der Bayerischen Landesregierung reicht das Portfolio der Freiwilligendienste in Deutschland noch nicht und macht wen wunderts, Bayern ein eigenes Ding.
00:46:07: Und plant also sogenanntes Bayern-Ja!
00:46:09: Das haben CSU und Freie Wähler jetzt auf einer Pressekonferenz vorgestellt als das neue Ding in Sachen freiwilligen Engagement auf dem Weg zu einem verpflichtenden Gesellschaftsjahr.
00:46:19: denn dafür soll das Bayern ja als Blaupause für den Bund.
00:46:23: Und was ist das Bayern ja eigentlich?
00:46:25: Es sei als freiwillige Gesellschaftszeit konzipiert, für die auch einen schönen Begriff.
00:46:31: Die Menschen aller Altersgruppen, die Möglichkeit gibt sich strukturiert gesellschaftlich zu engagieren.
00:46:36: Das umfasst vier Module Sicherheit soziales Wirtschaft und Unternehmertum sowie Umwelt.
00:46:41: und es bayer künft an bestehende Freiwilligendienst-Formate an eben das Freiwillige Soziale, FSJ das freiwilliger ökologisch FÖJ und den Bundesfreiwilligen Dienst BFD und den freiwilligen Wehrdienst.
00:46:54: Und vernetzt diese angeblich ohne neue Verwaltungstrukturen zu schaffen.
00:47:00: Wer mitmacht, er hält am Ende ein Zertifikat, dass die Leistung dokumentiert und das gesellschaftlich anerkannt werden soll.
00:47:07: Ein freiwilliges Anseitssystem etwa Vorteile bei der Studienplatzvergabe Übernahme von Führerscheinkosten für günstigste Bahntickets oder Kulturgutscheine soll dann auch noch zusätzliche Motivationen schaffen.
00:47:19: Ja, also als ich das gelesen habe – die Idee kam ja Anfang des Jahres schon mal und jetzt irgendwie nochmal so groß präsentiert.
00:47:24: Achja klar!
00:47:26: Also Bayern macht ein eigenes Ding aber dahinter steckt auch noch einmal kurzer Dive-Innen in die Politik einen etwas seltsamer Deal zwischen den beiden bayerischen Regierungsparteien.
00:47:37: Die CSU unterstützt den Wunsch der freien Wähler ein deutschlandweit verpflichtendes Gesellschaftsjahr im Bund zu fordern Und dafür wiederum ziehen die Freien Wähler mit bei diesem Bayernjahr, dass sie zuerst übrigens noch abgelehnt hatten.
00:47:51: Weil auch Sie die Doppel- und Parallelstrukturen zum FSJ und Co eindeutig gesehen und das eben in Frage gestellt haben.
00:47:58: Nun wurden aber zwei Anträge im Landtag eingebracht – eine zum Freiwilligen Bayernjahre Ein Antrag für ein verpflichtendes Gesellschaftsjahr, für das sich die Staatsregierung in Bayern auf Bundesebene einsetzen will.
00:48:11: Und wie wir hier im Podcast schon mehrfach erwähnt haben – der Weg dorthin ist voller Hürden!
00:48:18: Da muss man auch überlegen, wenn das parallel kommen soll zum Wehrdienst der dann zurückkehrt.
00:48:24: Brauchen wir eine Zweidrittelmehrheit dafür im Bundestag?
00:48:28: Naja also CSU und Freie Wähler sagen Also Wir machen jetzt hier mal die Vorstufe als Bayernjahr Und da kann der Bund sich das Jahr angucken wie gut wird es machen?
00:48:36: und Dann Kann Man Das Ja Auch Im Bund Übernehmen.
00:48:39: Was Sagen Denn Die Jugendverbände Dazu?
00:48:42: Naja, erst im März diesen Jahres hatte sich die Vollversammlung des Bayerischen Jugendringes eindeutig gegen eine Wiedereinführung der Werbpflicht und damit verbundenen weiteren Pflichtdiensten positioniert.
00:48:53: Und den bayerischen Jugendring damit beauftragt diese Haltung gegenüber der Landespolitik also CSU-freien Wählern auch zu vertreten – zwanzig vierzwanzig!
00:49:02: Jedoch da hatte man noch einen Rechtsanspruch auf ein freiwilliges Gesellschaftsjahr gefordert.
00:49:06: Darüber haben wir hier auch schon gesprochen dass das sozusagen so ne alternative Lösung ist.
00:49:11: Folglich ist die Kommunikation rund um das Bayernjahr vonseiten des bayerischen Jugendrings auch eher, würde ich sagen.
