Folge 63: What the (Ba)fög?!
Shownotes
An dieser Stelle findet ihr interessante und hilfreiche Links zur aktuellen Folge:
Gesammelte Links bei Google Docs: https://tinyurl.com/berufsjugendlich
Instagram Dr. Anna Grebe: @medien.politik.partizipation
Instagram Jendrik Peters: @airjendrik
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00:00:03: Hallo und herzlich Willkommen zur Folge dreiundsechzig des Podcasts Berufsjugendlich.
00:00:08: Wir sind Anna Grebe, Jan-Drik Peters und wir berichten alle zwei Wochen über das was Jugendpolitisch in Deutschland so los ist und wie man eine starke Verbündete
00:00:16: oder
00:00:16: ein starker Verbündeter für die Interessen von Kindern und Jugendlichen werden kann.
00:00:20: In der heutigen Folge knüpfen wir an ein Thema, das wir bereits in der letzte Folge angeteasert haben.
00:00:26: Wir sprechen über die BAföG-Debatte und darüber wie derzeit die jugendpolitischen Rahmenbedingungen für ein Studium an einer deutschen Hochschule sind.
00:00:48: zwölf Tagen glaube ich zurück aus dem Urlaub, musste gerade mal rechnen und ich habe immer noch Rückkehrschmerz.
00:00:53: Ich hatte es so schön und als ich wieder in Deutschland ankam war hier das Wetter nicht so schön, so ganz im Gegenteil, ganz grau und kalt und jetzt ist es ja wieder unglaublich warm und das macht mich sehr glücklich.
00:01:06: und deshalb also ich habe Sommer- und Sonnengefühle und finde das ganz grandios hatte auch schon wieder so meine erste dienstliche Reise, kann man sagen.
00:01:13: Ich bin nämlich nach Schwerin gefahren da war es du schon, da war ich schon für die Enquete Kommission Jungsein in MV und dieses mal durfte ich den Abschluss dieser Enquette Kommission moderieren und wir werden dann noch einmal in einer der nächsten Folgen was dazu machen wenn nämlich der Abschlussbericht der Enquête Kommission ganz offiziell vom Landtag behandelt und verabschiedet wurde.
00:01:35: Denn ich kann schon mal so viel sagen, das ist ein sehr umfassendes Dokument geworden mit Handlungsempfehlungen wie man Mecklenburg-Vorpommern jugengerechter machen kann.
00:01:43: Und naja es wird ja auch gewählt im September.
00:01:45: von daher ich bin gespannt was da jetzt noch in den Wahlkampf einfließt und was dann vielleicht auch eine neue alte Regierung mal gucken jugendpolitisch zu umsetzen wird.
00:01:54: also das war ne tolle Veranstaltung.
00:01:56: wahnsinnig coole Leute wieder getroffen.
00:01:58: Ich mag hier diese ganzen Jugendbeteiligung Profis in MV sehr gerne.
00:02:05: Es war ein guter Auftakt, um wieder so in den jungenpolitischen Alltag zu kommen.
00:02:09: Wie ist es bei dir?
00:02:10: Du bist wahrscheinlich viel mehr unterwegs gewesen jetzt als ich.
00:02:13: Im Vergleich zu dem was du gerade erzählt hast auf jeden Fall... War ein echt intensiv und vor allem bei Jugendkongress in Aachen mit fünfhundert Leuten.
00:02:22: Ich hatte es in der letzten Folge an gedeutet, das war richtig toll!
00:02:25: Wir hatten perfektes Wetter, es hatte morgens noch ein bisschen gefisselt aber als die Veranstaltung gestartet hat war schönes Wetter werden tolle Workstops, tolle Referenten... Da habe ich nochmal so gedacht für solche Tage mache ich den Job einfach mann.
00:02:38: Dafür schafft man diese ganzen Strukturen auf einer jungenpolitischen Ebene, damit so was möglich ist.
00:02:42: Damit da entsprechende Fördergelde hingehen und auch Menschen davon wissen und präsent sind und junge Menschen einfach einen coolen Tag haben können also... Das war auch ein schöner Moment.
00:02:51: Abends gab es so eine After-Congress-Party, übrigens auch wichtig sich nach so einem Kongress noch mal als Team so einen Moment zu nehmen und da hat der Projektleiter nochmal so ne kleine Ansprache gehalten.
00:03:00: das Amt für Jugendarbeit wurde gewürdigt und ich hatte so nen kleinen Train im Auge weil ich dachte Boah was ist das für'n geiler Moment gerade?
00:03:07: Und die muss man aufsaugen bei all dem Shits den's ja doch immer wieder gibt in der Jugendebene.
00:03:15: Das war super!
00:03:16: Total cool.
00:03:18: Und was mich sehr bewegt hat gestern, wir nehmen heute Freitag auf war Fachtageinsamkeit und ich habe nochmal gemerkt oder mich darin bestätigt gefühlt wie krass einfach Einsamkeit auch auf die Psyche schlägt.
00:03:30: Auf die Gesundheit, wie häufig das auch einfach verankert ist dass sich jeder Mensch mal einsam fühlt aber das Problem halt dann entsteht wenn es irgendwann chronisch wird.
00:03:38: und da verschiedene Methoden an die Hand zu bekommen wie man noch jungen Menschen da ein guter Partner sein kann Das war schon wirklich interessant.
00:03:45: Leider sehr wenig Leute aus der Jugendverbandarbeit, muss ich auch mal sagen... Wir sind mit für Anstalter gewesen als evangelisch im NRW und es war kaum jemand aus diesen Strukturen da!
00:03:57: Ich habe bei so ein paar Leuten mal nachgefragt Ja wir müssen noch unseren Alltag regeln, wir können nicht alles machen.
00:04:03: Es haben mir Leute geschrieben die gesagt haben ja aber schick doch mal links oder referenten wenn du das ist total ein Thema das interessiert uns wo ich sage hey Leute ihr habt einen Anfahrtsweg von vielleicht eine halben Stunde oder Stunde.
00:04:14: So, da bewegen mich sehr viele Themen.
00:04:18: Das sieht auch schnell wieder bei Kommunikation von der Landesebene an die Basis.
00:04:23: Das ist einfach schade!
00:04:24: Ja, das kann ich mir vorstellen.
00:04:25: Vor allen Dingen weil ihr euch also man macht sich auch mühe und stellt ein Programm zusammen dann hat doch so eine Vision davon wie das besprochen werden kann und dann auch noch mal jungenpolitisch operationalisiert werden kann weiß ja voll schön wenn man sich trifft über Themen redet.
00:04:36: aber es geht auch darum in den Action zu kommen.
00:04:39: Wir sind jetzt nicht der Hauptveranstaltter gewesen aber jetzt werde ich dann wieder angefragt erzählt doch mal was ist denn da passiert und was waren die Learnings usw.
00:04:47: Da denke ich mir immer ja kann ich machen aber das halt auch nicht eigentlich auch nicht mein Job Was auch schade war, um das noch zu sagen.
00:04:54: Wir hatten einen Hauptausschuss vom Landesjugendring und der ging es auch um die Abschaffung oder manche würden sagen Weiterentwicklung von Cosmo WDR.
00:05:00: da hat er den Rundfunkrat beschlossen den Sender nicht weiterzuführen Und der Landesjugndring hatte ja auch ein Vertreter im Rundfundgrad und da gab es die eine oder andere Diskrepanz.
00:05:12: was Entscheidungen usw.
00:05:13: angeht ist einfach schade dass so ein Sender jetzt nicht mehr weiter geführt wird
00:05:18: Vor allen Dingen Sender der so wichtig ist, also unterschiedliche migrantische Community.
00:05:22: Aber ich höre auch Kosmo seit vielen Jahren schon.
00:05:25: Auch weil ich im Ausland gelebt habe aber auch weil es das so cool finde dadurch neue Musik entdecken auf Sprachen die ich nicht spreche wo ich den Beat gut finde und vor allem über Themen zu sprechen Ganz unterschiedliche Menschen bewegen.
00:05:40: und ich halte es wirklich für eine nicht kluge Entscheidung, wenn ich das persönlich sagen darf.
00:05:45: Von Seiten des WDR Kosmo weiterzuentwickeln.
00:05:48: Ich finde ist auch ne ganz schöne Frechheit das weiter zu entwickeln also so dass zu nennen so zu benennen und dann ich glaube Street.
00:05:57: Einst live Street.
00:05:58: Also welche Vorurteile bedient das alles?
00:06:00: Also ganz genau.
00:06:02: Sie hat
00:06:02: so viele Vorurteil in sich hochproblematisch und ich stelle mal die ketzerische Frage, wie viele nicht weiße oder migrantisch geprägte Menschen sind denn in diesem WDR-Bund von Grad?
00:06:16: Also wer durfte denn damit entscheiden und mitsprechen?
00:06:19: wahrscheinlich so Kartoffeln wie wir.
00:06:21: Aber das kann es halt an der Stelle nicht sein.
00:06:24: Ist jetzt heute nicht unser Thema finde.
00:06:25: ich ist aber wichtig zu sagen dass es auch einen jugendpolitischen Tag drauf geben.
00:06:28: Ja, definitiv.
00:06:29: Und in welcher Form wurden migrantische Jugendverbände auch beteiligt zum Beispiel an der Stelle?
00:06:33: Aber wie gesagt das ist nicht unser Thema aber ihr merkt schon es wird bei euch und bei uns auch nicht langweilig.
00:06:48: Anna was hast du eigentlich studiert?
00:06:50: wir haben da auch schon mal drüber geredet ich weiß aber gerade wirklich nicht mehr so genau.
00:06:53: und damit die frage auch verbunden Wie war denn eigentlich dein Studium so damals?
00:06:58: Ja, ist ja lustig.
00:06:59: Weil das was ich studiert habe wirklich so gar nichts oder nur wenig, sagen wir mal ein Drittel mit dem Zutun hat, was ich hier mache.
00:07:07: Ich hab ja gar nix mit Politik und Partizipation studiert.
00:07:09: Mein Claim im Internet ist immer Medienpolitik, Partizivation.
00:07:13: Es war Medien Nämlich einen Studiengang namens Literaturkunstmedien.
00:07:17: Und ich hab noch Geschichte studiert an der Unikonstanz Und an der Universär Nationale Corrobin Argentinien.
00:07:25: Corroba kennt man wegen der Schmach von Corrobar der Deutschland gegen Österreich im Fußball, wenn wir hier schon zu WM zeigten miteinander sprechen.
00:07:33: Mein Studium war gut!
00:07:34: Mein Abi ja ihr nicht so.
00:07:36: und im ersten Semester muss ich auch zugeben liebst bei mir gar nichts rund weil ich auch nicht verstanden habe.
00:07:42: Ich bin die Erste mit Abituren, die erste mit Studium in der Familie.
00:07:45: Ich hab am Anfang auch nicht so ganz verstanden ehrlich gesagt wie Uni Hochschule als System funktioniert.
00:07:50: Und als ich das dann gecheckt habe, Ab dann eigentlich total gut, ich wurde relativ schnell studentische Hilfskraft bei einem Professor für Faschismusforschung und Zeitgeschichte.
00:08:03: Dann wurde ich Tutorin in der Kunstwissenschaft und das war eigentlich super!
00:08:07: Und dann habe ich zuerst in so einem wirklich sportbilligen Wohnheim vom Studierendenwerk gewohnt und dann im WG ist.
00:08:15: Ich habe immer gearbeitet, das habe ich auch schon erzählt.
00:08:17: In dem Semester fehlten im Maschinenbau als pädagogische Begleitung von Zivi-Kursen und als Barfrau in der schlechten Technodisko.
00:08:25: Ich hatte aber auch ein Stipendium mal zwischendrin für mein Auslandstudium eben in Argentinien.
00:08:30: Und meine Eltern haben mich auch noch monatlich für die Miete unterstützt und für die Fixkosten.
00:08:35: Also das waren
00:08:36: –
00:08:36: jetzt muss ich überlegen – drei Jahre Bachelor, zwei Jahre Master davon die Hälfte in ArgentINien also ... Das war auf jeden Fall eine gute Zeit, auch deshalb weil vielleicht erinnert sich der ein oder die andere es gab mal diese Exzellenzinitiative wo so eine bestimmte Anzahl an Universitäten in Deutschland ausgezeichnet wurde und dadurch sehr viel Fördergeld erhalten hat.
00:08:57: vor allen Dingen für Forschung.
00:08:58: Und Konstanz wurde im Jahr two-thausendsechs exzellent und dadurch diese Uni, die ja eher sehr klein ist und auch von Konstanz ist nicht besonders groß ein grandioser internationale Ort für Forschungs- und Lehre.
00:09:11: da kamen Wissenschaftlerinnen aus der ganzen Welt und es wurde unglaublich viel investiert und ich hatte Spaß, ich habe viel gelernt und mich dadurch auch total gut vernetzt.
00:09:19: aber ganz ehrlich hier erzählt jetzt eine alte Frau Ich hab zwei-tausend drei Abi gemacht.
00:09:23: das waren echt noch andere Zeiten.
00:09:26: Jetzt Jendrik, du bist zehn Jahre jünger als ich und hast zehn Jahre nach mir die Schule abgeschlossen und studiert.
00:09:33: Wie war es denn dann bei dir?
00:09:34: Ich kann für mich sagen ... Für mich waren das sehr unbeschwerte Zeiten an vielen Stellen!
00:09:38: Ja, für mich waren dass auch unbeschwerte Zeiten und zugleich habe ich nicht diesen klassischen Vollzeitstudiumsweg gemacht.
00:09:44: Viele wissen ja gar nicht, ich wollte eigentlich Journalist werden und ich hatte auch schon Volna Teriat eigentlich fest bei einem Medienverlag.
00:09:50: das habe ich dann irgendwann abgesagt und hab dann doch studiert und zwar Sozialpädagogik über eine holländische Uni die Saksion Hochschule in Esrede in den Niederlanden.
00:09:59: Das ist so aufgebaut dass man einmal die Woche studiert um zwanzig Stunden arbeitet und das habe Ich erst an der Grund- und Förderschule gemacht Und dann drei Jahre an der Jugendbildungsstätte, da habe ich auch noch mal in die Jugendverbandarbeit viel stärker gefunden.
00:10:10: Erlebnispädagogik, Tageorientierung und Medienkompetenztraining... ...und hab dann irgendwann weil es sich anbohrt, dann kam auch Pandemie im Master, Medien- und Bildung noch gemacht so hieß das in Essen.
00:10:23: Das war ganz cool, Lernplattformen baut, Webinare zu konzipieren.
00:10:27: Leute da entsprechend in der Medienbildung zu coaching... Aber es war immer berufsbegleitend!
00:10:31: Es war immer online die ganze Zeit.
00:10:32: also ich hatte nie dieses Studi-Leben, ich habe auch nie diese ganzen Studipartys gehabt.
00:10:36: Ich schon, das
00:10:38: kann sein, ich schon.
00:10:39: Ja und das vermisse ich auch um da so ein Tag zu machen.
00:10:43: Das fing schon so ein bisschen schade.
00:10:44: manchmal gucke ich da so einen bisschen wehleidig zurück.
00:10:48: Aber vor allem habe ich immer ein bisschen Geld gehabt, allerdings auch eher so auf einem FSJ-Niveau.
00:10:53: Also es gab damals irgendwie so vier, fünfhundert Euro für die zwanzig Stunden Stelle sozusagen.
00:10:58: also muss sich nebenbei jobben und das hab' ich als rasender Reporter gemacht für die Lokalzeitung ganz klassisch Kaninchenausstellung Vogelausstellungen.
00:11:04: Und da möchte eine Anhängdote erzählen Ich war in einer Vogelaustellung und habe berichtet und hatte Bürgermeister gesagt Herr Peters wir müssen doch jetzt gleich zu den Kaninchien!
00:11:12: Ich kann sie auch mitnehmen.
00:11:13: Wir saßen im Auto.
00:11:15: Er hat gesagt Herr Peters wir wissen beide dass ich gleich in meine Rede genau dass ich selber erzähle, nur statt Vögel Kaninchen sage.
00:11:21: Aber hier ist eine Flasche Schnaps, die schreiben das schon ein bisschen anders.
00:11:24: Wahre Geschichte und das ist so...
00:11:25: Wow!
00:11:25: Damit
00:11:26: habe
00:11:26: ich... Alles über Lokaljournalismus gesagt,
00:11:28: oder?
00:11:28: Ja in der Nutschale sozusagen und das hat mir damals mal Studium finanziert.
00:11:34: aber auch weil meine Eltern die Studiengebühren übernommen haben muss man einfach sagen Und da Holland und so war das Semesterticket nicht mit drin Das war eigentlich noch was Schlimmste Ich hatte nie einen Semesterticket für Zug und so.
00:11:43: Also es war besonders.
00:11:47: Ja, wir wollen euch jetzt heute nicht von früher erzählen.
00:11:49: Keine Sorge!
00:11:51: Aber wie wir es bereits in der letzten Folge angekündigt haben... Wir sprechen heute über eine Gruppe junger Menschen die bei Jugendpolitik häufig mitgemeint wird, aber die selten ausdrücklich genannt oder gar jugend- oder bildungspolitisch besondere Aufmerksamkeit erfährt.
00:12:05: Wir meinen Studierende an Hochschulen und ja wir wollen auch nochmal über das leidige Thema Barvög sprechen, dass vor so zwei drei Wochen aufgrund einiger naja fragwürdige Aussagen der Bundesforschungsministerin Dorothee Baer für viel Aufregungen gesorgt haben.
00:12:21: und irgendwie habe ich leider das Gefühl, mit dem Podcast auch ein bisschen hochhalten.
00:12:27: Und wer uns kennt, der weiß dass wir gerne mit Zahlen-Datenfakten beginnen und das machen wir auch bei diesem Thema.
00:12:32: und da gehört zum Beispiel dazu, dass rund zwei Komma neun Millionen Menschen an einer deutschen Hochschule studieren davon, fifty-eight Prozent an eine Universität und rund achtunddreißig Prozent an einer Hochschulen für angewandte Wissenschaften HW oder eine FH und die übrigen dann an Verwaltungsfachhochschulen Kunst- und Musikvorschulen pädagogische Theologische Hochschulen.
00:12:54: Insgesamt gibt es in Deutschland vierhundertzwanzig Hochschule, von der kleinsten mit ungefähr fünfzig immatrikulierten Studierenden wie der Evangelischen Hochschulle für Kirchenmusik in Dresden bis hin zur größten Hochschuhe der IU eine privaten Hochschul mit hundertdreißigtausend Studierende.
00:13:15: Und es gibt auch immer mehr Studierende unter achtzehn Jahren.
00:13:17: Zuletzt waren das rund viertausend, sagt der Statistische Bundesamt.
00:13:21: in der Regel sind Studierenden aber eher so zwanzig oder einzwanzig Jahre wenn sie ins erste Semester kommen häufig dann nach dem Gepje- oder einem Freiwilligendienst und künftig noch häufiger nach einem Wehrdienst.
00:13:35: Und wer studiert eigentlich, wenn man sich das mal anschaut.
00:13:38: Von hundert Kindern aus Akademikerfamilien nehmen ein Studium auf.
00:13:44: Von Hundert Kinder aus Familien ohne Hochschulerfahrung schaffen nur fünfundzwanzig den Sprung an die Universität.
00:13:52: Das heißt auch das Hochschulsystem ist stark von sozialer Selektivität geprägt und das wird gleich im folgenden nochmal wichtig!
00:14:00: Wir haben im Vorfeld dieser Folge Rückmeldung erhalten, dass es doch jugendpolitisch relevantere Gruppen gäbe als Studierende, denen wir uns widmen könnten.
00:14:08: Und wir reden ja auch immer so ein bisschen im Spaß darüber, dass Jugendverbände vor allen Dingen so Gymnasiastinnen und so studierenden Verbände sind.
00:14:15: Ja okay Also warum gucken wir denn jetzt auf diese Gruppe?
00:14:20: Zum einen wir spielen keine Gruppen junger Menschen gegeneinander aus Auch weil's bei englischendiger Jugendpolitik darum geht, dass alle jungen Menschen berücksichtigt werden und erst mal alle wichtig sind.
00:14:31: Und zum anderen erinnert euch es noch gar nicht so lange her an die Corona-Zeit!
00:14:36: Man hat mich nur bei Schülerinnen gedacht, dass man da irgendwas tun muss oder dass diese armen junge Menschen sind – ich und sie vor allen Dingen dann trotzdem vernachlässigt also dann trotzdem nichts getan.
00:14:48: Ich glaube, bei Studierenden war das noch viel krasser oder ich kann es auch sagen weil ich in der Zeit selber an Hochschulen digital dann unterrichtet habe.
00:14:55: Mit dem Lockdown im März, im Jahr zwanzig-zwanzig begann auch für viele Studierende eigentlich nämlich des Sommersemester und vereinige das allererste Semester.
00:15:04: Hochschule waren – kann man sich auch aus eigener Erfahrung sein – gar nicht auf digitale Lehre vorbereitet.
00:15:09: die Suche nach einer Wohnung umzug.
00:15:12: Das war wahnsinnig schwierig wegen der Kontaktbeschränkungen, also man durfte ja nicht mal Umzugshelfer in einem Zweifelsfall mit sich irgendwo hinbringen und dann... Also ich erinnere mich das ist die Sozialisolation für viele Studierende ein riesiges Problem darstellt, dass ich gerade sagte, ich war in den ersten Semestern viel feiern.