00:49:18: Bayern-typisch?
00:49:21: Erinnert euch der Bayerische Jugendring ist als einziger Landessjugendring eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und daher recht eng mit Politik verbandelt.
00:49:27: wir haben in Folge neunundfünfzig schon mal drüber berichtet.
00:49:31: In einem Instagram Statement von B&R Präsident Philipp Seitz wird deshalb das bayernjahr als Chance gewertet um das freiwillige Engagement junger Menschen zu
00:49:39: stärken.
00:49:41: Und auch die Wohlfahrtsverbände scheinen Fans von Bayern ja zu sein, wenn man sich deren Statement so anguckt.
00:49:46: Also irgendwie passt da wieder ganz viel nicht zusammen!
00:49:51: Naja, wir sagen es ja immer.
00:50:12: Junge Menschen sehen das vielleicht auch alles nochmal ganz anders!
00:50:16: Wir kommen zu unserem nächsten Thema, denn mit schnellen Schritten geht es jetzt auf die einzig explizite jugendpolitische Maßnahme aus dem Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD.
00:50:28: Die Anmeldung zum nationalen Kinder- und Jugendgipfel vom dritten bis fünftens twelften in Bonn ist gestartet!
00:50:34: Juhu!
00:50:35: Insgesamt sind da mehr als fünfzig Workshops, Panels, World Cafes, Sessionsrunden geplant.
00:50:39: dazu gibt's noch Mitmachformate kreative Aktionen, man kann mit Menschen aus Politik und Verwaltung ins Gespräch kommen.
00:50:46: Und auch ganz bestimmt viel diskutieren unter anderem mit der eben schon aufgenannten Bundesjugendministerin Karin Prien die sich angekündigt hat.
00:50:54: und die Themen reichen da von Klimakrise- und Bevölkerungsschutz über Sicherheit im Netz Mental Health bis hin zu Gaming, sexueller Bildung, Wehrdienst oder jungen Menschen in Sport.
00:51:04: Die Teilnahme All Inclusive für fünfhundert junge Menschen zwischen vierzehn und zwanzig Jahren ist gratis!
00:51:11: Und weil die Plätze trotz der Location... Hallo, Bonn?
00:51:15: Ja eben nicht Berlin.
00:51:17: Bonn!
00:51:18: Da wo gerade kaum Straßenbahnen fahren und wo man sowieso schlechthin kommt.
00:51:22: Liebe Grüße an den Jugendring Bonn.
00:51:24: Ja, trotzdem sind die Plätze begehrt.
00:51:26: Also sollte man sich schnell dort anmelden und das übrigens auf der neuen Beteiligungsplattform über die wir hier schon im Podcast auch mal gesprochen haben.
00:51:33: geht mal auf mitwirken.gov.de.
00:51:36: also gov wird das englische Wort Government.
00:51:38: Wir packen euch den Link auch in die Show Notes!
00:51:47: Eine Sache müssen wir jetzt hier im Podcast erwähnen, weil wir da immer so drüber hinweggehen und immer nur über die Landtagswahlen sprechen.
00:51:53: Und sich viele sicher fragen, habt ihr bei eurem bunten September-Wahlreigen nicht irgendwem vergessen?
00:52:01: Nee, natürlich nicht.
00:52:03: Wir wissen das heute am Tag dieser Aufnahme in Niedersachsen die Kommunalwahlen stattfinden.
00:52:09: Gewählt werden die kommunalen Rähte oder wie Profis sagen Vertretungskörperschaften und teilweise auch Bürgermeisterinnen- und Landrädinnen Hauptverwaltungsbeamtinnen genannt.
00:52:18: bis hier mal ein bisschen so... weiterbilden.
00:52:20: Wählen dürfen auch Sechzehn- und Siebzehnjährige, gewählt werden dürfen sie selbst nicht weil in Niedersachsen im Gegenteil zu Baden-Württemberg nur das aktive Wahlrecht ab Sechszehn gilt aber nicht das passive.
00:52:30: wir berichten in der nächsten Folge über die Ergebnisse denn auf unserer Uhr.
00:52:34: ich muss mal kurz in die Ecke gucken.
00:52:36: da ist es jetzt sechzehntin Uhr fünfundvierzig naja und die Ergebnisse zu den Kommunalwahlen um achtzehn Uhr einsetzen wir später aufgenommen hätten diese nahezu unbrauchbar für Analysen auf kommunaler Ebene, wir sagen es hier immer wieder, ticken auch die politischen Uhren ein bisschen anders.