00:15:31: Also das fällt ja auch alles weg und du hast es ja auch gerade geschildert, dass das bei dir Nicht-Corona Zeiten schon anders war und einen Unterschied nachher macht!
00:15:39: Und all das hat würde ich sagen bis heute Auswirkungen darauf, wie wir Jugendpolitik für Studierende denken müssen und deshalb wollen wir das hier auch nicht ausschließen.
00:15:48: Und deshalb ganz konkret noch mal an alle, die das ein bisschen moniert haben.
00:15:51: In Folge achtzehn – Achtung schon eine Weile her!
00:15:54: Da hatten wir mit dem Bundesvorsitzenden der USOS mit Philipp Thürmer auch schon einmal über die Situation von Azubis gesprochen.
00:16:00: Ja?
00:16:00: Das lange her hört aber gerne rein und wir verlinken euch diese Folge nochmal in den Show-Notes.
00:16:05: Dann seht ihr dass es bei Azubi sehr spannende jugendpolitische Themen geht, die übrigens jetzt auf das Thema Studierungen zu treffen würde ich sagen.
00:16:14: Und wir beginnen mal damit, was Studierende dann eigentlich brauchen.
00:16:17: Dafür haben wir drei junge Menschen gefragt, was aus ihrer Sicht die größten jungenpolitischen Herausforderung für Studis sind?
00:16:27: Hi!
00:16:27: Ich bin Davina und habe vor kurzem mein Studium in Zukunftsforschung beendet und ich engagiere mich in verschiedenen Projekten – vor allen Dingen für Bildungsgerechtigkeit, Jugendbeteiligung und Bildung für nachhaltige Entwicklung.
00:16:40: Grundsätzlich denke ich, dass sich die Bedürfnisse junger Menschen weniger nach Alter sondern eher nach Lebensphase unterscheiden.
00:16:45: Und Studierende sind da wahrscheinlich schon in einer besonderen Position weil sie trotz Feuerigkeit und trotz Schulabschluss weiterhin eine Haupttätigkeit nachgehen für diese in dem Moment nicht entlohnt werden.
00:16:57: Das macht das Studium zu einem Privileg, dass man sich finanziell leisten können muss und auch darüber hinaus mit vielen Hörden verbunden ist.
00:17:04: Die Tatsache Wissen wir aus Studien, dass ein Uni-Abschluss immer noch so stark von der Herkunft und von socioökonomischen Faktoren abhängig ist zeigt wie groß die Ungerechtigkeiten sind, die herrschen.
00:17:17: Und ich glaube um genau das anzugehen braucht es schon eine besondere Jugendpolitik für Studierende weil wir brauchen bezahlbaren Wohnraum Wir brauchen eine Barfölkreform und wir brauchen mehr Unterstützung für Arbeiterinnen und Kinder.
00:17:30: Nicht alle Menschen müssen studieren Das will ich damit gar nicht sagen Aber Herkunft und ökonomische Situation sollten niemals der Grund sein, warum ein junger Mensch das nicht kann oder es sich nicht zutraut.
00:17:44: Moin!
00:17:44: Ich bin Toni.
00:17:45: Ich studiere in Rostock und bin seit geraumer Zeit im Studierenden Rad aktiv – vorallem auch schon mal am Aster.
00:17:51: Wir müssen uns eigentlich ständig mit verschiedenen Problemen auseinandersetzen.
00:17:54: Ein zentrales davon ist die Bezahlbarkeit des Studiums.
00:17:57: Wir haben auch an Rostocks wie wahrscheinlich in vielen Städten steigende Mieten, wir haben steigene Lebensmittelkosten.
00:18:03: Es gibt ein Semesterticket, was durch die Gebühren des Deutschlandtickets, das in den letzten Jahren auch immer teurer geworden ist.
00:18:09: Auch immer teure Wode für unsere Studis und generell der Semesterbeitrag, der sich auch auspasst wie zum Beispiel dem vom studierenden Werk zusammensetzt wo auch die Einkaufspreise bestiegen sind, die auch so ein bisschen weitergegeben wurden oder mussten.
00:18:23: Mir ist es einfach alles teurer worden.
00:18:25: wir haben auch mentale Gesundheit ein zentrales Thema.
00:18:29: Uns fehlen einfach Therapieplätze für Studierende.
00:18:31: Wir müssen oft anfragen, weiterleiten an ein Studierendenwerk oder an externe Stellen.
00:18:36: Da würden wir uns natürlich noch mehr Support wünschen auf dem Land.
00:18:40: Wir haben auch eine neue Angst vom Studiestudierenden, dass sie keinen Arbeitsplatz nachfinden.
00:18:47: Das ist relativ neu aber auch definitiv Teil der Lebensrealität.
00:18:50: Aber wir haben generelle strukturelle Probleme unter anderem das Unsere Uni immer noch sehr viel in Stellen nicht barrierefrei ist.
00:18:59: Sie ist auch unterfinanziert, das heißt Studierende müssen im Gebäuden lernen oder wenn sie überhaupt da reinkommen die definitiv nicht mit dem Stand der Zeit entsprechen und auch wie gesagt für Studierenden die Behinderungen haben wahrscheinlich gar nicht betretbar sind.
00:19:15: generell ja Und auch die Gruppe der Studierendinnen mit Kind haben auch immer noch ganz viele verschiedene Probleme zu tun und Das versuchen wir halt irgendwie strukturell anzugehen.
00:19:29: Ich sehe hier mehrere große Themen, zum Beispiel sind das Mieten und Wohnen, Mobilität, psychische Gesundheit, mangelnde Barrierefreiheit die hohe Arbeitsbelastung nicht nur im Studium sondern eben auch in den Nebenjobs aber auch das Thema Beteiligungsmöglichkeiten im Hochschulkontext und das wirkt jetzt erst mal nicht besonders neu für die jungen Politik, aber die Lebensphase in der das alles zum Problem wird und für manche doch dann irgendwie auch recht plötzlich ist eine, in der krass viel passiert.
00:19:57: Und in der wir als Gesellschaft hohe Ansprüche an diese jungen Menschen stellen!
00:20:02: Die Kernherausforderung und Qualifizierung ist noch enger, gekoppelt an die Kernherausforderungen für Selbstständigung zu Schulzeiten.
00:20:08: Dann umstudieren zu können muss man ja auch oft den eigenen Heimatort verlassen.
00:20:12: Man braucht also eine eigene Bleibe, Apartment, WG-Zimmer, Wohnheim was auch immer!
00:20:17: Man zieht in eine fremde Staat, man muss sich an ein komplett neues System des Lernens gewöhnen denn Hochschulen sind keine Schulen.
00:20:24: es gibt zwei Beratungsangebote, aber die Beziehung zum Lehrpersonal ist nicht pädagogisch geprägt sondern vor allem fachlich.
00:20:32: Ich kann auch aus meiner eigenen Erfahrung als Hochschullehrerin berichten, ich war mehrere Jahre wissenschaftliche Mitarbeiterin an einem Lehrstuhl in der Uni.
00:20:38: Ich habe gelehrt und geforst und habe heute noch ein paar Lehraufträge.
00:20:43: aber ich hab mir vor allen Dingen weil ich auch im Studiengang den ich sehr bestudiert habe eingesetzt war.
00:20:48: Ich hab mir von Tag eins an sehr fix die Idee in den Kopf gesetzt.
00:20:53: Ich will eine eigene Studienberatung gründen, die eben nicht nur informiert und berät Fallflyer irgendwie ausgibt, sondern die eben den Fokus auf Beziehungsarbeit legt.
00:21:04: Auch deshalb weil zum Bachelor als auch zu Masterleute eben aus der ganzen Republik nach und in anderen Ländern auch nach Konstanz kamen.
00:21:12: Und mir war nämlich ein Studierende selbst aufgefallen ist das was ich gerade meinte wenn du von der Schule kommst und selbst nicht akademisch geprägt bist Dann ist das ein ganz neuen, neuer Sprache, neues System.
00:21:23: Dass du lernen musst, dass eben deine Dozentin nicht für deine persönlichen Probleme oder für irgendwas zuständig sind sich gar nicht zuständig fühlen.
00:21:31: Das kommt noch dazu und im Zweifelsfall auch nicht deinen Namen kennen weil es in diesen... glaube ich, in diesem Environment gar nicht so wichtig ist.
00:21:40: Und deshalb habe ich damals mit der Unterstützung meiner Chefin so eine Art peer-to-peer Studienberatung gegründet den LKM Support – RKM kurz für Literaturkunstmedien und nicht verlachen, klatschen und malen wie manche Leute behaupten!
00:21:56: Mit meiner damaligen Kollegin Anne haben wir eben nicht nur normale Sprechstunden angeboten sondern Vernetzung, Austausch, Veranstaltung unter den Studierenden und vor allen Dingen mit den Lehrenden.
00:22:06: Also, dass man sich auch mal an anderen Orten kennenlernt auf einer etwas informelleren Ebene.
00:22:11: Und so Räume entstehen in denen es eben nicht nur um Leistung und Noten geht sondern man auch einen ganzheitlicheren Blick aufeinander bekommt.
00:22:18: Ich finde das super, super wichtig!
00:22:20: Und dass man das fachliche eben nicht vom persönlichen Trend diesen LKM-Support gibt's immer noch.
00:22:26: Da bin ich ziemlich stolz drauf, auch weil ich gegen sehr viel Widerstand im Fachbereich dieses Ding durchgesetzt habe.
00:22:32: Das brauchen wir nicht!
00:22:33: Dafür sind wir nicht zuständig.
00:22:34: Dafür gibt es die zentrale Studienbegratung.
00:22:36: Bekommen wir denn dahin?
00:22:38: Ja... Ich war bockig und hatte da zwei andere bockige Menschen an meiner Seite um das zu machen.
00:22:42: Und auch heute mache ich als Lehrende noch die Erfahrung, auch wenn ich glaube dass vieles besser geworden ist, dass viele Studierende an Hochschulen komplett überfordert sind mit dieser Verbindung, die du gerade geschildert hast von Qualifizierung und Verselbstständigung.
00:22:57: Das wäre auch alles kein Problem und völlig in Ordnung, denn früher dienten die ersten Semester auch eher dazu sich zu finden, zu feiern über die Strenge zu schlagen, aber mal abzuhängen um den eigenen Weg zu finden Aber in der Zeit, die so durchökonomisiert ist und der Druck so extrem hoch ist schnell und effizient zu studieren.
00:23:17: Nebenher zu arbeiten und sich sein Studium zum Beispiel selbst zu finanzieren und sich auch noch auf einen Arbeitsmarkt vorzubereiten, der gerade akademische Berufsanfängerin mehr ausschließt denn je.
00:23:28: Und dann noch sind wir bei diesen Krisenstapeln und da noch von diesem Krisen in der Welt gebeutelt ist also... Und dann auch noch nicht mehr alleine oder im häuslichen Umfeld, wo halt die Friends rumhängen.
00:23:42: Weil man vielleicht an einen anderen Ort gezogen ist.
00:23:45: Das sind so viele Faktoren!
00:23:46: Das macht viele Studierende krank und das merke ich dann wiederum als Lehrende, die ja auch nur so reinfliege- und wieder rausfliegen Verlehraufträge.
00:23:54: Dass es eigentlich eine ganz andere Art von Beziehungsarbeit
00:23:57: benötigt.".
00:23:59: Und zum Thema Krankwerden.
00:24:00: schauen wir auch hier einfach mal in die Studienlagereien und dort können wir erkennen, dass die mentale Belastung der Studierenden in Deutschland seit der Corona-Pandemie auf einem hohen Niveau.
00:24:10: stagniert.
00:24:10: Das sagt, dass Ticatus hier in den Jahr im Jahr ist, das verlinken wir euch natürlich an der Stelle und demnach fühlen sich ein und vierzig Prozent der Studierenden häufig gestresst.
00:24:20: Das ist ein leichter Rückgang gegenüber der letzten Befragung von zwei Tonnen dreiundzwanzig.
00:24:24: Da waren es viervierzig Prozent aber schon immer noch deutlich mehr als zweitausendfünfzehn vor der Pandemie mit dreinzwanziger Prozent.
00:24:32: Fünfunddreißig Prozent der Studenten weiß eine hohe oder sogar sehr hohe emotionale Erschöpfung Auf und als Hauptbelastungsfaktor im Hochschulkontext wird dort für die Studierenden Prüfung genannt.
00:24:45: Und davon fühlt sich knapp die Hälfte der Studierende unter Druck beziehungsweise stark unter Druck gesetzt, nämlich neunvierzig Prozent.
00:24:51: Es folgen dann mehrfach Belastungen durch Studium- und Arbeit.
00:24:54: Vierunddreißig Prozent Angst vor schlechten Noten, achtundzwanzig Prozent zu schwieriger oder umfangreicher Lernstoff mit achtund zwanzig prozent und auch finanzielle Sorgen.
00:25:05: Und zum Thema Arbeitsmarkt, dazu laut einer Studie wurden im vergangenen Jahr siebzehn Prozent weniger Berufseinsteigerinnen eingestellt als noch zwei tausend vierundzwanzig.
00:25:16: Im Vergleich zum Durchschnitt der vergangene fünf Jahre fällt das Ergebnis da noch drastischer aus.
00:25:21: Da sind die Jobangebote für EinsteigerInnen laut eine Analyse der Stellenplattform Stepstone um fünfundvierzig Prozent gesunken.
00:25:29: und auch hier zeigt sich dann wieder, wie abhängig der berufliche Erfolg von den Elternhäusern ist.
00:25:34: Denn ohne Netzwerk und
00:25:35: Co.,
00:25:36: oder auch Vitamin B, wie man es manchmal auch nennt, kommt man nicht an die richtig guten Praktikumstellen und auch oder zumindest immer schwerer auf dem Arbeitsmarkt.
00:25:46: Und den Zusammenhang zwischen diesen Themen so dachte man hat die Bundesregierung zumindest im Ansatz erkannt als sie im Koalitionsvertrag von twenty-fünfundzwanzig angekündigt hat, die BAföG-Sätze anzupassen?
00:26:00: Was genau ist denn eigentlich dieses BAföG, das wir jetzt schon öfter genannt haben?
00:26:04: Ja es eine sehr schöne Abkürzung.
00:26:06: BAföGG steht für das Bundesausbildungsförderungsgesetz auch wieder so ein deutsches.
00:26:11: deutsches Wort, viel zu lange.
00:26:14: Das BAföG ist eine staatliche finanzielle Unterstützung in Deutschland übrigens nicht nur für Studierende sondern auch für Schülerinnen und Auszubildende deren eigene finanziellen Mittel gerade nicht reichen um sich selbst ein Studium zu finanzieren oder die Eltern das finanziert zu lassen.
00:26:30: und die Ausschüttung oder die Förderung durch das BAFöG erfolgt in der Regel zur Hälfte als Zuschuss also geschenkt dann nach dem Studium eben wieder zurückgezahlt werden und wie ich würde sagen, auch in eher überschaubaren Raten.
00:26:48: Und diese Zurückzahlung... Betrag ist auch noch gedeckelt, nämlich bei maximal rund Zehntausend Euro.
00:26:56: Und das hat nun mal im Vergleich während in Ländern wie Deutschland eben Österreichs, Garninavien und Polen das Erststudium an staatlichen Hochschulen fast kostenlos ist – wir reden hier von geringem Semesterbeiträgen im Vergleich – verlangen andere Länder sehr hohe Studiengebühren auch innerhalb Europas von bis zu Zehnteusend Euro pro Jahr also nicht vom gesamten Studium.
00:27:18: In den USA ist das Studium oft so teuer, dass der durchschnittliche Schuldenberg pro Absolvent für einen Bachelorabschluss bei über immer noch ihre Darlehen bedienen müssen und zurückzahlen, was sie damals an Krediten aufgenommen haben.
00:27:40: Wir reden hier nicht von so einer geteilten Förderung, sondern Menschen nehmen im großen Stil Kredite auf.
00:27:45: Da ist das BAföG anders gedacht!
00:27:48: Und das BAFöG als Modell der Studienfinanzierung in Deutschland?
00:27:52: Das ist sogar schon recht alt.
00:27:53: Das gibt's schon seit neunhundertseinundsiebzig.
00:27:56: Damals mit einer siebenvierzig Prozent Förderquote Und damals noch als Vollzuschuss.
00:28:02: Mit den Jahren wurden dann immer mehr Reformen eingeführt, die die Förderungsmöglichkeiten reduzierten und heute sind es gerade mal noch elf Prozent.
00:28:09: Absolut oder elf Prozent derjenigen, die überhaupt gefördert werden könnten beziehen.
00:28:17: nur barfügt das ja eine unglaublich geringe Zahl oder?
00:28:20: Das ist definitiv so und sechs von sieben Studien benutzen eher auch gar keine Studienförderung Also weder BAföG noch Stipendien.
00:28:28: Zwei Prozent nutzen Studienkredite, rund ein Prozent erhält das deutsche Stipennium auch ungefähr einen Prozent.
00:28:33: Ein Stipenium eines der begabten Förderungswerke.
00:28:36: aber ungefähr neunzig Prozent erhalten Unterstützung von den Eltern.
00:28:40: Das ist schon eine krasse Zahl und achtundsechzig Prozent arbeiten nebenher und dass in der Regel bis zu zwanzig Stunden pro Woche.
00:28:47: Und das ist mit dem Studienaufwand im Vollzeitstudium ja kaum vereinbar und schon gar nicht in den Prüfungsphasen.
00:28:54: Die Frage ist ja, warum ist das BAföG hier für fast neunzig Prozent des Studierenden keine gute Alternative?
00:29:00: Und das Frauenhofer-Institut hat dazu eine bundesweite Umfrage gemacht.
00:29:03: Laut der bis zu siebzig Prozent der Anspruchsberechtigten kein BaföG beantragen und der Hauptgrund zweiundachtzig Prozent den Betroffenen unterschätzen ihre Chancen und glauben fälschlicherweise nicht förderfähig zu sein.
00:29:16: Kenne ich auch einige Leute die gesagt haben, ich habe es gar nicht probiert bekommen mich eh nicht wenn man das mal überprüfen würde wahrscheinlich schon bei vielen Und eben oft wegen einer Fehlanschätzung vom Eltern-Einkommen.
00:29:25: Meine Eltern verdienen zu viel, bekomme ich eh nicht.
00:29:27: und selbst unter jenen die sich ihrer Berechtigung bewusst sind verzichten viele aufgrund überzogener Rückzahlungsängste auf einen Antrag.
00:29:35: also man möchte nachher nicht in diese Situation kommen soviel Geld zurück zahlen zu müssen
00:29:40: Was übrigens auch was sehr deutsches ist Nicht nur wenn es um Studien oder um Studium geht.
00:29:45: Deutsche machen nicht so gerne Schulden.
00:29:48: Also gibt es auch so Ländervergleiche insgesamt, auch was einzelne Dinge wie Kreditkartennutzung und so angeht.
00:29:53: Das ist sehr, sehr spannend!
00:29:54: Wir haben da einfach ein anderes Verhältnis dazu, was das bedeutet?
00:29:57: Wir haben ja hier gerade von zehntausend Euro Deckelungen gesprochen.
00:30:00: also schon noch mal einen anderen Blick dort
00:30:02: raus.
00:30:02: Ja, und wenn – wofür nehmen deutsche Schulden auf?
00:30:05: in Bildung wird dann glaube ich wahrscheinlich nicht so viel investiert als für den nächsten Grill.
00:30:10: Für viele ist aber auch das Beantragungsverfahren an sich schon einfach eine große Hürde.
00:30:14: Das ist kompliziert, man braucht viele Daten unter anderem halt eben auch von den Eltern die ihr Eigentum und Ihr Einkommen darlegen müssen.
00:30:21: also das Gespräch muss wir erst mal führen und das ist nicht nur aufwendig für Studierende sondern gerade für Studiere die kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben eigentlich nahezu unmöglich an diese Daten zu kommen.
00:30:36: Und dann führt man schon mal Gespräche mit den Eltern darüber, wieviel die verdienen und vielleicht auch was sie sonst noch für Assets haben.
00:30:44: Also das ist ja ein Gespräch, das fühlt man glaube ich eigentlich nicht in der Familie.
00:30:48: Das ist mega spannend!
00:30:49: Auch generell wieder deutschmal redet nicht über Geld so... Ich könnte dir jetzt auch nicht sagen, wie viel meine Eltern eigentlich genau verdienen?
00:30:54: Das ist schon spannend.
00:30:57: Die Bearbeitungszeiten sind lang, auch das gehört dazu und man darf nebenher auch nur eingeschränkt jobben, sonst wird es auf BAföG angerechnet.
00:31:05: Also kann man auch in dieser Lebensphase eigentlich nicht wirklich sparen und ganz zu schweigen von der Höhe des BAföGs.
00:31:11: Der Höchstsatz für Studierende in Deutschland beträgt neunhundert zweiundneinzig Euro, und er setzt sich zusammen aus vierhundert zweieinvierzig Euro Grundbedarf, dreihundert achtzig Euro Wohngeld und bis zu hundertseptzig Euro Zuschuss für die Versicherung.