00:52:52: Aber liebe Grüße nach Niedersachsen!
00:52:53: Wir haben euch nicht vergessen ihr kriegt auch noch irgendwie einen jugendpolitisches Profil.
00:52:57: aber wir mussten im September erst mal einen Blick auf die drei Landtagswahlen
00:53:02: werfen.
00:53:02: Ich muss sagen, ich verfolge die Kommunal war das relativ intensiv weil natürlich Borkom auch zu Niedersachsen gehört.
00:53:07: Ja klar!
00:53:08: Da gibt es ein neues Bündnis für Borkomm und ich habe lange in Niednersachsen gewohnt in der Grafschaft.
00:53:12: Ich bin wirklich sehr gespannt, weil auch teilweise Leute, die ich ganz gut kenne da kandidieren.
00:53:17: Also wir werden darüber berichten.
00:53:19: Ein gerade schon angekündigten Veranstaltungshinweis kommt jetzt, nämlich der Bundeskongress Kinder- und Jugendarbeit, im Jahr twenty sieben.
00:53:27: zwanzig wirft schon seine Schatten voraus.
00:53:29: Wir bleiben in Niedersachsen das ist ganz praktisch und ihr könnt uns dort nächstes Jahr treffen live und infarbe.
00:53:35: Der findet statt vom siebten bis neunten September siebenzwanzig in Hannover und wir sind dabei mit einer großen Überraschung die an dieser Stelle aber noch nicht verraten wird.
00:53:47: Ja, genau.
00:53:49: Wenn ihr dabei sein wollt und etwas beitragen wollt zum Beispiel in Form eines Workshops oder eines Panels dann könnt ihr jetzt und noch bis zum ein dreißigsten Oktober euren Vorschlag einreichen.
00:54:00: einen Call for Participation und den Link dazu findet ihr auch in den Showdowns.
00:54:13: Wir biegen einen in die Schlusskurve und fragen uns was in den nächsten zwei Wochen los ist.
00:54:17: es wird nicht langweilig so viel kann man sagen.
00:54:19: ich freue mich besonders auf die Hauptausschussklausur vom Landesjugendring NRW die in Köln stattfinden wird.
00:54:25: Wir dürfen uns dort als Verband vorstellen und stehen ein paar spannende Themen auf der Agenda, wir planen ein großes Festival-Zweitersohn-Zwanzig mit einem anderen Verband und wir haben die legierten Versammlung also Jahreshauptversammlungen meines Heimatverbandes dem Zivert M. Westbund und sprechen da über so spannende Themen wie U-Siebenzwanzig.
00:54:43: nachdem Wochenende nehmen wir dann auf Der werde ich einiges berichten können an dieser Stelle.
00:54:47: Ich freue mich total auf diese zwei Woche.
00:54:49: Ich mach Kilometer, bei mir geht das jetzt so weiter.
00:54:51: Jena, Recklinghausen und Dresden aber auch viele schöne Termine in Berlin.
00:54:56: Hier beginnen wieder die regulären Bundestagssitzungswochen.
00:54:58: Das heißt dann werden hier die Termine wieder ein bisschen dichter?
00:55:01: Ich gehe zur Vorstellung des neuen Buches von Quentin Gärtner dem ehemaligen Vorsitzenden der Bundesschülerkonferenz über den wir ja schon gesprochen haben.
00:55:09: Und ich geh zu einer Filmprämiere eines Films namens Morgen war Krieg, von dem ich sicher noch berichten werde weil er eben auch ganz eng verknüpft ist mit diesen Fragen nach Wehrdienst nach Frieden, Dinge und Themen die junge Menschen beschäftigen.
00:55:23: Die nächste Folge erscheint am achtzehnzwanzigsten September.
00:55:25: Wir freuen uns wie gewohnt über Sterne- und Bewertung auf den entsprechenden Plattformen.
00:55:30: Und jede Folge und die Informationen, die wir dort geben und die Quellen dazu findet ihr auch in unseren Shownauts gesammelt unter tinyurl also tiny mit yurl.com slash Berufsjünglich.
00:55:44: Dort findet ihr aktuelle Informationen Und all das über was wir geredet haben.
00:55:49: Passt gut auf euch auf!
00:55:51: Vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal, macht's
00:55:52: gut!
00:55:53: Tschüssi!
00:56:09: Und wir freuen uns über eure Abos und Bewertungen auf Spotify, Apple, Podgy, Deezer.
00:56:23: Und überall dort wo es Podcast gibt!
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