00:31:25: Und das ist sehr wenig Geld und sogar weniger als die Grundsicherung in Deutschland.
00:31:30: Wir sprechen darüber, dass viele, viele Studierenden eigentlich unter der Anmutzgrenze leben.
00:31:35: Das ist absurd, dadurch dass das mal die großen Fachkräfte der Zukunft sein sollen.
00:31:39: Und so meint man jedenfalls auch die... Das hat vermeintlich... Ich hasse das sagen zu müssen, aber vermeintliche hat die Bundesregierung das erkannt und deshalb in ihre Koalitionsvereinbarung von zwanzig-fünfundzwanzig geschrieben, dass die BAföG-Sätze angepasst werden.
00:31:55: Ich zitiere jetzt hier nochmal kurz aus dem Koalisionsvertrag vom CDU CSU und SPD Wir wollen das BAföGG in einer großen Novelle modernisieren.
00:32:04: Die Wohnkostenpauschale erhöhen wir zum Wintersemester XXVII-I einmalig auf Vierhundertvierzig Euro pro Monat und überprüfen diese regelmäßig.
00:32:15: Die Freibeträge werden dynamisiert, den Grundbedarf für Studierende passen wir in zwei Schritten helftig zum Wintersemester XXXII, XXIII und XXIXIX Dauerhaft an.
00:32:26: das Grundsicherungsniveau an.
00:32:28: Der Grundbedar für Schülerinnen und Schüler wird in gleichem Prozentuale Umfang erhöht.
00:32:35: Also das ist ja auch ein bisschen witzig, weil wir reden eigentlich von der Novelle und von einer systemischen Reform.
00:32:44: Von einer einmaligen Erhöhung auf vierhundertvierzig Euro im Monat.
00:32:48: Da kann man vielleicht noch in so der einen oder anderen kleinen HAW- oder FH statt in Ostdeutschland noch ein Zimmer bezahlen.
00:32:55: Woanders ist es schwierig.
00:32:57: Vorsicht, immer wenn ein Koalitionsvereinbarung was mit überprüfen steht.
00:33:01: Das heißt gar nichts!
00:33:03: Nämlich nicht dass man irgendwas machen muss.
00:33:05: und also dafür war auch schon Geld eingeplant.
00:33:08: und sorry das klingt jetzt vielleicht verrückt das ist einen Millionenbetrag das ist im Vergleich zu anderen Maßnahmen überhaupt nicht so viel Geld?
00:33:15: Und dann kam Jens Spahn und Jens spahn hat als CDU-Fraktionsvorsitzender Zweifel an dieser Reform oder an der Erhöhung des Wohngeldes unter anderem aufkommen lassen.
00:33:26: Und vor allen Dingen dann, rhetorisch total clever das BAföG in eine Reihe gestellt mit anderen staatlichen Sozialleistungen wie Bürgergeld, Wohngeld, Elterngeld und so weiter.
00:33:35: Darüber haben wir gerade eine riesige Debatte in Deutschland.
00:33:38: Für wen sind eigentlich gerade staatliche Leistung da?
00:33:42: Dorothee Baer, die Bundesforschungsministerin.
00:33:45: Also Hochschulen liegen im Zuständigkeit des BFTR.
00:33:49: Früher war das im klassischen Bildungsministerium aber während des alte Bildungsministeriums früher Bildung und Forschung aufgeteilt wurde ist der Schulteil zu Karin Prien gewandert und dieser Forschungsteil und damit auch die Hochschule zur Dorothe Baer.
00:34:02: Würde ich sagen, es außer vermeintlicher Koalitalität und Fraktionszwang auf Jens Spahn's Worte irgendwie aufgesprungen ließ dann verlautbaren dass sie verstehen könne das ist nun doch keine Barvölkerhöhung gäbe.
00:34:15: Vielleicht wurde sie auch einfach extrem schlecht gebrief von ihrem eigenen Haus.
00:34:19: Ich zitiere Sie Wenn Pflegebedürftige sparen sollen und beim Elterngeldkürzungen vorgenommen werden Dann ist nachvollziehbar, dass man nicht gleichzeitig an anderer Stelle große zusätzliche Leistungen verspricht.
00:34:30: Zitatende Die Aussage, die glaube ich aber am meisten Veraufregung gesorgt hat.
00:34:35: Weil ... ja Alter.
00:34:37: Zitiere!
00:34:38: Es gibt keine Studiengebühren und der Staat ermöglicht vielen jungen Menschen überhaupt erst ein
00:34:43: Studium.".
00:34:44: Wir haben gerade gehört, Jendrik.
00:34:46: Wie viele Leute auch nicht studieren gehen können?
00:34:49: Und ja, keine Studien Gebühren ist das eine!
00:34:52: Und trotzdem sind die Zugänge einfach wahnsinnig schwierig – grade für Kinder aus nicht akademischen Familien.
00:35:00: Dorothee Baer sagt es sei kein Drama wenn Studierende neben dem Studium jobben.
00:35:06: Wird sie sehr klug?
00:35:07: Vielleicht sammeln Sie dabei sogar wichtige Erfahrungen fürs Leben und für den Beruf, gegebenenfalls in den Semesterfähen.
00:35:14: Und ich betone hier nochmal als Hochschullehrerin!
00:35:17: Es gibt keine Semesterfehen, das ist die Vorlesungsfreie Zeit.
00:35:21: In der Zeit musste man nämlich Hausarbeiten schreiben, Seminarbeiten schreiben und viele andere Dinge tun, vielleicht Pflichtpraktika erledigen und dann auch noch Jobben... Ja okay!
00:35:29: Der Doro Baer sagt es sei kein Drama denn es wird keinen Vollkasko-Studium geben.
00:35:35: Jeder muss seinen Teil dazu beitragen.
00:35:39: Jetzt kann ich mich mit meinen überfürzten darüber aufregen aber was sagen eigentlich Studierende zu diesen Aussagen von Dorothee Baer?
00:35:48: Ich bin Lia, ich studiere Gemeinde und Religionspädagogik und soziale Arbeit.
00:35:52: Und bin im Aster- und als studentische Vertretung im Senat aktiv.
00:35:57: Ich halte den Begriff überprivilisiert für nicht passend und er wird auch der Lebensrealität vieler Studierende nicht gerecht.
00:36:05: Studieren ist natürlich in gewisser Weise ein Privileg.
00:36:08: Gleichzeitig erlebe ich viele Kommilitoninnen und Kommilitonen die neben dem Studium arbeiten müssen und mit steigenden Lebensunterkosten kämpfen und einfach unter hohem Druck- und Leistungsdruck stehen.
00:36:22: Und bei der ganzen BAföG-Debatte darf natürlich auch nicht vergessen werden, dass es kein geschenktes Geld ist sondern immer ein Teil darlehnen.
00:36:33: Ich finde die Aussage zu überprivilegierten Studierenden absolut gefährlich weil sie meiner Meinung nach die Realität von vielen Studierendern verkennt.
00:36:40: Ein Vollzeitstudium zu absolvieren und sich parallel mit einem Nebenjob über Wasser zu halten Absolut Realitätsfern, das kann maximal eine Ergänzung sein wenn Wohnen und Essen also die Grundbedürfnisse gesichert sind.
00:36:51: Barvölker so wie es im Moment funktioniert recht schön lange nicht mehr um über die Runden zu kommen schon gar nicht in den größeren Studiestätten.
00:36:57: Und dass nicht zu reformieren halte ich für fahrlässig weil es vor allem zu Lasten von Studierenden fällt Die ohnehin schon höhere Hörden für ein Studium zu bewältigen haben.
00:37:06: Es könnte also am Ende dazu führen dass einige sich das Studium gar nicht mehr leisten können und damit zu noch mehr Ungerechtigkeit.
00:37:14: auf eine ironische Art und Weise würde ich die Rotee Beher dafür danken, dass sie diese Debatte wieder losgetreten hat.
00:37:19: Viele Leute solidarisieren sich gerade mit Studierenden.
00:37:22: das ist wichtig!
00:37:23: Die Probleme von Armut gerade unter Studenten sind da, sind statistisch
00:37:27: erfassbar
00:37:28: und müssen gelöst werden.
00:37:30: Sie hat damit zwar keinen Schritt in die richtige Richtung gemacht aber es ist auf jeden Fall wie.
00:37:34: der gesellschaftliches Thema und das ist gut Und an dieser Stelle möchte ich vielleicht auch noch mal ob die Petition hinweisen war für Geräten von verschiedenen gesellschaftlichen Trägern sehr unterstützenswert.
00:37:46: Und ich hoffe, dass dieses Thema oder auch das die Petition erfolgreich
00:37:51: ist.".
00:38:13: Ich finde ja, diese Debatte ist auf mehrere Arten und Weisen komplett unnötig.
00:38:17: Weil eigentlich ist es doch klar – das wissen wir auch alle – dass in Deutschland gut ausgebildete Fachkräfte gebraucht werden und die nicht nach den Studien komplett ausgebrannt ins Berufsleben starten sollen.
00:38:29: Und eine Barvölkerhöhung alleine reicht hier einfach jugendpolitisch sowieso nicht wenn kein Wohnraum geschaffen wird Uni-Gebäude, wie in Berlin zum Beispiel verrotten und geschlossen werden usw.
00:38:40: Es braucht eine echte Barvorkreform die dann z.B.
00:38:44: einer elternunabhängigen Unterstützung ermöglicht Bürokratie abbaut usw.. Und das nur elf Prozent überhaupt barvork in Anspruch nehmen?
00:38:52: Das ist sehr wenig!
00:38:54: Da braucht es mehr Informationen auch um die Mythen rund um das Barvorg zu bekämpfen.
00:38:58: Die Frage, die wir hier noch gar nicht besprochen haben Wie sieht es eigentlich in den Hochschulen selbst
00:39:03: aus?!
00:39:03: Geht es da überhaupt und wie Bedürfnisse Studierende?
00:39:06: oder spielen die auch dort irgendwie keine Rolle?
00:39:08: Oder nur eine untergeordnete Rolle, zum Beispiel auch wenn's um Umstrukturierung geht.
00:39:12: Um Studien- und Prüfungsordnung aber auch z.B.
00:39:15: um Baumaßnahmen?
00:39:17: Und wie so oft wäre ein Teil der Lösung?
00:39:19: Die Beteiligung junger Menschen, ihr hört es am Tonfall.
00:39:22: Wir sagen das immer wieder... Leicht
00:39:24: genervt!
00:39:24: ...
00:39:25: leicht genervt die Beteilligung jungermenschen an allen sie betreffenden Angelegenheiten.
00:39:29: Das kann man sich auch als Wandtattoo überall dran machen und dazu gehört dann eben auch die Partizipation an Hochschulen.
00:39:37: Es klang auch in den Sprachnachrichten ja schon mit dem Aster und Co.
00:39:41: Anna warst du überhaupt aktiv in einer Selbstverwaltung studentisch?
00:39:45: Sorry, ich bin gerade ganz woanders.
00:39:46: Ich denke über dieses Wandtattoo nach.
00:39:48: Ja schön oder?
00:39:49: Wie cool
00:39:49: wäre das eigentlich solche Wandtattoos zu haben somit.
00:39:52: Naja, ich muss da gleich nochmal drüber nachdenken.
00:39:55: Falls ja jemand Interesse an solcher Art von Merchandise von Berufsjugendlich hat... Das ist ja cool!
00:39:59: ... meldet euch.
00:40:00: In so einem Zeug
00:40:00: hieß es
00:40:01: ja super.
00:40:02: Ja, wir sind schon bescheiden aber das gefragt ob ich selber in irgendwelchen Gremien der studentischen Selbstverwaltung aktiver.
00:40:09: Nein!
00:40:11: Und zwar aus einem total lustigen Grund, also ich war... Ich habe versucht in Vollversammlungen das ASDA zu gehen und ich war als Jugendverbandlerin mit so einem starken Formalitätshintergrund komplett schockiert wie diese Versammlungen organisiert waren, wie die moderiert wurden in gänzlicher Unkenntnis der eigenen Satzung und der Geschäftsordnung.
00:40:34: Das ist für jemand aus dem Jugendverband wirklich unerträglich.
00:40:37: Ich stand kurz davor, denen ihre eigene Satzung zu erklären und habe dann gesagt okay vielleicht ist das gerade nicht mein Schwerpunkt oder muss man ja auch sagen ich habe während des Studiums auch nach wie vor Jugendverbandsarbeit gemacht, für die ich mehrere Stunden mit dem Zug jedes Wochenende irgendwo hingefahren bin.
00:40:50: also von daher bei mir war es nicht so im Fokus bei dir?
00:40:54: Ich habe in Aachen übrigens dazu noch kurz gesagt mit einer jungen Studierenden gesprochen, die im Astha auch aktiv ist und die das bestätigt hat.
00:41:00: Die gesagt haben, boah was sind wir professionell im Jugendverband mit solchen Sachen!
00:41:04: Sie ist immer froh wenn sie dann wieder im Jugendverband ist und versucht jetzt die Sachen, die sie dort lernt den Astha mit einzubringen.
00:41:12: Ja viel Vergnügen!
00:41:12: Viel
00:41:13: Sprecher zum Thema!
00:41:13: Wir sind einfach in dem Jugendverbände noch einfach richtig geil.
00:41:16: professionell an ganz vielen Stellen.
00:41:19: Nicht an allen, deswegen habe ich an ganz vielen Stellen gesagt.
00:41:24: Natürlich es gibt immer Luft nach oben und ich war selber nicht da aktiv aber wenn du halt nur einmal die Woche da bist, wenn du nur online studierst dann hast du einfach keinen Bezug zu den Hochschulen und dann war's mir auch ein bisschen egal.
00:41:36: Ich hab meine Abgaben gemacht, ich wollte meinen Abschluss da haben Und wir hatten ja gar kein Unileben in der Form.
00:41:41: Deswegen habe ich da nie Bezug dazu gehabt.
00:41:43: An der Stelle Lia und Toni, die wir schon gehört haben in Andersprach-Nachrichten sind beide schon dort engagiert.
00:41:50: In der Hochschulpolitik.
00:41:51: Und Toni erklärt uns in der nächsten Nachricht wie das mit der Beteiligung bei ihm an der Uni Rostock läuft.
00:41:59: Hochschulpolitik ist überraschend kompliziert.
00:42:01: Die Studis können bei ganz vielen verschiedenen Cremien mitwirken.
00:42:04: Die Zentralzen sind wahrscheinlich bei uns der Studierendenrat.
00:42:09: Beim ASSA handelt es sich eher um ein projektbezogenes Arbeiten.
00:42:12: Es gibt verschiedene Referate, die sich mit verschiedenen Themen auseinandersetzen.
00:42:16: Der Stuka ist eher so richtungsgewirrkend, errichtungssgebend.
00:42:21: Dort wird beispielsweise der Haushalt beschlossen aber auch das Semesterticket und über die Gelder, die da drin feststehen werden auch Projekte bewerkstellig, beispielsweise unser Kulturticket wo Studis in ganz Rostock bei verschiedenen Kulturvereinschaften dadurch Kosten nicht dabei sein können.
00:42:37: Dann gibt es Kremeln, die klingen etwas abenteuerlich.
00:42:39: Das sind der Senat und das Konzil.
00:42:41: Dort sitzen wir als Studis neben anderen Statusgruppen zu einem Drittel drin und können uns einbringen bei verschiedenen Entscheidungen wie beispielsweise der Einberufung von neuen Professuren aber auch der Wahl des Rektorarztes.
00:42:54: Was wir in Rossock haben, worauf wir auch ein bisschen stolz sind Richtung Beteiligung ist dass wir einen studentischen Pro-Rektor haben.
00:43:00: Das ist quasi eine Person, die im Rektoriats jetzt als Studi direkt bei den Entscheidungen wirklich mitwirken können.
00:43:07: Und auch so eine Brücke bildet zwischen Studierendenschaft und Hochschulleitung.
00:43:13: Für dieses Prinzip des studentischen oder der studentischen Prorektorin, ich finde es sehr interessant das ist was gab's zu meiner Zeit nicht.
00:43:20: Gabs Prorektoratverlehre, eines für Forschung eins für internationale Angelegenheiten usw.
00:43:26: Das ist wirklich interessant wie das da gedacht wird.
00:43:28: aber auch für dieses Engagement.
00:43:30: wir haben jetzt gerade schon gehört dass das alles für Gremien sind.
00:43:33: Dieses Engagement muss man noch erst mal Zeit haben.
00:43:35: Das erzählt uns auch Lia, deren Hochschule gerade auch in einer besonderen Situation ist, denn ihre Hochschulle fusioniert mit einer anderen Hochschulen.
00:43:45: Aus meiner Sicht sind die größten Herausforderungen in der studentischen Selbstverwaltung sehr Zeit an unserer Hochschule, die Veränderung, die die Fusion der Hochschulen mit sich bringen.
00:43:55: Solche strukturellen Umbrüche im Hochschulkontext bringen viele Chancen mit sich führen aber auch zu Unsicherheiten bei den Studierenden hinsichtlich von Zuständigkeiten und Kommunikationswegen, aber auch Aufgaben in den jeweiligen Gremien.
00:44:11: Unsicherheiten entsteht leider auch viel Frustration.
00:44:16: Eine weitere große Herausforderung ist die begrenzte Zeit vieler Studierender, viele müssen neben dem Studium arbeiten um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren und stehen dadurch unter hoher Belastung.
00:44:29: und für zusätzliches Engagement im Hochschulkremienkontext bleibt oft wenig Kapazität obwohl sich viele gerne aktiv einbringen würden.
00:44:40: wird sich, glaube ich da eher gewünscht, Beteiligungsmöglichkeiten zu gestalten die möglichst niedrigschwellig und mit dem Studienalltag vereinbar sind.
00:44:47: Damit weiterhin vielfältige Studentenstimmen gehört werden können und sich dort einbringen Erinnert mich mir jetzt auch im Verlauf unseres Gesprächs noch mal was klar geworden, wenn wir darüber reden dass digitale Lehre auch jetzt zur Post-Corona Zeit immer größer werden oder immer noch eine große Rolle spielt.
00:45:05: Du hast gerade gesagt es gibt hundertdreißigtausend eingeschriebene Studierende an der EU.
00:45:10: das liegt ja auch daran dass die ganze Studiengänge nach wie vor komplett digital anbieten.
00:45:16: und wer nur digital studiert ganz ehrlich Der, die interessiert sich dann vielleicht auch gar nicht für die Selbstorganisation und für studentische Selbstverwaltung.
00:45:24: Du kriegst gar keinen Bezug zu einem Gebäude oder den Menschen dort.
00:45:28: also ich glaube digitale Lehre so gut das punktuell ist es wird von Studierenden immer noch eingefordert.
00:45:34: Ich habe da einen sehr kritischen Blick drauf ehrlich gesagt Nicht nur wegen der Selbstverwartung sondern weil ich auch glaube dass das ganz viel in der Lebensphase mit einem macht, wenn man mit Menschen am Raum sitzt, so mit denen da diskutiert und als Lehrende langweilig mich einfach auch im Internet.
00:45:49: Aber ich glaube, das macht nachher auch nochmal einen Unterschied ob man unabhängig jetzt von der Zeit, ob man Lust hat sich im Aster, im Sturer oder so einzubringen.
00:45:59: Ich bin selbst im Kuratorium der Katholischen Hochschule für Sozialwesen hier in Berlin und auch in einem Beirat für Organisationsentwicklung an der FH in Potsdam, denn die stellen sich gerade auch was Fakultäten angeht neu auf.
00:46:11: Und ich beobachte hier – natürlich auch so von halb außen – ich stecke da nicht total drin!
00:46:16: Ich beobchte da etwas, was wir aus anderen Bereichen der Jugendpolitik und der Jugendbeteiligung kennen.
00:46:20: Es gibt eben nur ganz, ganz wenige, die die Kappars haben, sich hochschulpolitisch zu engagieren... ...die Gremien… sind nicht immer alltags- und jugendfreundlich, auch was Sprache usw.
00:46:33: angeht – das System hat Toni gerade gesagt, dass es einigermaßen komplex ist in der Politik auch so!
00:46:39: Warum engagieren sich Leute?
00:46:40: Nicht auch weil der Gegenstand so komplex is'.
00:46:44: Und das glaube ich braucht's nicht nur wie LIA das Aussag niedrigschwellige Angebote der Beteiligung für möglichst viele Studierende sondern... Für die Jugendpolitik und für die Jugendverbandsarbeit kein hotter Take.
00:46:57: Aber ich glaube, für die Hochschulpolitik und die Bildungspolitiken sehr, sehr hotter take.
00:47:01: Es braucht auch hauptamtliche, haubberufliche Begleitstrukturen für Fachschaften, für Stupas, for Sturas und
00:47:08: Co.,
00:47:09: denn wo lernen junge Menschen?
00:47:11: Dennoch selbst Organisation auf dem Level, dass ihnen Hochschulen rein formal durch Grundordnungen usw.
00:47:17: ermöglicht!
00:47:18: Sie lernen das nicht in der Schule – das sagen junge Menschen selbst Sie lernen es sehr sicher im Jugendverband, aber unser Dauerthema hier im Podcast ist ja auch wie stark sich das Verhältnis von Schule und Jugendarbeit oder der Jugendverbandsarbeit gerade verändert.
00:47:34: Und ich glaube wenn man jungen Menschen Partizipationen an der Selbstverwaltung ermöglichen möchte – diese Möglichkeiten gibt's!
00:47:41: Dann muss man ihnen auch Ressourcen zur Verfügung stellen.
00:47:44: Und in diesem Fall meine ich Personal gerne auch pädagogisch geschult, denn auch junge Menschen die sich im Aster engagieren haben vielleicht auch persönliche Probleme und brauchen auch jemanden wo sie hingehen können.
00:47:55: Bei mir im Studium war es übrigens Marianne Die Sekretärin der Kunstwissenschaft.
00:47:59: Zwar jemand mit der konnte man da habe ich noch geraucht immer eine raufend gehen um ein kurzes Herz ausschütten.
00:48:03: aber es braucht diese Ansprechperson auch für die die sich engagieren und ich glaube dieses Personal nicht nur pädagogisch geschult sein, so ähnlich wie bei Deitkräften von Kinder und Jugendparlamenten.
00:48:16: Sondern es braucht auch so eine Art Geschäftsstelle!
00:48:19: Da muss geklärt sein, wie abhängig oder unabhängig die auch noch mal von der Hochschule und von der Hochschulleitung ist.
00:48:24: aber ich glaube damit junge Menschen sich beteiligen können und Studierende – junge Menschen sind unter siebenundzwanzig und das sind einfach viele Studierenden da müssen Rahmenbedingungen da sein und vor allen Dingen die Rahmenbedienung dafür Engagement und Demokratie überhaupt erst mal lernen zu können.
00:48:42: Die kommen nicht mit diesem Skillset oder diesen Kompetenzset von der Schule, das wissen wir gut genug und es hören wir gut genu.
00:48:49: Sie müssen die Möglichkeit haben auch an der Hochschule das erstmal lernen zu dürfen.
00:48:55: Denn darum soll's ja eigentlich gehen... dass Hochschulen auch Orte der Bildung sind wo nicht schon fertige Menschen hingehen sondern das ist eher ein Ort der auch ganzheitlich auf Studierende guckt.
00:49:07: Und sorry!
00:49:08: DORU und JENS und alle anderen.
00:49:10: Das muss als Investition dem Staat richtig was wert sein!
00:49:23: Wir haben wieder einen jugendpolitischen Ticker für euch mit ein paar Updates zu konkreten Themen, wer in Deutschland zur Schule gegangen ist der kennt sie wahrscheinlich in unserem ersten Thema und verbindet ganz unterschiedliche Gefühle mit ihnen die Bundesjugendspiele.
00:49:40: Einmal im Jahr geht es drauf auf den Sportplatz oder in der Tourenhalle.
00:49:43: Da geht's darum zu laufen, zu springen, zu werfen und zu schwimmen.
00:49:47: Und seit den neunzehnten hundertfünfziger Jahren gehören eben diese Bundesjugenspiele fest zum Schulalltag.
00:49:53: Wir verzichten jetzt hier mal darauf an unsere eigenen Erfahrungen da noch dazu zu legen.
00:49:58: Das
00:49:59: tut niemandem gut.
00:50:00: Genau!
00:50:02: Ist so aufgebaut dass Schülerinnen je nach Sport hat und Altersstufe ihre Leistung messen und dann am Ende eine Teilnahme Sieger- oder Ehrenurkunde Erhalten und
00:50:10: soziale Säkligation schwer, wer da welch?
00:50:13: aber wir wollten nicht über Traumatari.
00:50:15: Was macht voll den Unterschied?
00:50:17: Welche Art von Urkunden man
00:50:18: hat?
00:50:18: Total unterhält das vorher schon sagen können.
00:50:20: diese zehn Leute werden garantiert die Ehrenurkunde bekommen.
00:50:22: Die bekommen sie also.
00:50:23: das ist ja.
00:50:24: naja wir wollen ja nicht was es eigentlich die Idee hinter dem bundesjugend spielen am ende freude an Bewegung zu fördern sportliche Leistungen anzuerkennen Und irgendwie auch wichtige erfahrung mit Erfolg oder eben Misserfolg zu ermöglichen, zumindest ist das heute die Idee.
00:50:41: Das war jetzt auch nicht immer so und in den vergangenen Jahren gab es eine heftige Debatte darüber wie diese Spiele eigentlich aussehen sollen.
00:50:48: Und im Jahr zwanzig wurden die Bundesjugenspiele für viele Grundschulkinder dann reformiert sodass statt klassischen Wettkämpfen mit ganz exakten Zeiten weiten und Ranglisten stärker spielerische Wettbewerbe im Mittelpunkt standen und das Ziel war dann der Leistungsdruck zu verringern und dadurch mehr Kinder für den Sport zu begeistern.
00:51:08: Und was eigentlich der Unterschied zwischen Wettkampf und Wettbewerb ist?
00:51:12: Das erzählt uns Julia von der Deutschen Turnjugend in einer Sprachnachricht, die auch Mitglied im Ausschuss für die Bundesjugendspiele ist.
00:51:23: Also Der Unterschied zwischen wettkampf- und wettbewerk liegt je nach Sportart darin, dass in der Regel der etwas kindgerechtere Variante ist.
00:51:32: Ich kann das am Beispiel des Turnens mal festmachen, dass der Kampfturnen ist ganz klassisch ein Gerät-Turnwettkampf mit einem Vierkampf wo man an verschiedenen Geräten turnt und der Wettbewerb im Turnen ist vor allem angelehnt als Kindertouren und eben auch ein inklusives Angebot.
00:51:52: Und da geht es eher darum, dass man keine klassischen Punkte bekommt.
00:51:56: Also diese zehn Punkte wie man sie vom Touren kennt früher.
00:51:59: Sondern da geht's nur darum habe ich eine Übung geschafft oder hab' ich sie nicht geschafft?
00:52:02: und sie ist eben angelehnt ans Kindertouren weil da auch viele rhythmische Sachen dabei sind das ein Partnerübungen dabei.
00:52:08: Da gibt´s um Geschicklichkeit uns balancieren also eher um die Grundfertigkeiten.
00:52:12: Das ist quasi der Unterschied jetzt am Beispiel Tournen was ja eigentlich total klug und total gut und logisch klingt, aber genau diese Änderung hat vor ein paar Jahren schon für Kritik gesorgt.
00:52:25: Und das ist auch der Diskurs in dem wir uns befinden... Viele Sportverbände, Lehrkräfte, Eltern und vor allen Dingen konservative Politikerinnen und Politiker argumentieren das Sport eben auch bedeute sich mit anderen zu messen, Niederlagen auszuhalten, Erfolge zu erleben.
00:52:42: Und sie befürchten dass der Leistungsgedanke verloren gehe und Kinder wichtige Erfahrungen so wie eben sich miteinander zum Messen – das können Sie übrigens nach wie vor egal -, dass sie das da nicht mehr machen können.
00:52:53: Das ist auch los!
00:52:54: Wir haben hier schon über Olympia gesprochen.
00:52:56: es wird ja immer dann wenn irgendwie ein Groß dass ein großes Turnier irgendwo stattfindet, wo Deutschland nicht so gut abschneidet.
00:53:02: wird dann nach den Gründen gesucht und im Zweifelsfall nicht, ich würde sagen immer, tauchen auch irgendwie die Jugendspiele auf.
00:53:08: Weil da wird ja jetzt nur noch gespielt!
00:53:10: Also es ist auch interessant wie da verschiedene jugendpolitische und sportpolitische Themen miteinander in Verbindung gebracht werden.
00:53:16: Wir gucken jetzt hier nur kurz drauf und gehen gar nicht so sehr an die Tiefe.
00:53:18: aber es gibt jetzt eben eine neue Entwicklung.
00:53:21: Die Bildungsministerin Konferenz hat beschlossen dass Grundschulen künftig wieder mehr Möglichkeiten bekommen sollen die Bundesjugenspiele als klassischen Wettkampf durchzuführen.
00:53:32: Vor allem für die dritten und vierten Klassen sollen wieder Zeit- und Weitenmessungen sowie Platzierungen wirklich sein.
00:53:38: Sind sie nach wie vor?
00:53:39: Also es ist ja auch eine populistische Zuspitzung von was, das eigentlich gar nicht so wirklich zur Debatte stand.
00:53:44: Die Schulen vor allen Dingen sollen selbst entscheiden können welches Format am besten zu ihrem pädagogischen Konzept passt – und da würde ich auch sagen okay, das ist jetzt auch nicht so neu!
00:53:52: Aber Julia, die absolute Expertin in diesem Thema, diordnet diesen Vorschlag für uns nochmal ein.
00:54:00: Die Planung der Bildungsminister in Konferenz, die Bundesjugendspieler Leistungsorientierter zu machen finde ich spannend.
00:54:07: Zunächst frage ich mich natürlich was Leistungs- orientierter bedeutet?
00:54:11: Sprechen wir bei Leistungen davon dass es irgendwie benotet werden kann das man sich vergleichen kann dann finde ich ist das durchaus legitim weil das sind in allen Formaten bei den Bundesjugenspielen möglich, wenn es darum geht dass wir Kinder wieder fünfzig Meter sprinten lassen.
00:54:27: Dass es darumgeht die Schwachen von den Starken zu trennen und damit quasi vielleicht auch Ängste zu schüren sich regelmäßig zu bewegen dann penn ich das persönlich Schade weil die Bundesjugendspiele sind das Format im Schul Sport was Eigentlich dafür da sein sollte, allen Kindern Freude an Bewegung zu vermitteln und vielleicht auch mal einen spielerischen Wettkampf gedanken näherzubringen oder Wettbewerbs- oder eine Form des Messens.
00:54:53: Aber eben so dass das Ganze trotzdem Spaß macht unter sich keine abgehängt fühlt denn wir haben ja noch andere Formate die zum Beispiel Jugend trainiert wo man dann ein bisschen leistungsspezifischer in Sportarten eintauchen kann.
00:55:07: Die Diskussion zeigt ja auch hier hinter den Bundesjugendspielen, steckt eine größere Frage.
00:55:12: Was soll Schule eigentlich vermitteln?
00:55:14: Geht es vor allem darum Leistung zu bewerten und auf das spätere Leben vorzubereiten oder sollte Schule nicht auch Räume schaffen in denen möglichst alle Erfolgserlebnisse haben – ganz unabhängig von ihrer sportlichen Leistung und in der die Freude an Bewegungen unabhängt von irgendwelchen Ergebnissen ermöglicht wird?
00:55:33: Ich gehe noch mal im Schritt weiter.
00:55:35: Es geht um ein Menschenbild und eine Auffassung davon, wie sportliche Leistung mit der Leistungsbereitschaft in der Erwerbsarbeit zusammenhängt.
00:55:44: Der Bundeskanzler und weitere Politikerinnen fordern ja immer mehr und immer häufiger, dass sich die deutsche Bevölkerung wieder mehr zumuten müsse, um den Lebensstandard zu halten!
00:55:54: Es geht auch immer wieder darum, mehr zur Arbeit, mehr zu leisten, mehr diesen wirtschaftlichen und politischen System beizutragen.
00:56:02: Der Gedanke, dass durch die Bundesjugendspiele als Wettkampf Kinder schon frühzeitig lernen in Konkurrenz zu anderen zu stehen und sich mehr anzustrengen wenn sie sich vergleichen.
00:56:12: Das ist aus meiner Sicht nicht nur ein neoliberales Blindgegartum sondern auch an keiner Stelle wissenschaftlich belegbar!
00:56:21: Karin Prin als Bundesjugendministerin, die legt ja immer sehr großen Wert auf wissenschaftliche Evidenz als Basis ihrer Entscheidungen und Positionen.
00:56:29: Egal ob Demokratie leben oder Gleichstellungsarbeit oder auch Beteiligung – mit Verlaub!
00:56:34: Diese Evidenz, soweit ich das überblicke existiert nicht.
00:56:38: Stattdessen wird hier davon abgelenkt dass es eigentlich bessere jugendpolitische Rahmenbedingungen braucht damit Kinder und Jugendliche insgesamt besser lernen können und sich entfalten können.
00:56:46: Und wir reden ja auch von Schultoiletten usw.
00:56:48: IT-Strukturen kleinere Klassen, bessere Betreuung.
00:56:53: Das lenkt von diesen ganzen Dingen nur ab.
00:56:55: und irgendwie Ja ich glaube das ist halt weniger um eine individuelle Leistungssteigerung geht nachher, die der Wirtschaft zugute kommt.
00:57:05: Sondern ich finde wir müssen fragen welchen Beitrag eigentlich die Reichsten in unserer Gesellschaft dafür leisten das es auch bildungsgerecht und leistungsorientiert mit einem positiven Menschenbild zugeht?
00:57:19: Weil das sehe ich nicht so lange!
00:57:20: Die wenigen Reichen immer reicher werden und die Armen immer ärmer.
00:57:25: Zum Glück geht die Entwicklung weiter.
00:57:27: Zum Beispiel wird aktuell in Rhein der Deutschen Turnjunk über ein neues Format nachgedacht, nennt sich Parkour und da ist das Ziel mit Schulen ein zusätzliches Wettbewerbsformat zu entwickeln, dass dann Beweglichkeit, Kreativität und Körperbeherrschung stärker an den Mittelpunkt stellt.
00:57:43: Und Schulen können gerade diese Übung testen und ihre Erfahrungen dann in die Weiterentwicklung einbringen.
00:57:48: Das ist dann Beteiligung
00:57:50: Ja, das finde ich total super.
00:57:51: Überhaupt mal darüber nachzudenken und vor allen Dingen Kooperationen Jugendarbeit und Schule.
00:57:56: Da kann man ja ganz viel reißen und es ist zu befürchten dass diese ganze Debatte nicht von glücklicher Weise sprechen wird sondern es wird uns noch weiter verfolgen.
00:58:04: die Debatte geht weiter und es auch finde ich ein bisschen zu fragen ehrlich gesagt ob die Sportverbandslandschaft sich gegen diese Vereinahmung durch die Politik weiterhin wehren wird oder ob sie auch irgendwann sagt, okay das ist so ein kleines Battlefield an der Stelle verkämpft für uns jetzt nicht.
00:58:23: Denn wir brauchen die CDU von der es ja vor allen Dingen ausgeht für andere Vorhaben als Partner und dann sagt okay, wir reden jetzt nicht mehr über die Bundesjugenspiele.
00:58:31: sollen Sie Ihren Wettkampf machen?
00:58:33: fein aber dafür kriegen wir dann einen großen Sportstätten Sanierungspaket.
00:58:47: Wenn diese neue Podcast-Folge erscheint, dann steht auch ein weiteres Ein weiteres, ein wichtiges jugendpolisches Ereignis ist das Haus nämlich nicht nur diese Podcastfolge sondern auch dass am vierundzwanzigsten Juni die Expertinnenkommission Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt der Bundesjugendministerin Prín ihre Handlungsempfehlungen übergeben wird.
00:59:07: Drei Monate früher als geplant also sie mussten nochmal ganz schön auf die Tube drücken.
00:59:12: wir wissen nicht was drin steht man munkelt aber in so berliner Bubblekreisen Social Media Nutzung geben wird.
00:59:21: Also kein, wir empfehlen ab dreizehn, ab vierzehn und ab fünfzehnabsechzehn also dass die sich darauf nicht einlassen.
00:59:27: das tut mir natürlich schräglich leid für alle die sie in den vergangenen monaten dazu bemüßig gefühlt haben mit einem bestimmten alter Wahlkraft machen zu wollen aber auch da wieder ohne eindeutige Evidenz vorlegen zu können.
00:59:39: und deshalb freue ich mich sehr auf diese Handlungsempfehlungen egal übrigens ob ich mit denen einer Meinung bin oder nicht Darum geht es nicht sondern darum das eben ernst.
00:59:47: zunehmende Wissenschaftlerinnen sich mal was angucken auch den Fingern die Bundesliga und sagen da haben wir keine Daten.
00:59:52: Das können wir so nicht beweisen, das finde ich eigentlich total gut.
00:59:55: Ich gehe davon aus dass es eine Empfehlung auf eine bestimmte Art der Zugangsbeschränkung geben wird.
01:00:03: also es wird um Plattformregulierung gehen.
01:00:06: Wahrscheinlich der Hinweis auf so einen europäischen Rechtsrahmen, weil alles andere würde gerade auch den politischen Ton nicht treffen.
01:00:12: Alle reden über dieses Thema und man muss dazu was sagen.
01:00:15: Das wird vielen auch nicht konkret genug sein aber wir sind gespannt freuen uns auf die Lektüre Aber ich persönlich kann sagen Ich freue mich nicht darauf dass wieder alle eine Meinung dazu haben werden.
01:00:33: Auf geht's in die Schlusskurve dieser heutigen Folge.
01:00:37: Und Anna Was liegt denn in den nächsten vierzehn Tagen bei dir an?
01:00:41: Ja, also die Sommerfest-Saison geht weiter in Berlin.
01:00:45: Das ist ja vorhin gesagt, es ist Freitag, wir nehmen Freitags auf!
01:00:47: Ich glaube das hat hier gerade so ein Muckelige da und dreißig Grad.
01:00:50: Ich werde mir jetzt gleich die Wasserflasche vollmachen und zu einem sehr schönen Sommerfest gehen haben, dass ich mich sehr freuen.
01:00:56: Mich von Anna und Hannah.
01:00:58: Einem ganz tollen Mädchenarbeitsprojekt, die hier einen kleinen Sommerfest feiern.
01:01:03: Genau... Und ich bin nicht beim Ganztagskongress Das ist ja das Highlight nächste Woche, vor allem die sich mit dem Thema Ganztag beschäftigen.
01:01:11: Auch für dich?
01:01:13: Du bist dort!
01:01:14: Ich bin beim Ganztagskongress.
01:01:15: Schade dass wir uns da nicht sehen aber vielleicht haben wir Berufsjungen, in denen wir dabei sind und ich habe Bock darauf mit euch zu quatschen.
01:01:23: Kommt auf mich zu gebt Feedback outet euch als Hörerin damit wir auch mal Gesichter zu den Menschen haben, die das hören.
01:01:29: Und wir haben neue Visitenkärtchen.
01:01:31: Ja!
01:01:31: Wir haben ja so ganz coole Visiten-Kärtchen mit dem QR-Coach zu unserem Podcast drauf, damit Helberufzügen nicht merken und so.
01:01:39: Das hat Jendrik, du warst der Erste sein... Also ich hab noch gar nicht angefangen diese neuen Kärtchen zu verteilen.
01:01:44: Du wirst bei einem Ganzex-Kongress diese Kärtchenden dabei haben.
01:01:47: Deshalb sprecht Jendrika?
01:01:49: Genau.
01:01:50: Ich würde mich auf jeden Fall freuen und ansonsten freue ich mich ganz viele Menschen weiter zu treffen, weiter unterwegs zu sein und mal wieder nach Hessen zu kommen und mal den Weg aus NRW rauszufinden, wobei ich bin in Berlin.
01:02:02: Das ist ja auch schon der Weg.
01:02:03: Sorry aber
01:02:04: Berlin ist nicht NRW!
01:02:05: Berlin ist NICHT NRW das ist voll richtig.
01:02:07: Ja, ich
01:02:10: dachte gerade so.
01:02:11: Also setz dich jetzt noch mal einen drauf.
01:02:13: und wen beleidige ich an dieser Stelle?
01:02:16: Aber das lassen wir hier!
01:02:17: Wir finden es überall schön.
01:02:20: Ich hätte an folgend Titel gedacht, so Berlin ist nicht NRW wenn wir jetzt nicht über Buffett geredet hätten.
01:02:27: Da fällt uns definitiv was besseres ein.
01:02:30: Genau Die nächste Folge, die erscheint dann am sechsten Juli, abonniert uns auf jeden Fall.
01:02:36: Auf der Podcast-Plattform Eurer Wahl Wir sind überall folgt uns auf Instagram unter et er jendrik eher wie Luft und at medienpunktpolitik.partizipation.
01:02:48: Und vielleicht wollt ihr auch Mitglied werden in unserem Berufsjugendlich-WhatsApp Channel, wo wir immer wieder spannende Infos ganz heiß rein posten.
01:02:56: Stellen, Ausschreibungen, Veranstaltungseinladung usw.
01:02:59: Das Allerwichtigste ist wie immer in unserer Bubble es geht um Weiterempfehlung.
01:03:03: Deshalb empfiehlt uns vielen Menschen weiter gern auf einzelne Folgen weil wir wissen auch das sind nicht für alle Leute alle Themen gleichermaßen spannend aber ich bin mir ganz sicher Für jeden und jede ist bei Berufs jugendlich was dabei Kommt gut durch die weiteren schönen Sommertage, trinkt genug, cremt euch gut ein, setzt euch einen Punkt auf und ich würde sagen bis bald.
01:03:27: Tschüss!
01:03:29: Berufsjugendlich ist ein Podcast für alle, die jugendpolitisch aktiv sind mit jungen Menschen arbeiten oder sich für die Interessen junger Menschen einsetzen.
01:03:46: Berufsjugendlich ist eine unabhängige Eigenproduktion und wir freuen uns über eure Abos- und Bewertungen auf Spotify, Apple, Podgy, Deezer – und überall dort wo es Podcast gibt.
01:03:57: Alle vierzehn Tage gibt's eine neue
01:04:08: Folge!
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